Fußball

SV Fürth gewinnt das Pokalderby vor über 600 Zuschauern

Titelverteidiger SV Fürth bringt dem FC Fürth im Kreispokal-Viertelfinale mit 3:1 die erste Niederlage in dieser Saison bei. Die Roten nutzen in der ersten Hälfte ihre Chancen nicht.

Felix Fischer wirft sich in den Zweikampf mit Nils Eckstein. Auch wenn der FC Fürth aller versuchte, musste der Kreisoberligist die 1:3-Pokalniederlage gegen den SV Fürth (rechts Lars-Eric Schwinn) am Ende anerkennen. Foto: Fritz Kopetzky
Felix Fischer wirft sich in den Zweikampf mit Nils Eckstein. Auch wenn der FC Fürth aller versuchte, musste der Kreisoberligist die 1:3-Pokalniederlage gegen den SV Fürth (rechts Lars-Eric Schwinn) am Ende anerkennen.

Fürth. Wenn die Fans des SV Fürth noch einige Reste ihres Silvesterfeuerwerks übrighatten, dann dürfte dies nun mit lautem Knall und buntem Funkenregen am Mittwochabend in Rauch aufgegangen sein. Vor Spielbeginn, bei jedem Torerfolg und nach dem Schlusspfiff wurden nämlich die Raketenbatterien gezündet. Am Ende durfte der Titelverteidiger im Ortsderby des Fußball-Kreispokals vor 620 Zuschauern einen verdienten 3:1-Erfolg im „Gastspiel“ beim Ortsrivalen FC Fürth feiern.

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FC-Trainer Ralf Ripperger war die Enttäuschung nach der ersten Pflichtspielniederlage seiner Truppe in der laufenden Spielzeit anzumerken: „Der Sieg für den SV ist insgesamt nicht unverdient. Wir hatten unsere Drangphasen, in denen wir auch zu Chancen gekommen sind. Aber wenn man sie hat, muss man eben auch mal zupacken. Der SV hat zumindest in der ersten Hälfte aus relativ wenig sehr viel gemacht.“

Luca Sielmann (links im Zweikampf mit Leon Weise) erzielte das 1:1 für den FC. Foto: Fritz Kopetzky
Luca Sielmann (links im Zweikampf mit Leon Weise) erzielte das 1:1 für den FC.

In der ersten Hälfte entwickelte sich sehr schnell ein Spiel auf Augenhöhe. Ein Klassenunterschied war zwischen den beiden Mannschaften zunächst nicht zu erkennen. Beide Teams kamen zu ihren Gelegenheiten, wobei es zunächst der Gruppenligist war, der den ersten Torerfolg feiern konnte. Nach einem langen Ball wurde Medet Incirkus in Schussposition gebracht, dessen Schuss aus acht Metern noch unhaltbar von einem FC-Verteidiger abgefälscht wurde (32.).

Dieser Treffer zeigte bei den Rot-Weißen keine Wirkung. Nachdem Adamek in der 35. Minute mit einem Freistoß aus spitzem Winkel noch die Latte traf, war Luca Sielmann zwei Minuten später für den Tabellenführer der Kreisoberliga erfolgreich: Nach einem langen Ball aus der eigenen Hälfte startete Sielmann dynamisch durch und schloss aus halbrechter Position gekonnt ins lange Eck ab. Mit dem Ausgleichstreffer startete der FC eine enorme Drangphase. Nach einem Kopfball von Ole Gärtner parierte SV-Schlussmann David Hummel herausragend (43.). Es sollte nicht die letzte überzeugende Arbeitsprobe des SV-Kapitäns sein. Marcello Gehbauer (44.) und Andreas Adamek (45.) verpassten ebenso die FC-Führung, was sich noch vor der Pause rächte: In der ersten Minute der Nachspielzeit der ersten Hälfte setzte sich Konstantin Braun über rechts durch, passte scharf nach innen, wo Yannick Marx lauerte und den Ball unter Mithilfe von FC-Innenverteidiger Gehbauer in die Maschen setzte.

Nach der Pause verschob sich das Spiel allmählich zugunsten des Gruppenligisten. „Es gab in der zweiten Hälfte nicht mehr viele Situationen für den FC. Wir haben gut verteidigt und kaum etwas zugelassen. Gerade nach dem 3:1 haben wir die Sache gut gemacht“, war SV-Coach Jochen Ingelmann mit seinem Team im ersten Pflichtspiel des neuen Jahres zufrieden. Der Treffer zum 1:3-Endstand resultierte aus einem Foulelfmeter. Patrick Geissinger trat an, verlud dabei FC-Keeper Kempf und schob locker flach in die linke Ecke ein (64.). Zwar ließ der FC in der Folge nichts unversucht, um vielleicht doch noch einmal heranzukommen, doch die Defensive des SV präsentierte sich insgesamt als recht stabiles Bollwerk.

Während der FC Fürth nun noch eine weitere Woche Zeit hat, ehe der Spielbetrieb in der Kreisoberliga wieder beginnt, muss der SV Fürth bereits am Samstag (15 Uhr) beim TSV Höchst ran. In der Hinrunde feierten die Weschnitztaler gegen die Elf aus dem Odenwaldkreis einen 6:1-Kantersieg. Nun würde der SV gern auch die Punkte aus Höchst entführen, um sich weiter von der Abstiegszone zu distanzieren. Mit einer dem Pokalspiel vergleichbaren Leistung sollte dies gelingen.

FC Fürth: Kempf - Gehbauer, Landzettel (77. Y. Sielmann), L. Sielmann, Gensel (70. Batsilas), Nerabi, Arras, Fischer, Adamek, Turzer, Gärtner.

SV Fürth: Hummel - J. Vucic (77. Kabel), Geissinger, A. Vucic (70. Babic), Schwinn, Eckstein, Incirkus, Möldner, Weise, Marx (82. Weber), Braun.

Tore: 0:1 Incirkus (32.), 1:1 Sielmann (37.), 1:2 Marx (45.+1), 1:3 Geissinger (64., Foulelfmeter).

Beste Spieler: geschlossene Mannschaftsleistung - J. Vucic, Geissinger, Hummel. Zuschauer: 620.