Fußball

Aschbach gewinnt das Derby gegen Affolterbach vor 400 Zuschauern

Aufsteiger SV Affolterbach hält beim TSV Aschbach dagegen, verliert aber in der Kreisliga A mit 1:3 (0:3). Das sagen die Trainer zu einem spannenden Derby. Der FSV Rimbach ist "beängstigend" gut.

Jubel beim TSV Aschbach: Das 3:0 gegen den SV Affolterbach war schon eine kleine Vorentscheidung. Foto: Philipp Reimer Fotografie
Jubel beim TSV Aschbach: Das 3:0 gegen den SV Affolterbach war schon eine kleine Vorentscheidung.

Aschbach. Es war ein gutes, spannendes Spiel vor großer Kulisse. Das sagt nicht nur Aschbachs Sprecherin Gabi Vetter. Im naheliegendsten Überwald-Derby der Fußball-Kreisliga A überhaupt besiegte am Freitagabend der heimische TSV Aschbach den SV Affolterbach mit 3:1.

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Joris Krämer (links) und Lenny Klage, der zweimal traf, feiern ihre Tore. Foto: Philipp Reimer Fotografie
Joris Krämer (links) und Lenny Klage, der zweimal traf, feiern ihre Tore.

So weit das nüchterne Ergebnis. Am Ende können beide Trainer mit Leistung und Einsatz ihrer Teams zufrieden sein: Thomas Baucsek (TSV Aschbach), weil das erste Heimspiel der Saison gewonnen wurde, und Sebastian Theobald vom Aufsteiger SV Affolterbach, weil sein Team ein gutes Spiel gemacht hat. Für ihn war es „ein bitterer Spielverlauf“. Aschbach brachte enormes Tempo ins Spiel. Schon in der ersten Minute gab es einen Warnschuss von Dylan Bräse. Dann durfte sich der TSV gleich belohnen. Nach 25 Minuten stand es 3:0. Lenny Klage gelang ein Doppelschlag in der 10. und 11. Minute, mit einem Schuss von der Strafraumkante und weil er einen Abwehrfehler zu nutzen vermochte. Dann setzte Joris Krämer mit einem Schuss aus 20 Metern zum 3:0 nach.

Gäste treffen die Latte

Affolterbach hatte Pech. Daniel Konstantinov traf bereits in der 8. Minute nach Flanke von Nino Sattler nur die Latte. In der 29. Minute war es Sattler, der am Gehäuse scheiterte. Und zwei Minuten später glänzte Aschbachs Torhüter Jan Pfeifer erstmals mit einer Rettungsaktion gegen Konstantinov. Davon sollten bis in die Nachspielzeit hinein noch jede Menge folgen. Baucsek beschreibt diese Phase so: „Aschbach dominierte in der ersten Hälfte das Spiel, war effizient in der Chancenverwertung, hatte aber auch Glück.“

Bereits zu Ende der ersten Halbzeit schaltete Aschbach zwangsläufig auf den Verwaltungsmodus um. In der zweiten Hälfte machte Affolterbach dann ein sehr gutes Spiel. Das liegt aus Sicht der Aschbacher auch an der frühen verletzungsbedingten Auswechslung von Anas Sanori, an weiteren Ausfällen und natürlich auch an der gelb-roten Karte für Miguel Mauricio in der 80. Minute. Ab hier spielte der TSV noch zu zehnt. Das zeigt aber auch, wie intensiv Aschbach verteidigte. Die engagierten Gäste konnten sich nur noch einmal belohnen: In der 57. Minute traf Konstantinov mit einem Freistoß aus 25 Metern zum 3:1. Die Dramatik unterstreichen zwei weitere Glanzparaden von Pfeifer in der Nachspielzeit bei strammen Schüssen von Leo Trautmann und Marlon Rettig.

TSV Aschbach: Pfeifer; Mauricio, D. Bräse, Raabe, Krämer (82. Liedtke), L. Bräse, Oberle (63. Hirschhausen), Klage (46. D. Vetter), Sanori (35. L. Fleischer), Sener, Güzel (72. Shabrak).

SV Affolterbach: Krause; M. Rettig, Leon Eckert, Marcel Eckert, Gölz, Trautmann, Benedict Steffan, Jakob Steffan, Konstantinov, Schäfer, Sattler; eingewechselt: Maaß (59.), Ph. Rettig (59.), Gül (64.), Bender (78.).

