Fußball

Kreisoberliga: Schafft der SV Lörzenbach den Klassenerhalt?

Der SV Lörzenbach hat in der Fußball-Kreisoberliga den Klassenerhalt vor dem letzten Spieltag wieder in der eigenen Hand, aber die SG Unter-Abtsteinach wird nichts schenken.

Das Hinspiel gewann die SG Unter-Abtsteinach (hier links Vladimir Georgiev im Zweikampf mit Levin Ginader) gegen den SV Lörzenbach 6:0. Bild: Ernst Lotz Foto: ZIP Import
Das Hinspiel gewann die SG Unter-Abtsteinach (hier links Vladimir Georgiev im Zweikampf mit Levin Ginader) gegen den SV Lörzenbach 6:0. Bild: Ernst Lotz

Zwei weitere Odenwälder könnten die Lörzenbacher aus der Ferne unterstützen, denn sie haben es mit der unmittelbaren Konkurrenz im Tabellenkeller zu tun: Meister SG Odin Wald-Michelbach will gegen die SG Azzurri/Olympia Lampertheim siegen, die Nachbarn von der KSG Mitlechtern möchten durch einen Erfolg bei Schlusslicht FV Biblis möglichst das Derby gegen Lörzenbach auch für die kommende Saison sichern. Lediglich um einen positiven Saisonausklang geht es beim VfL Birkenau, de SV Fürth und Eintracht Wald-Michelbach II.

Newsletter

Holen Sie sich den WNOZ-Newsletter und verpassen Sie keine Nachrichten aus Ihrer Region und aller Welt.

Mit Ihrer Registrierung nehmen Sie die Datenschutzerklärung zur Kenntnis.

SV Lörzenbach - SG Unter-Abtsteinach (Sonntag, 15.30 Uhr): Es fühlt sich gut an, endlich wieder alles in der eigenen Hand zu haben, daraus macht Jan Schörling, Spielertrainer des SV Lörzenbach, keinen Hehl: „Wenn man überlegt, dass wir vor zwei Wochen praktisch schon als tot galten, ist das durchaus eine sehr erfreuliche Wende.“ Im Gastspiel beim TV Lampertheim ist es den Grün-Weißen erneut gelungen, sich für den Aufwand zu belohnen, wobei die Spargelstädter mit dem 1:4 noch sehr gut bedient waren, wie Schörling schildert: „Wir hatten vor dem 1:0 schon zwei Hundertprozentige, dazu noch ein verschossener Elfmeter, danach noch zwei Riesenchancen. Entscheidend ist aber, dass die Mannschaft mit vollem Einsatz auf dem Platz ist und jeden spüren lässt, was sie sich vorgenommen hat.“

Dass mit der SG Unter-Abtsteinach zum Rundenabschluss noch einmal ein ganz großes Kaliber in Lörzenbach zu Gast ist, stört Schörling nicht: „Über die Qualität der SGU brauchen wir nicht reden. Aber wir haben ein Heimspiel, wir haben alles in der eigenen Hand. Wir wollen die Sache am Sonntag unter Dach und Fach bringen. Wir wollen den direkten Klassenerhalt und keinen Umweg über die Relegation. Nach wie vor ist aber auch noch ein direkter Abstieg drin, weshalb auch das wieder ein Endspiel ist, das wir für uns entscheiden wollen.“

Der Ärger über die jüngste 3:5-Heimniederlage der Unter-Abtsteinacher gegen Olympia Lorsch hielt sich bei Trainer Marcus Lauer in Grenzen. „Wir haben im Vorfeld der Relegation noch ein bisschen was ausprobiert, haben auch das System etwas umgestellt, weshalb ich die Niederlage einzuordnen weiß“, so der Coach. Allerdings möchten die Überwälder mit einem positiven Erlebnis in die Aufstiegsrelegation gehen, weshalb in Lörzenbach ein Sieg her soll. Lauer erwartet einen sehr kämpferischen SV Lörzenbach, der alles für den Klassenerhalt geben wird. „Wir werden aber auch unsere beste Mannschaft aufbieten, um so dann bestens vorbereitet in die Relegation starten zu können“, verdeutlicht Lauer, dem aller Voraussicht nach der gesamte Kader zur Verfügung stehen wird.

