SG Odin ist vor Florian Frölichs Freistößen gewarnt
Kreisoberliga-Spitzenreiter will seinen Lauf gegen den VfL Birkenau fortsetzen, während der TV Lampertheim kein Stolperstein für die SGU werden soll.
Während die SG Odin Wald-Michelbach den Weg Richtung Meisterschaft in der Fußball-Kreisoberliga weiter konsequent fortsetzen möchte, hofft der VfL Birkenau auf einen schlechten Tag beim Spitzenreiter. Dagegen hätte auch Verfolger SG Unter-Abtsteinach nichts einzuwenden, der sich gegen den TV Lampertheim schadlos halten möchte. Eintracht Wald-Michelbach II möchte seine Auswärtsbilanz aufpolieren.
Es läuft rund bei der SG
SG Odin Wald-Michelbach - VfL Birkenau (Sonntag, 14.30 Uhr): Es läuft rund bei der SG Odin Wald-Michelbach. Zuletzt gab es einen souveränen 4:0-Auswärtssieg beim FV Biblis, bei dem deutlich unterstrichen wurde, dass die Spieler des Tabellenführers sich fest vorgenommen haben, den Vorsprung am letzten Spieltag auch ins Ziel zu bringen. „Auch wenn der Gegner gepresst hat, sind wir ruhig am Ball geblieben. Wir waren geduldig und effektiv, wie ich mir das vorstelle“, zeigt sich SG-Trainer Daniel Hahn beim Blick zurück äußerst zufrieden.
In der anstehenden Begegnung mit dem VfL Birkenau sieht Hahn ein „schwieriges Spiel“. Vor allem sind es nicht zuletzt die Offensivkräfte der Spenglerswälder, Florian Frölich und André Halblaub, vor deren Qualität der Wald-Michelbacher Übungsleiter nachdrücklich warnt. Und da ist nicht zuletzt Frölichs linker Fuß, der bei Freistößen oder Ecken schon manchen Gegner zum Verzweifeln gebracht hat. „Es gilt deshalb, Standards zu vermeiden“, möchte Hahn diese Gefahr bannen, so weit es geht.
Trotz der Qualität im Birkenauer Kader geht die SG Odin auch in diese Partie voller Zuversicht. „Es ist eigentlich immer dasselbe Spiel: Wenn wir die Sache konzentriert angehen, dann werden wir erneut einen Dreier einfahren“, ist Hahn sicher. Positiv für die SG Odin ist auch, dass sie im wichtigen Saisonendspurt weitgehend auf den gesamten Kader zurückgreifen kann. So steht gegen Birkenau lediglich hinter dem angeschlagenen Theo Lammer ein Fragezeichen.
Beim VfL Birkenau sah es personell zuletzt gar nicht rosig aus. Deshalb kam Trainer Ludwig Brenner die Bitte des FC Groß-Rohrheim um Verlegung seines Gastspiels im Spenglerswald – ebenfalls wegen Personalnot – nicht ungelegen: „Wir hätten nämlich mit etlichen Angeschlagenen antreten müssen. So hatten wir die Möglichkeit, dass einige ihre Blessuren auskurieren konnten.“ Zwar sind noch immer nicht alle fit, doch ausfallen werden vermutlich nur der beruflich verhinderte Nico Morr und Sally Hick. Hinter Nico Pfahl steht noch ein Fragezeichen, wobei für ihn vermutlich ein Einsatz noch zu früh käme.
Für Brenner ist die SG Odin der haushohe Favorit in dem Spiel. „Wir haben in dieser Saison in der Runde und im Pokal gegen die SG gespielt, beide Male gab es nicht viel zu holen. Allerdings war auch eine Steigerung erkennbar. Wir fahren jedenfalls nicht als Opfer dorthin“, stellt Brenner klar, weiß aber, dass es vermutlich einen schlechten Tag der Überwälder und einen guten Tag des VfL bedarf, um Zählbares mitzunehmen: „Wenn wir unsere Leistung bringen, es aber trotzdem nicht reichen sollte, dann ist dies okay. In dem Falle kann das ein Spiel sein, in dem man Selbstvertrauen für die anstehenden Aufgaben ziehen kann.“
Platz zwei dürfte sicher sein
SG Unter-Abtsteinach - TV Lampertheim (Sonntag, 15 Uhr): Ein überzeugender 4:0-Auswärtssieg bei Eintracht Wald-Michelbach II, den Vorsprung auf Verfolger SSG Einhausen bei einem Spiel weniger auf sieben Punkte ausgebaut: Besser hätte es für die SG Unter-Abtsteinach am vergangenen Spieltag kaum laufen können. „Die Niederlage von Einhausen war schon sehr überraschend. Umso schöner, dass wir das nutzen konnten. Jetzt dürfte zumindest mit Platz zwei nichts mehr schiefgehen“, zeigt sich SGU-Trainer Marcus Lauer zufrieden.
Doch ein Zurücklehnen wird es nicht geben, schließlich ist auch die Meisterschaft weiter im Rahmen des Möglichen, zumal das direkte Duell mit Spitzenreiter SG Odin Wald-Michelbach am Donnerstag, 11. Mai, ansteht. Um allerdings keinen Rückschlag zu kassieren, sollten die anderen Aufgaben erfolgreich bestritten werden. „Deshalb müssen wir es vermeiden, dass der TV Lampertheim zum Stolperstein wird. Wir werden voraussichtlich in Bestbesetzung antreten können und möchten die Punkte einfahren, um schließlich mit gutem Selbstvertrauen das Spitzenspiel angehen zu können“, erklärt Lauer.
"Dürfen uns keinen Ausfall erlauben"
SSG Einhausen - Eintracht Wald-Michelbach II (Sonntag, 15.30 Uhr): Zählbares gab es am vergangenen Spieltag für keines der beiden Teams, wobei die Niederlage der ET-Zweiten gegen die SG Unter-Abtsteinach durchaus erwartbar war. Dass die drittplatzierte SSG Einhausen jedoch mit 0:1 gegen Abstiegskandidat SG Azzurri/Olympia Lampertheim unterlag und damit die Resthoffnung auf die Aufstiegsrelegation verspielte, war eine faustdicke Überraschung.
„Das war wohl ein klassisches Beispiel dafür, wie ein Gegner unterschätzt werden kann. Aber wenn es im Kopf nicht stimmt, dann hast du in der Kreisoberliga Schwierigkeiten“, sagt ET-Coach Sascha Amend, der davon ausgeht, dass die SSG sehr auf Wiedergutmachung aus sein wird. Die Eintracht hingegen hätte nichts dagegen, die Auswärtsbilanz ein wenig aufzupolieren. „Es wird notwendig sein, dass alle über 90 Minuten 100 Prozent abrufen. Wir dürfen uns keinen Ausfall erlauben. Wenn alle alles abrufen, dann können wir auch in Einhausen etwas holen“, ist Amend sicher.
Johannes Stieme befindet sich wieder im Aufbautraining, doch ein Einsatz kommt wohl noch zu früh. Manuel Schick steht aus privaten Gründen nicht zur Verfügung. Dafür kommt aber Luca Weicker wieder zum Kader zurück.