Kreisliga A: Mörlenbach dezimiert sich immer mehr
Der VfR Fehlheim II wird beim 2:0-Sieg in Mörlenbach seiner Favoritenrolle gerecht. Aschbach kann zu Hause nicht mehr gewinnen und der SV Lörzenbach hat etwas zu feiern.
Die Überlegenheit des VfR Fehlheim II in der Fußball-Kreisliga A musste auch der SV/BSC Mörlenbach im Heimspiel am Donnerstagabend anerkennen. Das Spiel ging mit 0:2 verloren.
Bei einem durch Verletzte und jetzt auch durch Corona-Kranke ohnehin dezimierten Kader muss das Team von Spielertrainer Riza Aydogan einmal mehr auf Dominik Kießler verzichten, der nach einer Verletzungspause gerade wieder dazugestoßen war. Nach einem „Frustfoul“, so beschrieb es Sprecher Helmut Baumgärtner, bekam er eine Zeitstrafe ausgesprochen. Er beschwerte sich und sah daraufhin Rot. Dagegen räumte SV/BSC-Torjäger David Knapp in einer anderen Szene ehrlicherweise ein, gefallen, aber nicht gefoult worden zu sein. Dabei fiel im Gegenzug in der 71. Minute das 2:0 für den VfR II mit einem 20-Meter-Knaller in den Winkel durch Sinan Schuchmann.
Das 1:0 für eine spielerisch überlegene Elf erzielte Smajil Sadic in der 37. Minute. Der Schuss schien haltbar, wie Baumgärtner bemerkte. In einer an Chancen armen Partie musste später noch Leon Renzland verletzt ausgewechselt werden, der sich zumindest bei Standards hervortat und die wenigen, aber nicht zwingenden Chancen für Knapp vorbereitet hatte. Insgesamt stellte Baumgärtner dem SV/BSC-Team ein gutes Zeugnis aus, was Wille und Kampfbereitschaft betrifft. Das macht ihm Hoffnung auf die nächste Heimpartie am Sonntag, 15 Uhr, gegen den FV Hofheim: „Wir wissen zwar nicht, wer zur Verfügung steht. Doch sollte dieser Gegner etwas einfacher zu bespielen sein.“ Schließlich soll in Mörlenbach wieder mal ein Heimsieg her.
SV/BSC Mörlenbach: Conte; Fries, Aydogan, Robin Renzland, Knapp, Steffey, Leon Renzland (58. Thaller), Kießler, Cakir, Laick, Julian Goderbauer.
Tore: 0:1 Sadic (37.), 0:2 Schuchmann (71.)
Zuschauer: 85. - Beste Spieler: Aydogan, Fries, Cakir / Ramonas, Stefanov, Schuchmann. Rote Karte für Dominik Kießler (74., SV/BSC) nach Zeitstrafe und Meckern.
TSV Aschbach - Starkenburgia Heppenheim 1:3 (0:2)
Für den TSV Aschbach war dies ein Tag zum Vergessen. Gegen Starkenburgia Heppenheim setze es die dritte Niederlage im dritten Heimspiel. Sprecher Bruno Bihn kommentierte es so: „Die Gäste waren von Trainer Christian Schmitt gut eingestellt. Sie wussten genau, wie sie in Aschbach aufzutreten haben.“
Früher Rückstand
Dabei lief auf Aschbacher Seite einiges schief. Der frühe 0:1-Rückstand war die Folge eines Eigentors bei einem Klärungsversuch. Das 0:2 folgte schnell durch ein Tor von Astrit Kryeziu, der sehr gut von Markus Wohlfeil angespielt worden war. Zu allem Übel musste sich Aschbachs Trainer Thomas Baucsek angeschlagen noch selbst auswechseln. Das entscheidende 0:3 fiel gleich nach der Pause durch einen Distanzschuss von Nils Wadowski. Bei Aschbach hütete zu diesem Zeitpunkt wieder Jan Pfeifer das Tor. Er wurde für den angeschlagenen Jan Philipp Wagner eingewechselt und machte seine Sache trotz der schweren Verletzung von vor zwei Wochen wieder gut, wie Bihn bemerkte. Der Pausenvortrag von Baucsek hatte Wirkung gezeigt. Der TSV entwickelte mehr Druck. Zu mehr als zum 1:3 durch Marius Strauch hat es nicht gereicht. Dylan Bräse hatte sich auf der linken Seite durchgesetzt und passgenau für Strauch nach innen gespielt: „Das macht Hoffnung“, so Bihn.
Beim Favoriten Rimbach am Sonntag (15 Uhr) erwartet er ein anderes Spiel. So ist wahrscheinlich das junge Talent Alexander Krapp wieder dabei. Tobias Jäger hatte sich nach seiner Einwechslung als fit erwiesen. Und auch Jan Schörling könnte schon zum Kader gehören.
TSV Aschbach: J. Ph. Wagner (46. J. Pfeifer); Walz, Dylan Bräse, Florian Wagner, N. Weihrauch, Raabe, Strauch, Rettig, Nils Helfrich, Baucsek (43. Jäger), Lennox Bräse (53. Darwish).
Tore: 0:1 Eigentor (7.), 0:2 Kryeziu (19.), 0:3 Wadowski (47.), 1:3 Strauch (66.).
Zuschauer: 70. - Beste Spieler: keine / Samstag, J. Schuchmann, Widera.
SG Nordheim/Wattenheim - SV Lörzenbach 0:4 (0:3)
„Wie Balsam auf die geschundene Seele“ war für Lörzenbachs Zweiten Vorsitzenden Mirco Tremper der hohe 4:0-Sieg bei der SG Nordheim/Wattenheim im Bibliser Pfaffenaustadion – der erste Saisonsieg überhaupt. Dabei räumt er ein, dass sein SV Lörzenbach am Anfang bange zehn Minuten bei einem druckvoll aufspielenden Gegner überstehen musste, der durchaus hätte in Führung gehen können.
Doch nach etwa 15 Minuten hat der SVL das Spiel kontrolliert. Mit dem 0:1 durch Tim Krauß in der 17. Minute kehrte Ruhe ein. Überhaupt glänzten bei den diesmal von Marcel Kilian betreuten Gästen Tim Krauß und Dean Hebling durch traumhaftes Zusammenspiel. In der Pause führte Lörzenbach bereits mit 3:0. Hebling bereitete das 0:1 vor, Krauß revanchierte sich beim 0:2 durch Hebling und beim 0:3 spritzte Hebling in einen Abspielfehler der SG NoWa hinein. Zum 4:0 schlug der eingewechselte Kevin Hiller die Flanke für Tim Krauß, der den Ball druckvoll ins lange Eck weiter geleitet hat. Mit dieser Leistung ist Mirco Tremper auch vor dem s Auswärtsspiel bei der bisher verlustpunktfreien SG Lindenfels/Winterkasten auf dem schweren Geläuf in Winterkasten (Sonntag, 15 Uhr) nicht bange: „Wir rechnen uns auch dort etwas aus.“
SV Lörzenbach: Tob. Pfeifer; Ripper, Mades, Elias Kilian, Ferch, Hebling (65. Hiller), Nikolaus Kilian, Krauß, Schwarz (75. Hölzing), Frei, Adler.
Tore: 0:1 Krauß (17.), 0:2, 0:3 Hebling (29., 43.), 0:4 Krauß (84.).
Zuschauer: 60. - Beste Spieler: Fleischhacker, Metz / D. Hebling, T. Krauß, Elias Kilian. mk