Basketball

HepRim feiert historische Basketball-Saison: Doppelaufstieg und Nachwuchsboom

Die Basketball-Kooperation von TG Rimbach und TV Heppenheim entwickelt sich zum Erfolgsmodell: Beide Herrenteams steigen auf und die Jugend wächst rasant. Doch das ist längst nicht alles: HepRim stellt sich breit auf.

Die erste Basketballmannschaft der Kooperation TV Heppenheim/TG Rimbach ist in die Bezirksliga aufgestiegen. Foto: privat
Die erste Basketballmannschaft der Kooperation TV Heppenheim/TG Rimbach ist in die Bezirksliga aufgestiegen.

Rimbach/Heppenheim. „Es war die erfolgreichste Saison unserer Basketballer, seit wir denken können.“ Eleni Mitrakev, zuständig für die Korbjäger der TG Rimbach, und Armin Mathießen, Basketball-Abteilungsleiter des TV Heppenheim (TVH), können nach der Spielzeit eine äußerst positive Bilanz ziehen: Die Herren 1 sind verlustpunktfrei in die Bezirksliga durchmarschiert, und auch den Herren 2 gelang der Aufstieg. Sie spielen nun in der B-Klasse. Doch damit nicht genug. Seitdem die Rimbacher eine Kooperation mit dem TVH eingegangen sind, erleben beide Vereine einen großen Zuwachs in der Jugend: „Die Zulaufzahlen sind unglaublich.“

Kooperation als Erfolgsmodell

Zurückzuführen sind die Erfolge der Herren und der Zustrom an Kindern und Jugendlichen maßgeblich auf die Kooperation der beiden Vereine. Im vergangenen Jahr haben sich beide Vereine zunächst im Bereich der männlichen Jugendteams und bei den Herren zusammengetan, die Mannschaften laufen seitdem unter dem Namen „HepRim“ auf. Mittlerweile wurde die Zusammenarbeit beider Vereine auf alle Altersklassen im männlichen und weiblichen Bereich ausgedehnt. Die Jugendlichen sind alle bei der TGR gemeldet, die Erwachsenen beim TVH. Trainiert wird abwechselnd in Heppenheim und Rimbach.

Warum wurde diese Kooperation zur Win-Win-Situation für beide Vereine? „Sie bietet viele Vorteile“, sagen die beiden Hauptverantwortlichen. Durch das Mehr an Spielern können in der kommenden Saison ab der Altersklasse U10 in jeder Altersklasse zwei Teams gemeldet werden. „Das hat so viel Mehrwert, das ist fast unbezahlbar“, sagen die beiden und erklären auch gleich, wieso das so ist: Je mehr Kinder im Training sind, desto besser kann man diese aufteilen – etwa die zusammenfassen, die in ihrer basketballerischen Entwicklung schon weiter oder ambitionierter sind.

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Doppelaufstieg im Herrenbereich

Ganz besonders ausgezahlt hat sich die Zusammenarbeit bisher im Herrenbereich – das war auch der Auslöser für die Kooperation. Gemeinsam hat man ein viel größeres Spielerpotenzial. In den vergangenen Jahren sei es bei beiden Vereinen „eher so dahin geplätschert“. Man habe zu wenige Spieler gehabt, konnte nichts aufbauen. Das ist jetzt anders: „Die Guten gehen nicht mehr weg“, erklärt Matthießen. Und so konnten die Coaches Vassili Adamoudis und Mike Bowers aus den Vollen schöpfen. „Wir hatten gehofft, dass das Team aufsteigt, aber dass es so gut läuft, damit haben wir nicht gerechnet“, so Mitrakev. Die Heimspiele finden abwechselnd in Heppenheim und Rimbach statt.

Im Jugendbereich hat die männliche U16 I zum ersten Mal Landesliga gespielt und unter etablierten Teams auf Anhieb den dritten Platz erreicht. Demnächst starten die Qualifikationen für die Landesliga für die männliche U16 und U18 für die bevorstehende Saison.

Starker Zulauf bei den Mädchen

Und dann gab es noch unerwartet Zuwachs im weiblichen Jugendbereich: Alle Mädchen (rund 30) des VfL Bensheim wechselten – in Absprache mit den Bensheimern – nach Heppenheim/Rimbach. Davon werden auf kurz oder lang auch die Damenteams profitieren. Summa summarum nehmen in der kommenden Saison 20 Mannschaften am Spielbetrieb teil, darunter drei Herren- und drei Damenteams. Während der abgelaufenen Spielzeit machten die Damenteams beider Vereine noch getrennte Sache. Die ersten Damen des TVH feierten den Aufstieg in die Oberliga. Nun ziehen auch die weiblichen Mannschaften an einem Strang.

Mehr Teams brauchen mehr Trainer

Mehr Kinder und Jugendliche im Training, das bedeutet auch, dass mehr Coaches benötigt werden. Die Vereine haben gerade erst Celina Neumann, Simeon Mitrakev, Jakob Walter, Matheo Kerjes, Benedikt Wagner und Samuel Wagner die D-Trainer-Ausbildung finanziert. Simeon Mitrakev und Benedikt Wagner absolvieren demnächst auch noch den C-Trainer-Lehrgang. Im Sommer ist in Heppenheim/Rimbach zudem ein Minitrainer-Lehrgang geplant. Es werden dringend weitere Coaches für alle Altersklassen gesucht. Auch solche ohne Trainerschein.

Camps, Turniere und Schul-AGs

Was gibt es noch? Zum zweiten Mal konnte ein FSJler für die Basketball-Abteilung gewonnen werden – beide Vereine teilen sich die Kosten. Vom 4. bis 6. Juni wird in Rimbach ein Jugend-Basketballcamp mit über 70 Teilnehmenden veranstaltet, das bereits ausgebucht ist. Im August (22./23. August) findet in Rimbach ein großes Turnier statt für die Altersklassen U14 bis U18, ein weiteres für die U10 und U12 ist für Oktober geplant. Die Spiele in der Heppenheimer Nibelungenhalle können nun über YouTube gestreamt werden (Link auf der Homepage). Die Kooperation mit den Frankfurter Skylines läuft weiter erfolgreich.

Es laufen sieben Schul-AGs; in beiden Orten bieten die Basketballer Angebote bei den Ferienspielen an. Erste spielerische Erfahrungen mit dem Basketball können in der Heppenheimer Nibelungenhalle übrigens bereits Kinder ab drei Jahren machen.

Nähere Informationen zu Trainingszeiten und mehr gibt es auf den Homepages der Vereine: basketball-heppenheim.de und tgrimbachbasketball.de.