Hopping Holger

Danke, liebe Aussies!

Holger Giebel aus Fürth besuchte in Australien einige Spiele der Fußball-WM der Frauen. Nach dem deutschen WM-Aus hat er auch seine Koffer gepackt. Ein Resümee.

Holger Giebel vor der Skyline in Brisbane. In der australischen Großstadt endete am vergangenen Donnerstag der deutsche WM-Traum. Foto: Holger Giebel
Holger Giebel vor der Skyline in Brisbane. In der australischen Großstadt endete am vergangenen Donnerstag der deutsche WM-Traum.

Der Australien-Trip ist für mich beendet. Ebenso wie für deutsche Mannschaft. Hinter mir liegen aber zwei ereignisreiche, unterhaltsame und eindrucksvolle Wochen in einem Land, das mir bislang noch unbekannt war, das ich aber in dieser Zeit in mein Herz geschlossen habe.

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Ich kam als Groundhopper, um bei der Fußball-Weltmeisterschaft der Frauen einige Stadien meiner Sammlung hinzuzufügen und ein wenig Urlaub zu machen. Ich gehe nun als großer Fan der Aussies und empfinde eine gewisse Traurigkeit, dass die Zeit wie im Flug vergangen ist.

Begeisternde "Matildas"

Ich habe eine Fußballbegeisterung in Australien erlebt, obwohl der „Soccer“ nicht die Sportart Nummer eins Down Under ist. Rugby, Cricket und Australian Football sind deutlich angesagter. Doch ich habe praktisch eine ganze Nation erst zittern sehen, als die „Matildas“, wie die Australier ihre Fußballerinnen liebevoll nennen, ihr zweites Vorrundenspiel gegen Nigeria mit 2:3 verloren und plötzlich das Vorrundenaus drohte, da mit Olympiasieger Kanada im letzten Gruppenspiel ein mächtiger Gegner wartete.

Sieben neue "Grounds" hat Holger Giebel in den vergangenen zwei Wochen seiner "Stadionsammlung" hinzugefügt. Foto: Holger Giebel
Sieben neue "Grounds" hat Holger Giebel in den vergangenen zwei Wochen seiner "Stadionsammlung" hinzugefügt.

Aber ich habe dann auch quasi das gesamte Land in riesiger Freude erlebt, als Kanada mit 4:0 überragend vom Platz gefegt und damit der Einzug in die K.o.-Runde klargemacht wurde.

Erstklassige Organisation

Organisatorisch war das Ganze erstklassig. Die zentral gelegenen Stadien waren perfekte Austragungsorte, die Abläufe beim Einlass waren schnell und routiniert, selbiges galt für die Versorgungsstände. Und dies alles mit der für Australien typischen Freundlichkeit und Gelassenheit.

Als Gastgeber hat sich das Land jedenfalls bestens bewährt. Die Stadien waren allesamt auf neuestem Stand und auch architektonisch interessant. Das Herz eines Groundhoppers schlägt nun einmal immer höher, wenn es keine 08/15-Arenen sind, die von außen auch ein Baumarkt sein könnten.

Sieben Stadien in zwei Wochen

Aber auch neben den großen Stadien hat Australien interessante kleinere Spielorte zu bieten, weshalb sich das Land fürs Groundhopping lohnt. Spiele gibt’s genügend, ähnlich wie bei uns.

Sieben neue "Grounds" hat Holger Giebel in den vergangenen zwei Wochen seiner "Stadionsammlung" hinzugefügt. Foto: Holger Giebel
Sieben neue "Grounds" hat Holger Giebel in den vergangenen zwei Wochen seiner "Stadionsammlung" hinzugefügt.

Ich habe in den zwei Wochen sieben neue Stadien gesammelt, habe meinen 18. Länderpunkt klargemacht und die Gesamtzahl meiner Grounds somit auf 434 gesteigert, habe (rekonstruierbar) 1045 Spiele von den Rängen gesehen. Die deutschen Frauen mischten dabei insgesamt zwölfmal mit.

Äußerst positive Erinnerungen

Daheim steht jetzt das Hochladen von Bildern auf meiner Facebook-Seite Stadionsammler an. Eine Arbeit, die mich noch mal in Erinnerungen schwelgen lassen wird. Und die waren äußerst positiv. Das Vorrundenaus der deutschen Fußballerinnen thematisiere ich hier bewusst nicht mehr.

Sieben neue "Grounds" hat Holger Giebel in den vergangenen zwei Wochen seiner "Stadionsammlung" hinzugefügt. Foto: Holger Giebel
Sieben neue "Grounds" hat Holger Giebel in den vergangenen zwei Wochen seiner "Stadionsammlung" hinzugefügt.

Ich freue mich auf meine nächste Groundhopperreise ins Ausland – wo auch immer die mich hinführen wird. Aber Australien zu toppen, wird nicht einfach. Danke, liebe Aussies, für die wunderbare Zeit.