SG Odin Wald-Michelbach - SG Azzurri/Olympia Lampertheim (Sonntag, 15.30 Uhr): Der Meister möchte sich mit einem weiteren Heimsieg in die Sommerpause verabschieden und damit einer grandiosen Saison einen ebenso würdigen Abschluss verleihen. „Wir möchten einen Dreier einfahren, um danach noch ein bisschen zu feiern und die Saison zu begießen“, sagt Daniel Hahn, der Trainer der SG Odin Wald-Michelbach.

Dass die Überwälder nicht gewillt sind, die Runde locker austrudeln zu lassen, zeigten sie beim 3:0 in Mitlechtern. Zwar ließen sie es etwas gemächlicher angehen, wobei jedoch zu keinem Zeitpunkt ein Zweifel daran gelassen wurde, wer den Platz als Sieger verlassen wird. „Das war eine konzentrierte und souveräne Leistung“, sagt Hahn, der ebendies auch gegen Lampertheim erwartet. Der Blick ist bei der SG Odin bereits nach vorn gerichtet. Am 29. Juni wird es bereits mit der Vorbereitung für die erste Gruppenligasaison der Wald-Michelbacher losgehen.

FV Biblis - KSG Mitlechtern (Sonntag, 15.30 Uhr): „Natürlich werden wir versuchen, unserem Nachbarn zu helfen, um auf diese Weise auch in der nächsten Saison zwei schöne Derbys zu haben. Es ist doch genial vor 400 oder 500 Zuschauern anzutreten. Das würden wir gern wieder erleben“, sagt KSG-Trainer Ronny Sauer. Schon mit einem Unentschieden würde die KSG im Gastspiel bei Schlusslicht FV Biblis dafür sorgen, dass der SV Lörzenbach definitiv nicht mehr direkt absteigen kann. Sauer ist sicher, dass seine Truppe entsprechend motiviert zur Sache gehen wird.

Felix Hohrein und Laurin Schneider werden der KSG wieder zur Verfügung stehen. Steffen Schmitt wird wegen einer Fußverletzung passen müssen. Christian Tremper wird wahrscheinlich auch fehlen, allerdings aus sehr erfreulichem Grund: Er blickt Vaterfreuden entgegen.

VfL Birkenau - Tvgg Lorsch (Sonntag, 15.30 Uhr): „Es wird jetzt wirklich Zeit für die Pause. Etliche Spieler sind angeschlagen, da ist es dringend nötig, dass sie die Möglichkeit haben, sich auszukurieren“, unterstreicht Ludwig Brenner, der Trainer des VfL Birkenau. Doch für den letzten Auftritt der Saison möchte er, dass seine Truppe noch einmal alles mobilisiert. „Es ist das letzte Heimspiel. Am liebsten möchten wir uns mit einem Sieg verabschieden, doch viel wichtiger ist noch ein gutes Spiel“, hofft Brenner. Verzichten müssen die Birkenauer jedoch auf den gesperrten Nico Pfahl. Hinter dem Einsatz von Philipp Klein steht ein Fragezeichen. Eventuell wieder dabei ist Christian Heckmann, bei dem sich der befürchtete Muskelfaserriss „nur“ als Verhärtung der Muskulatur herausgestellt hat.

SV Fürth - TV Lampertheim (Sonntag, 15.30 Uhr): „Wir möchten uns noch einmal von unserer besten Seite zeigen, um dann mit einer guten Stimmung in die Sommerpause zu gehen und danach mit Schwung die neue Runde zu beginnen“, sagt Fürths Trainer Jochen Ingelmann. Beschweren möchte er sich über die jüngste Ausbeute nicht, doch den beiden zurückliegenden Erfolgen soll gegen den TV Lampertheim noch ein dritter folgen: „Mit neun Punkten aus den letzten drei Saisonspielen wäre das schon ein richtig schöner Abschluss.“

FC Groß-Rohrheim - Eintracht Wald-Michelbach II (Sonntag, 15.30 Uhr): „Wir hatten in den letzten Jahren gefühlt immer das letzte Saisonspiel in Groß-Rohrheim, was für uns die weiteste Fahrt ist. Es wäre schön, wenn sie sich auch lohnt“, meint Trainer Sascha Amend. Allerdings haben die Überwälder gegenwärtig mit Personalproblemen zu kämpfen, da etliche Spieler angeschlagen sind. gie