Fußball

Kreisliga A: Trösel freut sich über Punkt in Mörlenbach

Der SV/BSC Mörlenbach kassiert noch den 2:2-Ausgleich im Heimspiel gegen die TG Trösel. Tabellenführer TSV Aschbach entscheidet das Spiel in Auerbach nach 30 Minuten. Dem FSV Rimbach kommt Kartenflut entgegen.

Die Mörlenbacher jubeln über das Tor von Dominik Kießler zum 2:0, doch die TG Jahn Trösel kam noch zu einem Unentschieden. Foto: Thomas Rittelmann
Die Mörlenbacher jubeln über das Tor von Dominik Kießler zum 2:0, doch die TG Jahn Trösel kam noch zu einem Unentschieden.

Mörlenbach. Zwei verschiedene Halbzeiten mit zwei verschiedenen Siegern und am Ende steht ein gerechtes Unentschieden. Im Odenwald-Derby der Fußball-Kreisliga A trennen sich der SV/BSC Mörlenbach und die TG Jahn Trösel 2:2. So sehen es auch die Beteiligten, die Trainer Thorsten Bartmann, Uwe Engert und Mörlenbachs Sprecher Helmut Baumgärtner.

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Nur bei den Einzelentscheidungen gab es vor allem von Mörlenbacher Seite Zweifel. Ein Elfmeterpfiff führte in der 88. Minute zu dem bis dahin dann verdienten 2:2-Ausgleich für die TG Jahn Trösel. Ole Schmitt und Paul Bartmann gaben sich ein Laufduell in den Strafraum hinein. Beide fielen hin, Schiri Mucha entschied auf Elfmeter. Ole Schmitt verwandelte. Er bekam von seinem Trainer Uwe Engert ohnehin Bestnoten für seinen Einsatz.

Glücklich für Trösel war dann, dass im Gegenzug ebenso ein Elfmeterpfiff fällig war. Dominik Arnold hatte Dominik Kießler gelegt. Doch der ansonsten so zuverlässige Julius Fries donnerte den Ball über die Latte. Das wäre der Sieg für Mörlenbach gewesen. Auch für den Anschlusstreffer zum 2:1 zeichnete Ole Schmitt verantwortlich. Nach einem langen Ball umkurvte er Torwart Salvatore Conte und schob ein. Hier meldeten die Mörlenbacher Zweifel wegen einer Abseitsposition an.

Die erste Halbzeit und die Zeit nach Wiederanpfiff gehörten den Gastgebern. In der 9. Minute erreichte David Knapp ein langer Ball. Er ging frei aufs Tor zu und schob souverän ein. In der 66. Minute trat Leon Renzland eine Ecke. Torwart Patrick Doering wurde von einem eigenen Mann behindert, der Ball kam zu Dominik Kießler, der zum 2:0 einnetzte. Trösel gab sich nicht auf, und machte weiterhin Dampf. Kommentar von Baumgärtner: „Mörlenbach hat sich das Spiel aus der Hand nehmen lassen. Der SV/BSC hätte den Vorsprung über die Runden bringen müssen.“

SV/BSC Mörlenbach: Conte; F. Laick (67. Y. Laick), Seltenreich, Fries, Lukas Goderbauer, Paul Bartmann, Simon Goderbauer, Knapp, Steffey (41. Hepp), Leon Renzland, Kießler.

TG Jahn Trösel: Doering; Jöst, Arnold, Häcker, Jarosch, Schmitt, Bölts, Grna, Schröter, Tomczyk, Gerhardt; eingewechselt: Sturm (46.), Maul Merino (77.), Rau (90 + 2).

Tore: 1:0 Knapp (9.), 2:0 Kiessler (66.), 2:1, 2:2 Ole Schmitt (75., 88., FE).

Zuschauer: 120. - Beste Spieler: Kießler, Bartmann, Conte / Schmitt, Sturm, Tomczyk.

TSV Auerbach II - TSV Aschbach 1:4 (0:4)

Nach 30 Minuten war die Begegnung von Tabellenführer TSV Aschbach bei der TSV Auerbach II entschieden. Bis dahin hatte Nick Weihrauch bereits drei Tore erzielt, lag Aschbach mit 4:0 in Front. Doch das war beileibe kein sonntäglicher Nachmittagsspaziergang, wie Aschbachs Sprecher Gerhard Sauerwein zu berichten wusste. Denn bereits in der 16. Minute sah Dylan Bräse die rote Karte. Da stand es noch 0:1. Das sei nach Aussage der Aschbacher allerdings auf einen Hörfehler zurückzuführen. Das Schimpfwort sei nicht aus dem Mund von Bräse gekommen, sondern von dessen Gegenspieler.

