Fußball

Kreisoberliga: KSG Mitlechtern geht lieber auf Nummer sicher

In der Fußball-Kreisoberliga steht der vorletzte Spieltag an: Während oben alles entschieden ist, geht es im Abstiegskampf noch rund.

Levin Ginader feiert mit Yannick Schwarz (rechts) sein Tor zum 3:0-Endstand, Wald-Michelbachs Kapitän Yannic Beisel ist bedient. Für den SV Lörzenbach geht der Kampf um den Klassenerhalt beim TV Lampertheim in die vorletzte Runde. Bild: Fritz Kopetzky Foto: Fritz Kopetzky
Levin Ginader feiert mit Yannick Schwarz (rechts) sein Tor zum 3:0-Endstand, Wald-Michelbachs Kapitän Yannic Beisel ist bedient. Für den SV Lörzenbach geht der Kampf um den Klassenerhalt beim TV Lampertheim in die vorletzte Runde. Bild: Fritz Kopetzky

Wenn der frischgebackene Meister der Fußball-Kreisoberliga zu Gast ist, dann ist klar, dass die Trauben hoch hängen. Dennoch hofft die KSG Mitlechtern gegen die SG Odin Wald-Michelbach auf einen Punkt, um so auch die letzten theoretischen Zweifel am Klassenerhalt zu vertreiben. Diese Sorgen gibt es sowohl beim SV Unter-Flockenbach II als auch beim VfL Birkenau schon länger nicht mehr. Ziele gibt es aber dennoch. Beim SV Lörzenbach heißt das Ziel logischerweise Klassenerhalt. Dem möchte das Schlusslicht beim TV Lampertheim ein wenig näherkommen – und nebenbei hofft man auf die Patzer der Konkurrenz.

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KSG Mitlechtern - SG Odin Wald-Michelbach (Samstag, 15.30 Uhr): Dass Ronny Sauer mit seinen 42 Lenzen noch mal über die Bank für die KSG Mitlechtern zum Einsatz kommen würde, hätte er selbst nicht gedacht. „Dass dies der Fall war, sagt eigentlich alles über unsere personelle Situation aus“, sagt der KSG-Trainer, der möglicherweise auch gegen die SG Odin Wald-Michelbach vorsichtshalber einmal die Fußballschuhe bereitstellen wird.

Viele Ausfälle

Die Personalsituation hat sich nämlich nicht sonderlich gebessert. Zwar kommen Luca Knecht, Christian Bitsch und Clemens Kilian zurück, dafür müssen aber Felix Hohrein (krank) und Christian Tremper (private Gründe) passen.

„Es ist natürlich fast schon tragisch, dass ausgerechnet in einer solchen Situation der Meister zu uns kommt. Wir werden sehen, dass wir uns so gut wie möglich aus der Affäre ziehen“, macht Sauer klar. „Wir brauchen noch einen Punkt, denn wenn Biblis und Lampertheim beide Spiele gewinnen und wir beide verlieren sollten, dann stünden wir urplötzlich auf dem Relegationsplatz. Ich möchte nicht, dass sich das am Ende in Biblis entscheidet.“

Daniel Hahn, der Trainer der SG Odin, hätte hingegen nichts dagegen einzuwenden, wenn am Ende der Saison noch sechs Punkte mehr auf dem Konto stünden. „Dann hätten wir eine nahezu perfekte Runde gespielt“, sagt der Meistercoach, der sich sicher ist, dass seine Schützlinge auch nach dem errungenen Titel noch ehrgeizig genug sind, um auch dieses Vorhaben in die Tat umzusetzen.

Die Meisterschaft wurde freilich ausgiebig gefeiert. Einige Hartgesottene haben von Sonntag bis Montagfrüh im Sportlerheim gefeiert, um dann beim Frühschoppen bei der Affolterbacher Kerwe wieder mit denen zusammenzutreffen, die sich zwischenzeitlich doch einige Stündchen Schlaf gönnten. Am Dienstag gab es trainingsfrei. „Das haben sich die Jungs verdient“, betont Hahn. In Mitlechtern werden voraussichtlich alle Spieler der SG Odin an Bord sein. Die Feierlichkeiten in Wald-Michelbach werden übrigens weitergehen. „Nach dem letzten Spieltag ist noch etwas mit dem Vorstand und einigen Vereinslegenden in Planung“, verrät Hahn, dass der größte Erfolg der Vereinsgeschichte noch weiter gewürdigt werden soll.