Tore: 1:0, 2:0 Klage (10., 11.), 3:0 Krämer (25.), 3:1 Konstantinov (57.).

Zuschauer: 400. - Beste Spieler: Pfeifer, Klage, Raabe/Konstantinov, Sattler, Schäfer.

FSV Rimbach siegt in Hofheim

Zumindest bis zur 45. Minute war es schon „beängstigend gut“, was der FSV Rimbach beim FV Hofheim abgeliefert hatte. Nach dem 6:0-Sieg in der Fußball-Kreisliga A gegen Hambach letzte Woche führte der FSV in der ersten Halbzeit bei den stark eingeschätzten Hofheimern bereits mit 3:0. Patrick Feller legte mit seinem zweiten Tor in der zweiten Hälfte zur letzten Beruhigung noch einen drauf, bevor Hofheim gegen Ende hin zu seinen Gegentreffern kam. Am Ende siegte Rimbach verdient mit 4:2 Toren.

Da braucht es Trainer Marcel Reibold bei aller Bescheidenheit nicht bange zu sein: „In der letzten Saison haben wir dort noch hoch verloren. Jetzt stehen wir nach zwei Spieltagen an der Tabellenspitze.“ Auch die Art und Weise, wie die Tore herausgespielt worden sind, stimmt zuversichtlich. Nach einem sehr gut platzierten Fernschuss von Timo Spies fielen die folgenden Treffer von Patrick Feller und Darius Zielonkowski über gut durchdachte Kombinationen mit dem ehemaligen Spielertrainer Amir Duric sowie über Zielonkowski und Robin Hechler.

Auch beim 4:0 aus Rimbacher Sicht hatte Duric klug auf Feller aufgelegt. Dem 1:4 durch Christoph Braun ging ein exakter Pass voraus. In der 89. Minute verwandelte Lukas Scholl einen Handelfmeter zum 2:4. Ärgernis war ein grobes Foulspiel von Marlon Mitsch gegen Hechler in der Nachspielzeit. Dafür sah Mitsch die rote Karte.

FSV Rimbach: Kouvaras; Plücker, Proyer (61. Olejniczak), L. Ginader, Spies (57. Neumann), R. Hechler, Feller, Duric, Darius Zielonkowski (65. Weis), Janis Zielonkowski (54. Ph. Klische), Chr. Kohl (65. M. Kohl).

Tore: 0:1 Spies (16.), 0:2 Feller (43.), 0:3 D. Zielonkowski (43.), 0:4 P. Feller (72.), 1:4 Braun (74.), 2:4 Scholl (89., HE).

SC Rodau - FC Ober-Abtsteinach 1:1 (1:1)

Nach dem Spielverlauf beim SC Rodau kann der FC Ober-Abtsteinach nicht ganz zufrieden mit dem Punktgewinn, mit dem 1:1 sein, wie den Worten vom Sportlichen Leiter Sebastian Trenkwald zu entnehmen ist. In Hälfte eins war der FCO die klar überlegene Elf, musste aber ein Gegentor von Florian Mitsch nach einem langen Ball entgegennehmen. Beim Anrennen auf den Ausgleich vergab der FCO unter anderen mit Lukas Fath, Marcel Rothermel oder Tolga Erak beste Chancen, weshalb sich Rodaus Torwart Harald Bauer eine Bestnote verdiente. Kurz vor dem Habzeitpfiff war es aber so weit: Ein von Schiedsrichter Veli Mutlu unverständlicherweise aus dem Strafraum nach außerhalb verlegtes Vergehen verwandelte Björn Hoppe mit Augenmaß per Freistoß an der Mauer vorbei zum 1:1. Das war nicht die einzige Entscheidung, die beiden Mannschaften, so Trenkwald, missfiel. In der Schlussminute wäre der FCO zum Siegtreffer gekommen. Maximilian Gärtner trat die Ecke der eingewechselte Spielertrainer Schörling beförderte den Ball per Kopf ins Tor. Mutlu erkannte den Treffer wegen Stürmerfouls jedoch nicht an. Zwei Rodauer behinderten sich gegenseitig.

FC Ober-Abtsteinach: S. Roth; Hintenlang, B. Hoppe, Mc Cool (80. Jaap), P. Stang (70. Staier), Fath (75. Schörling), R. Oberle, Erak, Rothermel, Gärtner, D. Reinhard (46. Krapp).

Tore: 1:0 Fl. Mitsch (8.), 1:1 B. Hoppe (45.). mk