Weinheim

Wohnraum für Flüchtlinge: AK Asyl bringt zwei neue Standorte ins Spiel

Die Stadtverwaltung Weinheim hält sich noch bedeckt, welche Immobilien sie für Anschlussunterbringungen ins Auge gefasst hat. Der Arbeitskreis hat jedoch Ideen.

Könnte der ehemalige "Goldene Bock" am Weinheimer Postknoten zur Anschlussunterbringung werden? Foto: Thomas Rittelmann
Könnte der ehemalige "Goldene Bock" am Weinheimer Postknoten zur Anschlussunterbringung werden?

Mit der Belegung der ehemaligen Schulen sowie der erweiterten Containeranlage durch Flüchtlinge kann nur die Spitze des Eisbergs abgefangen werden. Damit wären lediglich 175 Menschen untergebracht. Die Zuweisungsquote des Rhein-Neckar-Kreises liegt aber deutlich darüber. Nach Auskunft der Stadtverwaltung sind die Arbeiten an der Containeranlage im Gorxheimer Tal in den letzten Zügen. Dort könnten Ende April 40 Menschen ein sicheres Dach über dem Kopf finden. In der Johann-Sebastian-Bach-Schule ist die Belegung in Absprache mit dem Rhein-Neckar-Kreis im Mai mit 45 Menschen geplant. Und in der Albert-Schweitzer-Schule ist die Umgestaltung der Räumlichkeiten für 90 Personen noch in vollem Gange. Und was kommt dann?

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„Neue Möglichkeiten in der Innenstadt“

Ende Februar hatte die Stadtverwaltung mitgeteilt, dass sich „neue Möglichkeiten in der Innenstadt“ ergeben könnten – eventuell als Alternative zum Standort am Werner-Heisenberg-Gymnasium. Hintergrund ist die große Resonanz auf die Initiative „Vermiete doch an eine Stadt!“. Die Stadt ist bereits in konkreten Verhandlungen mit Immobilienbesitzern, will aber noch keine konkreten Standorte nennen.

„Goldene Bock“ und Martin-Luther-Haus?

Der Arbeitskreis Asyl hält sich da weniger bedeckt. Für Weinheims ehemaligen Bürgermeister Dr. Torsten Fetzner liegen zwei Immobilien auf der Hand, die sich zum Kauf anbieten würden: der ehemalige „Goldene Bock“ am Alten Postknoten und das Martin-Luther-Haus an der Peterskirche, das seit Jahren im Dornröschenschlaf versinkt. Dessen Zwangsversteigerung scheiterte zuletzt daran, dass die evangelische Kirchengemeinde Weinheim „aus wichtigem Grund“ ihre Zustimmung zum Verkauf an den Meistbietenden versagt hat. Die Weinheimer Stadtverwaltung wollte auf Anfrage ihr Interesse an den beiden Immobilien nicht bestätigen.