SV Unter-Flockenbach II - VfL Birkenau (Samstag, 15.30 Uhr): Eigentlich hatte sich der SV Unter-Flockenbach II beim FV Biblis einiges vorgenommen. Doch ein personeller Engpass, der es sogar notwendig machte, dass angeschlagene Spieler aufliefen, und ein Gegner, dem anzumerken war, dass es für ihn noch um alles geht, machten den Talemern einen Strich durch die Rechnung. 4:2 hieß es letztlich zugunsten der Gastgeber.

Im Heimspiel gegen Birkenau wird es bei der Hessenligareserve personell vermutlich nicht besser aussehen, dennoch wünscht sich Trainer Alessandro Hoffmann ein anderes Gesicht von seiner Mannschaft: „Ich möchte die Runde anständig zu Ende bringen, zumal es in unserem letzten Saisonspiel noch gegen einen Nachbarn geht und wir ein Heimspiel haben. Ich verlange, dass jeder noch einmal alles raushaut. Danach sind fünf Wochen Pause, wo jeder machen kann, was er möchte, doch am Samstag zählt es noch mal.“

Der VfL Birkenau hat das spielfreie Wochenende dafür genutzt, bei einigen angeschlagenen Spielern Blessuren auskurieren zu lassen. Dennoch werden nicht alle mitwirken können. So befindet sich etwa hinter Philipp Klein ein Fragezeichen, der Adduktorenprobleme hat. Da aber eine Untersuchung noch aussteht, möchte VfL-Trainer Ludwig Brenner ihn eher nicht einsetzen und die Diagnose abwarten: „Hier ein Risiko einzugehen, bringt überhaupt nichts.“

Nachdem die Spenglerswälder in dieser Saison schon früh einen Haken hinter den Abstieg machen konnten, gibt es aber dennoch ein Ziel, das sie sich gesteckt haben. „Wir wollen noch die 40-Punkte-Marke knacken. Wenn uns das gelingt, dann wäre die Saison sehr erfolgreich verlaufen“, hofft der Coach. Bislang hat der VfL 38 Punkte gesammelt.

TV Lampertheim - SV Lörzenbach (Samstag, 15.30 Uhr): Vielleicht war der jüngste 3:1-Erfolg des SV Lörzenbach gegen Eintracht Wald-Michelbach II überlebenswichtig für den Tabellenletzten. Da die Konkurrenten vom FV Biblis auch gewannen, blieb der Abstand gleich, der sich im Falle einer Niederlage auf vier Punkte erhöht hätte. „Es war ein absolut verdienter Sieg. Wir haben ein sehr gutes Spiel abgeliefert und uns endlich mal für den Aufwand belohnt“, sagt Spielertrainer Jan Schörling.

Kneißl ist beruflich verhindert

Maßgeblichen Anteil hatte mit zwei Toren Ex-Profi Sebastian Kneißl, der jedoch in Lampertheim nicht zur Verfügung stehen wird, da er beruflich verhindert ist. Auch ansonsten gibt es beim SVL einige Fragezeichen. „Wir haben noch einige Angeschlagene, bei denen wir hoffen, dass wir sie fit bekommen. Andere sind über das verlängerte Wochenende in Urlaub“, so Schörling, der dennoch hofft, etwas Zählbares aus der Spargelstadt mitzunehmen. gie

„Für uns sind es alles Endspiele, weshalb wir auch dort auf Sieg gehen werden. Wir hoffen natürlich auch, dass unsere Konkurrenz Punkte lässt, sodass der Druck auch bei ihnen wächst und nicht komplett bei uns ist.“ gie