KSG Mitlechtern hat im Derby etwas gutzumachen
In der Fußball-Kreisoberliga muss die KSG Mitlechtern einen "Systemabsturz" beheben, der SV Fürth will dagegenhalten.
Mitlechtern. Nach dem „Systemabsturz“ im Hinspiel, wie Trainer Ronny Sauer sagt, hat die KSG Mitlechtern am Sonntag (15.20 Uhr) zu Hause gegen den SV Fürth einiges gutzumachen. Mit 0:6 verloren die Mitlechterner das Derby in der Fußball-Kreisoberliga und boten dabei die „mit Abstand schlechteste Saisonleistung“, so Sauer.
Die KSG wird jedenfalls mit reichlich Rückenwind ins zweite Derby in Folge gehen, denn am vergangenen Sonntag gewann Mitlechtern beim SV Lörzenbach durch zwei späte Tore noch mit 2:1. „Wir waren in dieser Runde sehr oft vom Pech verfolgt. Gegen Lörzenbach hatten wir aber tatsächlich zweimal das Matchglück auf unserer Seite“, meint der KSG-Trainer und spricht von einem glücklichen, aber nicht unverdienten Sieg. Bereits im Hinspiel schaffte die KSG nach einem 0:3-Rückstand kurz vor knapp noch den Ausgleich. In Lörzenbach reichte es sogar zu drei Punkten. In der ersten Hälfte zog sich Laurin Schneider eine Platzwunde am Kopf zu und musste im Krankenhaus mit mehreren Stichen genäht werden. Er fehlt gegen Fürth genauso wie Christian Tremper und Pascal Eisele, dafür ist Clemens Kilian wieder dabei. Auch die A-Jugendlichen stehen wohl zur Verfügung.
Laurin Schneider ist verletzt
„Nach der Verletzung von Laurin Schneider war die Mannschaft in Schockstarre und Lörzenbach hat verdient geführt. Aber in der zweiten Hälfte haben wir sehr guten Fußball gespielt und waren die bessere Mannschaft“, sagt Sauer und freut sich darüber, dass sich die Mannschaft für ihre Arbeit in den letzten Wochen belohnt.
Der Abstand zum Relegationsplatz beträgt jetzt sechs Punkte – das ist schon ein kleines Polster. „Mit einem Sieg gegen Fürth könnten wir einen Riesenschritt zum Klassenerhalt tun“, sagt Sauer und will zumindest einen Punkt behalten: „Wir wollen zeigen, dass wir als Team gewachsen sind und auch gegen eine gute Mannschaft wie den SV Fürth bestehen können.“
Das jüngste Spiel des SV Fürth gegen TVgg Lorsch wurde wegen Gewitter abgebrochen. In Mitlechtern erwartet Trainer Jochen Ingelmann nun eine schwierige Aufgabe, denn der Gegner komme mit viel Aufwind nach dem Sieg gegen Lörzenbach. „Mitlechtern hat den Klassenerhalt zwar noch nicht sicher, aber wird trotzdem befreit aufspielen können. Zudem ist es in Mitlechtern immer besonders schwer“, sagt Ingelmann. Die Fürther müssen an die guten Leistungen gegen Unter-Flockenbach und Lorsch anknüpfen und es schaffen, im Verbund 90 Minuten defensiv gut zu arbeiten, fordert der Trainer: „Wir sind heiß auf das Derby und haben 2023 in vier Auswärtsspielen drei Siege und ein Unentschieden geholt.“ Personell gibt es mittlerweile doch den einen oder anderen Ausfall, „da müssen wir mal schauen, wie es am Sonntag aussieht“, so Ingelmann.
Schwere Aufgabe für SV Unter-Flockenbach II
SV Unter-Flockenbach II - SG Odin Wald-Michelbach (Sonntag, 15.30 Uhr): Im Hinspiel war die SVU-Reserve trotz einer 2:0-Führung chancenlos und verlor mit 2:5 gegen den Tabellenführer. Eine ähnlich schwere Aufgabe erwartet Unter-Flockenbachs Trainer Alessandro Hoffmann auch im Heimspiel – egal, wie das Spitzenspiel für die Gäste ausging. Der SVU hat einige Ausfälle und muss zudem die dritte Mannschaft stärken, damit diese nicht aus der Kreisliga C absteigt. Aber Hoffmann betont, dass man immer noch einen guten Kader habe und keinesfalls, wie in den letzten zwei Spielen geschehen, schon mit Blick auf die neue Saison etwas austesten will. „Schon aus Respekt vor dem tollen Zweikampf um die Meisterschaft werden wir alles geben“, sagt Hoffmann. Er fordert seine Spieler dazu auf, mutig zu sein. Über viel Ballbesitz müsse versucht werden, die wenigen sich bietenden Chancen eiskalt zu nutzen.
ET Wald-Michelbach II - Olympia Lorsch (Sonntag, 15.30 Uhr): Die Lorscher sind die viertbeste Auswärtsmannschaft der Liga – auf der anderen Seite kann die ETW-Reserve auf ihre Heimstärke bauen. beg