Weinheim

Weinheimer Mittagstisch: Futter für Leib und Seele

Am 19. Februar startet die ökumenische Aktion zum 25. Mal. Wo bedürftige Menschen fünf Wochen lang eine warme Mahlzeit bekommen.

Aufgetischt wird in der ersten Woche im Gemeindehaus Sankt Marien in der Weinheimer Weststadt. Foto: Thomas Rittelmann
Aufgetischt wird in der ersten Woche im Gemeindehaus Sankt Marien in der Weinheimer Weststadt.

In den kommenden Wochen wird beim Weinheimer Mittagstisch wieder aufgetischt. Am 19. Februar startet die ökumenische Aktion zum 25. Mal und versorgt in Weinheim fünf Wochen lang Bedürftige mit einer warmen Mahlzeit. Die Gemeindehäuser sind dann ab 10 Uhr geöffnet. Zunächst gibt es Kaffee als kleine Stärkung und ab 12 Uhr ein komplettes Mittagessen mit Suppe, Hauptspeise und Dessert – alles frisch gekocht und zubereitet.

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Vor 25 Jahren wurde der Weinheimer Mittagstisch für bedürftige Mitbürger gegründet. „Doch dieses Jubiläum ist eigentlich kein Grund, zu feiern, denn die Armut in unserem Land ist in diesen 25 Jahren nicht weniger geworden“, erklärt Georg Ebers vom Organisationsteam.

Fest steht: Der Mittagstisch wird immer noch gebraucht. Mehr denn je vielleicht: 2023 wurden beim Mittagstisch über 2200 Mittagessen verteilt.

Beim Eröffnungsgottesdienst um 9.30 Uhr in der Kirche St. Marien im Forlenweg in Weinheim wird die Kerze des Weinheimer Mittagstisches entzündet. Foto: privat
Beim Eröffnungsgottesdienst um 9.30 Uhr in der Kirche St. Marien im Forlenweg in Weinheim wird die Kerze des Weinheimer Mittagstisches entzündet.

Wie alles anfing

Ein Blick zurück auf die Anfänge: „Mitarbeiter für Mittagstisch gesucht“ war am 3. Dezember 1999 der Titel eines kleinen Artikels in dieser Zeitung. Die Weinheimer Kirchengemeinden wollten in einer gemeinsamen ökumenischen Aktion Mitbürgern, die nicht auf der Sonnenseite des Lebens stehen, Zuwendung und Beachtung schenken, mit einem warmen Mittagessen, vor allem aber mit Zeit und Raum für Gespräche untereinander und mit den Gemeindemitgliedern. Ebers: „Es ging und geht um die Menschen, die im Stadtbild oft unsichtbar bleiben, weil sie nicht die Mittel haben, um am Marktplatz einen Kaffee oder ein Glas Wein zu trinken.“

Wichtiges Signal

Damals wie heute ist der Mittagstisch getragen von der Zusammenarbeit der Weinheimer Kirchengemeinden. Und diese Zusammenarbeit funktioniert auch heute noch reibungslos. „Ein wichtiges Signal in Zeiten, in denen die Unversöhnlichkeit oftmals die Norm ist“, so Ebers.

Die Arbeit wird von den Gemeindemitgliedern und anderen Freiwilligen ehrenamtlich geleistet, die anfallenden Kosten werden ausschließlich durch Spenden finanziert. Viele Firmen, Vereine und Institutionen spenden großzügig, aber auch viele Bürger haben eine kleine Summe für den guten Zweck übrig.

Jede Spende, egal wie hoch, ist gleich willkommen. Spendenkonto: DE93 5206 0410 0005 0206 03.