Weinheim

Zwei Großprojekte im Fokus

Die Vorberatung über das Miramar-Parkdeck und -Hotel sowie über ein neues Konzept für die Hildebrand’sche Mühle stehen am Mittwoch im Mittelpunkt der öffentlichen Sitzung des Ausschusses für Technik, Umwelt und Stadtentwicklung (ATUS).

So sieht der Entwurf für die Aufteilung der Flächen am Waidsee aus. Links vom Freizeitbad Miramar ist das geplante Parkdeck eingezeichnet, rechts davon die Fläche für das Hotel auf dem vorhandenen Parkplatz. Foto: Görtz & Fritz Architekten
So sieht der Entwurf für die Aufteilung der Flächen am Waidsee aus. Links vom Freizeitbad Miramar ist das geplante Parkdeck eingezeichnet, rechts davon die Fläche für das Hotel auf dem vorhandenen Parkplatz.

Die kommunalpolitische Sommerpause ist beendet. Gleich die erste öffentliche Sitzung des Ausschusses für Technik, Umwelt und Stadtentwicklung (ATUS) wartet mit zwei Großprojekten auf, die am Mittwoch, 13. September, vorberaten werden. Zunächst geht es um das Projekt des Freizeitbades Miramar für ein Parkdeck und ein Hotel am Waidsee. Anschließend steht das überarbeitete Konzept für die Hildebrand’sche Mühle zur Debatte. Laut Sitzungsvorlage hat sich der Projektentwickler von der Idee, dort altersgerechte Wohnungen zu errichten, wieder verabschiedet. Fortan will man den Schwerpunkt auf den sozialen Wohnungsbau legen und dazu eine entsprechende Landesförderung beantragen.

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So sieht die aktualisierte Ansicht für das Wohnungsbaukonzept der Hildebrandschen Mühle aus. Foto: Immobilien Weinheim Projektgesellschaft / pbp / fpA
So sieht die aktualisierte Ansicht für das Wohnungsbaukonzept der Hildebrandschen Mühle aus.

Am Erscheinungsbild der geplanten Neubauten soll sich nicht viel ändern; es seien nur „kleinere Änderungen“ geplant, heißt es weiter in der Sitzungsvorlage. Demnach hätten die Neubauten sechs bis sieben Vollgeschosse, wobei diese vom Dietersklingenweg aus nur viergeschossig in Erscheinung treten würden.

Insgesamt könnten auf dem Areal der ehemaligen Mühle bis zu 85 Wohnungen entstehen, davon 17 in der denkmalgeschützten Villa. Der ebenfalls denkmalgeschützte Turm soll zwar erhalten bleiben, aber nicht genutzt werden. Das Spektrum reicht laut Projektentwickler von kleinen Appartements mit rund 35 Quadratmetern bis zu Wohnungen für Familien mit 115 Quadratmetern. Mindestens 50 Prozent der Wohnungen sollen den Anforderungen der Förderrichtlinien für sozialen Wohnungsbau entsprechen. Nach Aussage des Projektentwicklers wird eine Sozialbindung für die Dauer von 40 Jahren angestrebt. Ferner sollen die Gebäude nach der Fertigstellung im Bestand des heutigen Eigentümers bleiben.

Parkdeck mit 662 Stellplätzen

Was das Projekt des Miramar angeht, kommt die Verwaltung zu der Einschätzung, dass ein Parkdeck (mit 662 Stellplätzen) südlich und ein Hotel (mit 105 Zimmern) nördlich des Bades grundsätzlich umsetzbar wären und damit die Stellplatzprobleme weitgehend gelöst werden könnten, ohne dass sich dabei „unüberwindbare Konflikte“ ergeben würden. Allerdings wären für das Parkdeck voraussichtlich Maßnahmen zum Schallschutz erforderlich.

Bevor die Stadt konkret in die Bauleitplanung einsteigt, müsste zudem das Miramar erst einmal über die erforderlichen Grundstücke für das Parkdeck verfügen, heißt es in der Sitzungsvorlage. pro

Die ATUS-Sitzung findet am Mittwoch um 18 Uhr – erstmals seit Beginn der Corona-Pandemie – wieder im großen Sitzungssaal des Rathauses (Schloss/Eingang D) statt.