Weinheim: Treffen zwischen Stadt und Bahn - Bahnhof wird schöner
Die Deutsche Bahn (DB) will ihre Bahnhöfe in den nächsten Jahren zu einem „Zugangstor zur nachhaltigen Mobilität und zur Visitenkarte einer jeden Stadt werden lassen“. Diese Nachricht hörten jetzt Vertreter der Stadt Weinheim mit Freude, bei einem Treffen mit Vertretern der Deutschen Bahn. Was an Verschönerungen und Verbesserungen geplant ist.
Weinheim. Der Weinheimer Hauptbahnhof soll nach den Plänen der Deutschen Bahn schöner werden, was Aufmachung und Ausstattung angeht. Diese Nachricht traf jetzt bei der Stadtverwaltung anlässlich des Besuchs von Vertretern der Deutschen Bahn auf Freude und große Zustimmung. Die Deutsche Bahn (DB) will ihre Bahnhöfe – auch in den kleinen Städten – in den nächsten Jahren nach eigenen Worten zu einem „Zugangstor zur nachhaltigen Mobilität und zur Visitenkarte einer jeden Stadt werden lassen“. Stadt und DB waren sich einig, dass der Weinheimer Hauptbahnhof dafür trefflich geeignet ist: mit dem Zentralen Omnibusbahnhof (ZOB), der OEG-Haltestelle und der Weschnitztalbahn im direkten Umfeld – und mit der historischen Bausubstanz des Gebäudes.
Die Reise soll laut Plänen der Bahn ab 2027 mit einer groß angelegten Sanierung der beiden Unterführungen, die aufgrund des baulichen Zustands erforderlich wird, an Fahrt gewinnen. Im Zuge dessen sollen dann auch weitere Bereiche des Hauptbahnhofs und dessen Umfeld in Augenschein genommen und verbessert werden.
Aber schon bis dahin soll sich der Zustand des Bahnhofs, vor allem was die Sauberkeit und entsprechend das Erscheinungsbild angeht, verbessern. In diesem Zusammenhang versicherte Andrea Kadenbach, Leiterin des Bahnhofsmanagements Mannheim, dass der Weinheimer Bahnhof durch DB-Personal schon seit einiger Zeit über mehrere Stunden lang täglich gereinigt wird – leider ist dies in Weinheim deutlich öfter nötig als an anderen vergleichbaren Bahnhöfen. Die nördliche Unterführung, die unter Obhut der Stadt steht, wird ohnehin täglich gereinigt. „Wir hoffen, dass die Bemühungen auch vonseiten der Reisenden mit einem achtsamen und sozialen Verhalten unterstützt werden, denn eine langfristige Verbesserung kann nur gemeinsam erzielt werden“, so Bürgermeister Andreas Buske. Und sein Referent Patrick Walter betonte, dass Bürger bei Beschwerden hinsichtlich des Zustands des Bahnhofs auch den Weinheimer Mängelmelder nutzen können. Über ihn wird man auf eine Seite der Deutschen Bahn mit Kontaktdaten weitergeleitet.
Unmittelbar sichtbare Verbesserungen soll es in den nächsten Wochen im Zusammenhang mit den Heimattagen geben, bei denen deutlich mehr Menschen am Bahnhof erwartet werden als bisher.
Dazu gehören eine Grundreinigung der Unterführungen, ein Kunst-Graffiti-Projekt in der südlichen Unterführung, das Aufstellen von Begrüßungsbuchstaben auf der Wiese am ZOB, Begrüßungsbanner, Wegweiser in die City und sogar extra Personal, das die Gäste empfängt und Fragen beantwortet. In Vergessenheit geratene Werbeschaukästen können vom Stadttourismus als Werbefläche genutzt werden.
Ab 2027 sind dann „große Würfe“ geplant: Beide Unterführungen müssen kernsaniert werden. Im Rahmen der geplanten Arbeiten sollen dann auch das Bahnhofsgebäude sowie das Umfeld betrachtet werden, und die Weiterentwicklung des Hauptbahnhofs soll erfolgen. Geplant sind Verbesserungen unter anderem bei der Wand- und Farbgestaltung, bei der Beschilderung und Wegeführung, beim Treppenzugang, bei den Fahrradständern und den Aufenthaltsflächen. Zur Koordination sind weitere Treffen zwischen Vertretern von Bahn und Stadt geplant.