Der TSV Aschbach ließ sich nicht beirren, setzte nach. Nick Weihrauch verwandelte wenig später einen an ihm verschuldeten Foulelfmeter zum 0:2. Miguel Mauricio, der bereits nach Vorarbeit von David Minuth selbst das 0:1 erzielt hatte, arbeitete in der Folge Nick Weihrauch zu. So erzielte Weihrauch in der 23. Minute das 0:3. Beim 0:4 erkannte er, dass der Torwart zu weit vorm Kasten stand.

Doch die Auerbacher gaben sich nie auf. Zwischen der 25. und 35. Minute erspielten sie sich zahlreiche Chancen, bei denen sich Torwart Jan Pfeifer als Retter in der Not erwies. In Hälfte zwei bei klarer Führung beschränkte sich Aschbach dann auf Defensivarbeit, wofür es kollektives Lob von Sauerwein gab. Schließlich spielte man bis zur 78. Minute, bis zu einer Zeitstrafe für Mark Vrba mit einem Mann weniger. In der Nachspielzeit gelang Milon Eidmann für Auerbach doch noch ein Gegentreffer.

TSV Aschbach: Pfeifer; Fleischer, Dylan Bräse, N. Weihrauch, Raabe, Sanori, Helfrich, Jöst, Ferreira, Lennox Bräse, Minuth.

Tore: 0:1 Ferreira Mauricio (3.)., 0:2, 0:3, 0:4 Nick Weihrauch (19., FE, 23., 30.), 1:4 Eidmann (90 + 2).

Zuschauer: 75. - Beste Spieler: Söder, Kunert / N. Weihrauch, Pfeifer, Mauricio.

FSG Riedrode II - FSV Rimbach 3:3 (3:2)

Waren das hektische Minuten im Spiel der FSG Riedrode II gegen den FSV Rimbach. Für die Gastgeber setzte es ab der zweiten Halbzeit drei rote Karten aus unterschiedlichen Gründen. Doch der FSV, der sich nach eigener Führung in der ersten Halbzeit noch auf ein 2:3 herangekämpft hatte, konnte aus dieser Überzahl wenig machen. Rimbachs Sprecher Roland Rettig: „Das Tor von Riedrode war nach dem ersten Platzverweis wie zugenagelt. Die stellten sich alle hinten rein.“

Das war beim Stand von 3:2 ab der 53. Minute, als Slaven Kvasnovski wegen Beleidigung vom Platz musste. In der 67. Minute verletzte sich auch noch Riedrodes Torhüter Jannik Hüter, der bis dato bei guten Chancen der Rimbacher stark gehalten hatte, ohne Fremdeinwirkung. Es entstanden lange Diskussionen, ob Riedrode weiterspielen soll, weil kein Ersatztorwart zur Verfügung stand. Das kostete gut 13 Minuten. Schließlich ging Feldspieler Fabian Schuster ins Tor, der auch einmal gegen Christian Kohl toll parierte. So verrann die Zeit. In der fünften Minute der Nachspielzeit wurde bei Rimbach Jonas Keil eingewechselt. In der zehnten Minute fasste er sich ein Herz. Er zog aus fast 50 Metern ab, der Ball sprang auf, an den Innenpfosten und von dort zum 3:3 ins Tor. Ein mühsam erkämpfter Punkt.

Rettig bezieht das auch auf die gute Moral der Rimbacher, die angetrieben von Feller, Spies und Hechler nie aufsteckten: „Das 3:3 aber hätte viel früher fallen müssen.“ Bei Riedrode erwies sich der reaktivierte Sinisa Pitlovic als der erwartet gefährliche Torschütze.

FSV Rimbach: Kouvaras; Ph. Klische, Neumann (30. Weis), Ahmetovic (62. Sönmez), Chr. Kohl, Schimunek, Spies, R. Hechler, Feller, Alter, M. Kohl (90. + 5 J. Keil).

Tore: 0:1 R. Hechler (5.), 1:1 Pitlovic (7.). 2:1 Ille (22.), 3:1 Pitlovic (39.), 3:2 Feller (45.), 3:3 Keil (90. + 10).

Zuschauer: 100. - Beste Spieler: Pitlovic, Hüter Feller, Alter, Spies. Rote Karten für Slaven Kvasnovski (53., FSG) wegen Meckerns; Sinisa Pitlovic (83., FSG) wegen Nachtretens; Mario Basyoumi (FSG) wegen groben Foulspiels. mk