Fußball
Kreisliga A: SV Lörzenbach hat zwei neue Innenverteidiger
Der SV Lörzenbach verstärkt sich für den Aufstiegskampf. Und auch von den Langzeitverletzten und Trainer Ron Hachenberger gibt es gute Nachrichten.
„Die Mannschaft hat eine starke Hinrunde gespielt“, unterstreicht Ron Hachenberger, Trainer des SV Lörzenbach, der in der Fußball-Kreisliga A als Tabellenzweiter überwintert. Das war zu Saisonbeginn so nicht zu erwarten, denn der Abstieg aus der Kreisoberliga in der Relegation hatte doch tiefere Wunden geschlagen, zudem gab es gleich mehrere Hiobsbotschaften in Form von schweren Verletzungen wichtiger Spieler.
Eine Konsequenz aus der misslichen Lage, die sich auch in einem Fehlstart mit nur einem Punkt aus den ersten beiden Begegnungen dokumentierte, war der Trainerwechsel von Jan Schörling zu Ron Hachenberger, den die Lörzenbacher nach dem zweiten Spieltag vornahmen. „Ich war schon ein bisschen erschrocken von der schlechten Stimmung, die in der Mannschaft herrschte“, sagt Hachenberger im Rückblick auf das erste Training unter seiner Leitung.
„Ich war schon ein bisschen erschrocken von der schlechten Stimmung, die in der Mannschaft herrschte“ - Ron Hachenberger
Doch der neue Coach konnte wie erhofft schnell die erforderlichen neuen Impulse setzen. „Die Trainingsbeteiligung wurde besser, die Jungs haben sehr gut mitgezogen und so wurde auch die Stimmung wieder besser“, erklärt er. Dazu kam, dass die Grün-Weißen dann mit dem 9:1 gegen Hachenbergers Ex-Club SC Rodau eine kleine Serie von sechs Siegen in Folge hinlegten. „Ich hätte gar nicht gedacht, dass es gleich so gut läuft.“
Serie schweißt zusammen
Diese Serie war mit ein Grund dafür, dass die Mannschaft wieder zusammenwuchs und mit großer Geschlossenheit auftrat. „Auch die beiden Niederlagen in Fehlheim und in Trösel haben uns nicht aus der Bahn geworfen“, hebt der Trainer hervor. Stattdessen folgte die nächste Serie, nach der 0:6-Klatsche bei der TG Jahn gab es vier Siege, die die Grün-Weißen schließlich auf den zweiten Tabellenplatz hinter dem souveränen Spitzenreiter SG Lindenfels/Winterkasten beförderte. Die beiden Höhepunkt der Vorrunde waren der 3:2-Kerwesieg im Derby gegen den FSV Rimbach, bei dem die Lörzenbacher einen 0:2-Rückstand in den letzten Minuten tatsächlich noch drehen konnten, und der 3:2-Erfolg beim TSV Aschbach, als der SVL aufgrund einer Corona-Welle mit dem letzten Aufgebot auflaufen musste.
Hachenberger weist darauf hin, dass diese positive Entwicklung trotz vieler personeller Probleme mit Verletzten und Erkrankten gelang. „Aber der Kader hat immer am Limit gespielt, mehr Ausfälle hätten es nicht sein dürfen“, macht er deutlich. Umso erleichterter ist er, dass sich in dieser Hinsicht in der Winterpause einiges getan hat. So gibt es zwei Neuzugänge, die die personellen Engpässe in der Abwehr beheben sollen.
Wogawa kommt vom FC Fürth
Mit Sebastian Brabandt hat ein ehemaliger Lörzenbacher nach vier Jahren den Weg zu den Grün-Weißen zurückgefunden. Er spielte zuletzt bei der SG Gronau. Und mit Johann Wogawa kommt ein weiterer gestandener Defensivmann dazu, der sich im November vom Kreisoberligisten FC Fürth trennte. „Sebastian ist sehr kopfballstark und mit Johann bekommen wir einen erfahrenen Spieler dazu, der viele Jahre Gruppenliga und Kreisoberliga gespielt hat. Die beiden werden uns in der Innenverteidigung bestimmt helfen“, freut sich der Coach über diese Verstärkung, zumal dann auch mit Niko Kilian einer der wichtigsten Leistungsträger aus der Abwehr wieder ins Mittelfeld aufrücken kann.
Langzeitverletzte zurück
Zudem kehren drei wichtige Langzeitverletzte in den Kader zurück. „Levin Ginader, Jan Landzettel und Niels Kubitza haben in der ersten Saisonhälfte keine Minute gespielt. Sie bringen viel Qualität mit und werden auch dazu beitragen, dass wir wieder einen gesunden Konkurrenzkampf bekommen. Wir hatten zwar ein gutes Tempo im Training, aber man hat doch gemerkt, dass der Kader sehr eng war“, erklärt der Trainer.
Deshalb war er froh, dass er auf die Spieler der zweiten Mannschaft und auf die A-Jugendlichen Nick Hölzing, Marvin Planicka und Mika Rettig zurückgreifen konnte. Und er hofft, dass es mit dem größeren Kader nun auch möglich sein wird, die zweite Garnitur beim Kampf um den Klassenerhalt in der Kreisliga C zu unterstützen. „Für mich ist es immer wichtig, dass der Durchlauf in beide Richtungen und nicht nur zur ersten Mannschaft hin geht.“
Ron Hachenberger verlängert
In der Vorbereitung wird er viel Wert auf die körperliche Verfassung seiner Truppe legen. „Da geht es bei mir immer sehr lauffreudig zu“, merkt er mit einem Schmunzeln an. Das gilt nun besonders, denn viele Spieler konnten in der Vorrunde aus den verschiedensten Gründen nicht regelmäßig trainieren und haben deshalb „noch viel Luft nach oben“.
Vor allem will er aber damit auch die Voraussetzungen schaffen, dass die Lörzenbacher bei der Vergabe der ersten beiden Plätze weiter mitreden können. „Wenn ich mir einmal eine Position erkämpft habe, will ich diese auch behaupten“, sagt er im Blick auf das Rennen um die Spitzenplätze. Angesichts der erfolgreichen Vorrunde haben die Lörzenbacher ihren Coach auch gleich für die folgende Saison verpflichtet. jün