Wo Betroffene in Weinheim Hilfe bei Pflegefragen finden
Der Runde Tisch Demenz und Pflege in Weinheim hat seinen Sprecherkreis erweitert, um Beratung und Vernetzung weiter zu verbessern.
Weinheim. Sie alle arbeiten in Berufen, die anstrengend und aufreibend sind, zugleich aber zu den wichtigsten der Gesellschaft zählen: in der Pflege. Ob in Heimen und anderen Einrichtungen, im direkten Kontakt mit den Menschen, in Verwaltung und Organisation oder in der Ausbildung – ihr Alltag ist fordernd. Umso bemerkenswerter ist ihr Engagement über die eigene Arbeit hinaus: Die Teilnehmer des „Runden Tisches Demenz und Pflege Weinheim“ nehmen sich bewusst Zeit für Austausch und Vernetzung.
Ihr gemeinsames Ziel ist klar formuliert: Jede und jeder, der in Weinheim Fragen oder Beratungsbedarf rund um die Themen Pflege, Demenz oder auch das Älterwerden in der Stadt hat, soll einen verlässlichen Ansprechpartner finden.
Wie das gelingen kann? Wir haben das Wichtigste zusammengefasst.
Was ist der „Runde Tisch Demenz und Pflege Weinheim“ überhaupt?
Der Runde Tisch ist ein Netzwerk aus Fachkräften und Institutionen aus Pflege, Sozialarbeit, Verwaltung und Gesundheitswesen. Ziel ist es, Menschen in Weinheim bei Fragen rund um Pflege, Demenz und das Älterwerden in der Stadt zu informieren, zu beraten und zu unterstützen.
Wer engagiert sich im Netzwerk?
Mitglieder sind unter anderem Pflegeeinrichtungen, Sozialstationen, Pflegedienste, die Stadt Weinheim, der Pflegestützpunkt des Rhein-Neckar-Kreises sowie der Stadtseniorenrat. Alle Beteiligten bringen ihre fachliche Erfahrung und ihren beruflichen Alltag in die Netzwerkarbeit ein.
Was hat sich aktuell verändert?
Der Sprecherkreis des Netzwerks wurde erweitert. Neben den bisherigen Sprechern Dr. Andreas Marg und Christian Rupp gehören nun weitere Vertreterinnen und Vertreter aus Sozialstationen, Pflegeeinrichtungen, Pflegediensten und der Stadtverwaltung zum Sprecherkreis. Ziel ist es, die Arbeit des Netzwerks noch breiter abzustützen.
Warum ist diese Erweiterung wichtig?
Durch die größere personelle Vielfalt kann der Runde Tisch unterschiedliche Perspektiven und Kompetenzen stärker bündeln. Das erleichtert die Abstimmung, verbessert die Sichtbarkeit in der Stadt und stärkt die gemeinsamen Angebote für Betroffene und Angehörige.
Welche Ziele verfolgt der Runde Tisch?
Ziel ist es, dass jede und jeder in Weinheim bei Fragen zu Pflege, Demenz oder dem Älterwerden einen verlässlichen Ansprechpartner findet.
Zudem möchte das Netzwerk die Themen Pflege und Demenz stärker in der Weinheimer Stadtgesellschaft verankern.
Welche Angebote gibt es?
Der Runde Tisch organisiert Workshops und Seminare für Betroffene, Angehörige und Dienstleister, etwa Demenzbegleiterkurse. Außerdem beteiligt sich das Netzwerk an größeren Veranstaltungen wie dem Weinheimer Gesundheitstag, der im Zweijahresrhythmus stattfindet.
Was ist für dieses Jahr geplant?
Geplant sind mehrere öffentliche Veranstaltungen, darunter eine Lesung der Liedermacherin, Autorin und Therapeutin Sarah Straub, eine weitere Buchvorstellung sowie öffentliche Angebote mit dem Demenz-Parcours. Mehrere Aktionen sollen rund um den Welt-Alzheimertag Ende September gebündelt werden.
Gibt es neue Ideen für die Zukunft?
Ein gemeinsamer Wunsch des Netzwerks ist eine zentrale Anlaufstelle für Seniorinnen und Senioren in Weinheim. Dort sollen auch niederschwellige Beratungen zu Pflege und Demenz möglich sein. Aktuell wird geprüft, wie ein solches Angebot finanziert werden könnte.
Wo gibt es weitere Infos?
Koordination Demenznetzwerk „Leben mit Demenz e. V.“: Britta Müller, Telefon: 06201 3899467, Mail: info@leben-mit-demenz-weinheim.de; Internet: www.leben-mit-demenz-weinheim.de