Fußball

Kreisoberliga: Lörzenbach fordert den FC Fürth heraus

Tabellenführer FC Fürth stellt sich auf ein schweres Spiel ein. Der VfL Birkenau kann mit einem Sieg in Lorsch an Platz zwei heranrücken.

Mit 11:0 fertigte der FC Fürth zuletzt die Sportfreunde Heppenheim ab. Hier gratuliert Kapitän Jusef Nerabi dem Doppeltorschützen Ole Gärtner. Am Sonntag wird es für den souveränen Kreisoberliga-Tabellenführer in Lörzenbach sicherlich schwerer werden. Foto: Philipp Reimer Fotografie
Mit 11:0 fertigte der FC Fürth zuletzt die Sportfreunde Heppenheim ab. Hier gratuliert Kapitän Jusef Nerabi dem Doppeltorschützen Ole Gärtner. Am Sonntag wird es für den souveränen Kreisoberliga-Tabellenführer in Lörzenbach sicherlich schwerer werden.

Es ist wieder Derbyzeit in der Fußball-Kreisoberliga Bergstraße. Aufsteiger SV Lörzenbach empfängt am Sonntag (15 Uhr) den souveränen Spitzenreiter FC Fürth. „Das ist super, dass wir uns mit so einer Mannschaft messen können. Wir hoffen auf viele Zuschauer. Aber klar: Für uns wird das eine Herkulesaufgabe“, sagt der Lörzenbacher Trainer Ron Hachenberger, betont aber: „Wir spielen in Lörzenbach, da ist es für den Gegner immer schwer. Fürth hat die meisten Tore in der Liga geschossen, aber vielleicht haben wir einen Sahnetag und der FC einen nicht ganz so guten. Jede Serie muss mal reißen.“

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Personell sieht es beim Tabellenachten wieder besser aus. „Ein Tim Krauß ist wieder spielfähig, Dean Hebling ist zurückgekehrt. Da stehen wir schon wieder stärker“, so der Coach. Am vergangenen Wochenende spielte Lörzenbach zu Hause gegen Alemannia Groß-Rohrheim 1:1. Hachenberger echauffiert sich immer noch über den Schiedsrichter: „Das Groß-Rohrheimer Ausgleichstor war zehn Meter abseits. Normalerweise müssen wir das Spiel gewinnen.“

Der Tabellenführer FC Fürth hat bislang alle seine zehn Partien gewonnen. Nun schickt sich das Team von Trainer Ralf Ripperger an, auch die elfte Partie zu gewinnen. „Wir haben aktuell noch ein paar Kranke, aber hoffen, dass die Jungs bis zum Wochenende fit werden“, sagt Coach Ralf Ripperger, der betont: „Wir erwarten einen richtigen Fight. Der SV Lörzenbach wird anders als unsere letzten Gegner auftreten – wahrscheinlich deutlich geschlossener. Und das meine ich nicht nur taktisch, sondern auch als Einheit.“ Ripperger macht klar: „Es wird eine Herausforderung, die so ein Derby mit sich bringt. Das wird sicher eine extrem reizvolle Aufgabe. Wir freuen uns drauf.“

Olympia Lorsch - VfL Birkenau (Sonntag, 15 Uhr)

Der VfL Birkenau hatte zuletzt einen Lauf. Fünf Spiele ist das Team des Trainergespanns Daniel Hahn und Thorben Schmitt ungeschlagen. Die letzten drei Begegnungen haben die Birkenauer gewonnen. Am vergangenen Wochenende feierte der VfL zu Hause ein 4:0 über die SG Lindenfels/Winterkasten. „Wichtig war, dass wir in dem Spiel von Beginn wach waren und nach dem 1:0 weiter gemacht haben. Und: Wir haben endlich mal zu null gespielt“, sagt Hahn. Das Verletzungspech bleibt den Birkenauern aber treu. Robin Sauer hat sich in der Partie gegen Lindenfels das Innenband gerissen und wird länger ausfallen.

