Fußball

Hessenliga: Unter-Flockenbacher Blackout gegen Hünfelder SV

Nach der bitteren 2:4-Heimniederlage gegen den Hünfelder SV sucht der Aufsteiger nach Antworten. Fakt ist: Der SV Unter-Flockenbach leistet sich zu viele Fehler.

Der SV Unter-Flockenbach (hier Max Djouendjeu Kougang beim Kopfball) ging gegen den Hünfelder SV zweimal in Führung und verlor am Ende doch mit 2:4. Foto: Ernst Lotz
Der SV Unter-Flockenbach (hier Max Djouendjeu Kougang beim Kopfball) ging gegen den Hünfelder SV zweimal in Führung und verlor am Ende doch mit 2:4.

Der SV Unter-Flockenbach hatte sich für das Heimspiel am Samstag gegen den Hünfelder SV ganz viel vorgenommen. Drei Punkte sollten endlich her. Am Mittwoch hatte es gegen die U21-Mannschaft von Darmstadt 98 knapp nur zu einem Punkt gereicht. Diesmal sollte der Knoten platzen. Aber er tat es nicht. Der Aufsteiger wartet auch nach dem fünften Spiel in der Fußball-Hessenliga auf den ersten Dreier. Die Mannschaft des Trainerduos Dalio Memic/Nico Hammann verlor vor 200 Zuschauern mit 2:4 (1:1).

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„Das ist verdammt bitter gewesen, wir haben sehr gut angefangen, sind gleich in den Zweikämpfen gewesen und zweimal in Führung gegangen“, sagte SVU-Kapitän Morris Nag, der weiter betonte: „Warum wir dann aber innerhalb von zehn Minuten völlig den Faden verlieren, ist mir ein totales Rätsel.“ Auch Coach Dalio Memic war niedergeschlagen: „Dass wir dieses Spiel verloren haben, ist wieder richtig unnötig gewesen. Wir haben erneute Gegentreffer bekommen, die darfst du nicht bekommen.“ Noch ist der Neuling offenbar zu grün hinter den Ohren.

Dabei begann die Partie richtig gut. Schon nach acht Minuten gelang Leon Gelzenlichter die 1:0-Führung. Doch nur 60 Sekunden später verwandelte Arnims Mulaj einen Foulelfmeter zum 1:1 (9.). „Der Gegentreffer kam viel zu schnell“, sagte Memic. An der Elfmeterentscheidung von Schiedsrichter Frederik Angermaier (Selters) an sich gab es nichts zu rütteln. „Den Strafstoß kann man geben“, fand Nag.

In der Folge hatte der SVU zwar mehr Spielanteile, doch es blieb beim 1:1. Die Gastgeber erwischten dann den besseren Start in den zweiten Durchgang. Lotfi Graidia traf nur 120 Sekunden nach Wiederanpfiff zum 2:1 (47.). Es schien, als könne man die Partie in den Griff bekommen. Doch dann hatte der Aufsteiger einen Blackout. Die Hünfelder drehten innerhalb von vier Minuten die Partie. Maximilian Fröhlich egalisierte zunächst zum 2:2 (57.). Kurz darauf gelang Dennis Müller das 3:2 (61.). Die Unter-Flockenbacher zeigten sich durch den Doppelschlag gestockt. Erneut nur vier Minuten später markierte Fröhlich sogar noch das 4:2 (65.). Die SVU-Akteure versuchten in der Schlussphase noch einmal alles, aber es gelang nichts mehr.

Somit belegt der Aufsteiger mit zwei Punkten nach fünf Spielen nur den drittletzten Tabellenrang. „Natürlich sind wir enttäuscht, wir hatten uns gegen Hünfeld so viel vorgenommen, aber leider haben wir zu viele Fehler gemacht“, sagte Memic. „Ich kann mir das nicht erklären“, sagte Kapitän Nag und machte klar: „Die Trainingseinheiten sind immer sehr gut, gerade nach dem Spiel unter der Woche war ich wirklich davon überzeugt, dass es mit einem Sieg bei dieser idealen Stimmung zu Hause mit dem ersten Saisonsieg auch klappen würde. Wir haben jetzt wirklich einige Dinge, die wir aufarbeiten müssen, die Enttäuschung nach dieser Niederlage ist doch riesengroß.“ Fakt ist: Das in der Verbandsliga so erfolgsverwöhnte Team durchlebt in der Ära des Trainerduos Memic/Hammann seine erste große Krise. „Für die Mannschaft ist so eine lange Negativserie neu, für uns Trainer ist das neu. Da müssen wir nun durch, alle gemeinsam“, sagte Memic. Die nächste Partie steigt am Sonntag beim TuS Hornau. Der ist noch schlechter gestartet. Hornau verlor am Wochenende bei Eintracht Stadtallendorf, hat nur einen Punkt nach vier Spielen.

SV Unter-Flockenbach: Lawall - Heckhoff (89. Borgenheimer), Unrath, Butscher (90. Cermjani), Kougang (66. Chatzigiannakis), Kamuff, Gelzenlichter (73. Arthee), Nag Arikan, Graidia (79. Kaiser), Hebling. Tore: 1:0 Gelzenlichter (8.), 1:1 Mulaj (Foulelfmeter, 9.), 2:1 Graidia (47.), 2:2 Fröhlich (55.), 2:3 Müller (61.), 2:4 Fröhlich (65.).

Beste Spieler: geschlossene Leistung auf beiden Seiten. Zuschauer: 200. bol