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Sascha Amend setzt auf die Heimstärke

Kreisoberligist Eintracht Wald-Michelbach II hat in der Vorbereitung mit vielen Verletzten und Urlaubern zu kämpfen.

Nicht zufrieden war der Trainer der ET Wald-Michelbach II, Sascha Amend, mit der Trainingsbeteiligung in der Vorbereitung. Ungeachtet dessen soll es zum Rundenauftakt in der Kreisoberliga gegen den FV Biblis einen Sieg geben. Foto: Philipp Reimer
Nicht zufrieden war der Trainer der ET Wald-Michelbach II, Sascha Amend, mit der Trainingsbeteiligung in der Vorbereitung. Ungeachtet dessen soll es zum Rundenauftakt in der Kreisoberliga gegen den FV Biblis einen Sieg geben.

Die Heimstärke ist ein maßgeblicher Grund, weshalb die zweite Mannschaft der Wald-Michelbacher Eintracht in den vergangenen Jahren solid Runden in der Fußball-Kreisoberliga spielte. In der vergangenen Saison belegte die Mannschaft von Trainer Sascha Amend einen guten siebten Platz, mit solch einem Resultat würden die Überwälder auch in der neuen Runde gut leben können.

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Mit dem Verlauf der Vorbereitung ist Amend indes nicht zufrieden. „Das ist von der Trainingsbeteiligung her gesehen nicht so gut gelaufen. Wir hatten ständig Urlauber, dazu kamen fünf, sechs Verletzte, sodass eigentlich keine geregelte Vorbereitung möglich war“, beschreibt der Trainer, der nun schon seit Jahren die Verantwortung für die zweite Garnitur trägt, die aktuelle Lage.

Viele haben Nachholbedarf

Die Folge davon ist, dass der Großteil der Akteure nicht über die erforderliche Fitness verfügt. „Bis auf fünf, sechs Spieler haben alle noch Nachholbedarf“, erklärt der Coach. Trotzdem waren die Testspiele recht zufriedenstellend. „Gerade bei der SG Sandbach haben wir zuletzt eine sehr gute erste Halbzeit geboten“, hebt Amend hervor.

Nur drei Spieler haben die ET-Zweite verlassen. Luca Strubel hat als Co-Spielertrainer eine neue Herausforderung beim B-Ligisten FSV Zotzenbach angenommen, außerdem sind die Kalpakidis-Brüder Dimitrios und Theocharis zur Spvgg. Neckarsteinach gewechselt.

Dafür schlagen aber sechs Neuzugänge zu Buche. „Das sind alles sehr gute Leute, die bisher gezeigt haben, dass sie Potenzial haben“, freut sich Amend. Aber auch bei ihnen muss er aufgrund von aktuellen Verletzungen Einschränkungen hinsichtlich des am Sonntag bevorstehenden Rundenstarts vornehmen.

Einige Ausfälle

Dies betrifft beispielsweise Dominik Vetter, der aus der A-Jugend der JFV Wald-Michelbach/Abtsteinach zu den Senioren aufgerückt ist. Er hat sich laut Amend eine so schwere Verletzung zugezogen, die ihn wohl bis zur Winterpause ausbremst. Vom ISC Fürth schlossen sich Ertan Oymak und Sertac Döner der Eintracht an. Oymak muss sich nach einer Knieverletzung noch weitere Aufbauarbeit leisten. „Er hat schon einige sehr gute Spiele gemacht, aber wir müssen aufpassen, dass er sein Knie nicht überlastet“, merkt der Trainer bei ihm an. Döner war verletzungs- und urlaubsbedingt noch gar nicht im Training. „Er muss erst mal zu einem gescheiten Arzt, wenn er zurückkommt“, sagt Amend, der mit ihm momentan noch gar nicht plant. Sehr gut entwickelt hat sich der von der KSG Mitlechtern gekommene Christoph Deriy, dem der Trainer sehr gute Auftritte in den Testspielen bescheinigt. Doch auch er wird zumindest am Sonntag ausfallen, weil er sich vermutlich einen Nerv im Rücken geklemmt hat. „Das ist nichts Schlimmes, muss aber erst mal behandelt werden.“

Großes Talent

Aufgrund der personellen Situation haben sich die Verantwortlichen dafür entschieden, den A-Jugendspieler Eldin Pudic für die Senioren freizumachen. „Er hat schon öfter bei uns mittrainiert und dabei gezeigt, dass er ein großes Talent ist“, unterstreicht der Coach, der ihm einiges zutraut. Gute Ansätze zeigt zudem mit Isa Younes ein weiterer Youngster aus der Jugend. „Er ist sehr gut am Ball, hat eine gute Übersicht“, lobt der Trainer, der aber auch darauf hinweist, dass man noch abwarten muss, wie er sich bei den Senioren durchsetzen kann.

Zum Rundenauftakt kommt am Sonntag der FV Biblis nach Wald-Michelbach, der den Klassenerhalt in der vergangenen Runde erst am letzten Spieltag geschafft hat. Zumindest von den Ergebnissen der Testspiele her hat der Gegner in der Vorbereitung auch keine überzeugenden Vorstellungen geboten, sodass Amend mit drei Punkten starten will.

„Wir haben endlich mal wieder ein Heimspiel, bei dem wir dann auch unsere Heimstärke zur Geltung bringen wollen. In den vergangenen Jahren haben wir zu Hause die nötigen Punkte geholt, um ruhige Runden spielen zu können. Diese Heimstärke wollen wir auch in dieser Saison gleich wieder entwickeln“, lautet seine Vorgabe an sein Team.