Robin Sauer ist verletzt

Gegen Olympia Lorsch steht für den VfL, der sich auf Platz fünf vorgekämpft hat, ein richtungsweisendes Spiel an. „Wir wollen die Chance nutzen und Boden nach oben gut machen. Wir müssen unsere Fehler abstellen und von Beginn an der Olympia keine Luft lassen“, betont Hahn. Marc Halblaub und Andre Halblaub fallen weiterhin verletzt aus. Dazu kommen noch weitere angeschlagene Spieler.

Olympia Lorsch besiegte am vergangenen Sonntag die SG Unter-Abtsteinach und ist als Dritter wieder voll im Kampf um Platz zwei dabei. Da würde auch der VfL gerne wieder mitmischen. Vor der Partie am Sonntag haben die Birkenauer fünf Punkte Rückstand auf die Olympia.

Sportfreunde Heppenheim - SV Unter-Flockenbach II (Sonntag, 15 Uhr)

Die Stimmung bei der zweiten Mannschaft des SV Unter-Flockenbach ist nach dem klaren Heimerfolg gegen die SG Reichenbach prächtig. „Der Sieg war ganz wichtig und zeigt, dass der eingeschlagene Weg, mit den jungen Spielern diese Saison voll durchzuziehen, auch der richtige ist“, sagt der Unter-Flockenbacher Coach Roman Tomczyk. Bis auf Jan Mayer hat noch kein Akteur aus dem Hessenliga-Kader in der Kreisoberligamannschaft gespielt. „Jan bekommt oben kaum Spielzeit, hat schon in der vergangenen Runde immer wieder mal ausgeholfen. Aber sonst setzen wir voll auf die jungen Akteure“, macht der Trainer klar.

Lob für Julius Pressler

Tomczyk lobt dabei vor allem Julius Pressler. „Das ist so ein Spieler, der sich prächtig entwickelt. Er hat beim 6:0 gegen Reichenbach auch einen Hattrick erzielt“, sagt der Coach.

Mittlerweile hat sich der SV Unter-Flockenbach II auf den elften Tabellenrang vor gekämpft. Allerdings beträgt der Vorsprung auf den nächsten Gegner und zugleich Ligaschlusslicht Sportfreunde Heppenheim nur drei Punkte. „Ich erwarte ein ähnliches Spiel wie gegen Reichenbach. Die Sportfreunde sind aber nicht schlecht, doch wir wollen den Schwung mitnehmen und weitere drei Punkte einfahren, um uns von unten abzusetzen. Ziel ist immer noch, Rang neun zu erreichen“, sagt der Trainer.

SG Reichenbach - SG Unter-Abtsteinach (Sonntag, 15 Uhr)

Nach zuletzt zwei Niederlagen bei Aufsteiger SG Lindenfels/Winterkasten (0:1) und gegen Olympia Lorsch (1:2) muss der Ligazweite SG Unter-Abtsteinach dringend wieder auf die Erfolgsspur zurück. Acht Punkte beträgt der Rückstand der Mannschaft von Trainer Marcus Lauer bereits auf Spitzenreiter FC Fürth. Beim Tabellenvorletzten SG Reichenbach sind die Gäste haushoher Favorit. Reichenbach hat in dieser Saison erst ein Spiel gewonnen. „Wir müssen die richtige Einstellung haben“, fordert Lauer.

Eintracht Bürstadt - KSG Mitlechtern (Sonntag, 15.15 Uhr)

Dass die KSG Mitlechtern nach zehn Spieltagen in der Tabelle vor Eintracht Bürstadt stehen würde, hätten vor der Runde sicherlich die wenigsten gedacht. Das Team von Trainer Ronny Sauer ist nach dem schwachen Saisonstart zuletzt ins Rollen gekommen. Mitlechtern gewann drei Spiele in Folge. Eindrucksvoll war das 5:0 am vergangenen Sonntag zu Hause gegen den FV Biblis. Eintracht Bürstadt dagegen dümpelt nur auf Rang neun und blieb bislang hinter den Erwartungen zurück. Der 4:2-Auswärtssieg bei der SSG Einhausen hat der Eintracht aber wieder Selbstvertrauen gegeben. „Wir wollen an die zuletzt gezeigten Leistungen anknüpfen“, sagt Coach Sauer. bol