Handball

TSV Birkenau: Erfolgreicher „Kampf um jeden Zentimeter“

Die Odenwälder holen beim 31:28 in Rintheim zwei wichtige Zähler im Rennen um die vorderen Plätze in der Verbandsliga.

Nach der Schlusssirene feierten die Birkenauer Spieler gemeinsam mit den mitgereisten Fans den wichtigen 31:28-Auswärtssieg in Rintheim. Foto: Mathias Brock
Nach der Schlusssirene feierten die Birkenauer Spieler gemeinsam mit den mitgereisten Fans den wichtigen 31:28-Auswärtssieg in Rintheim.

Birkenau. Mit einer starken Defensive erkämpfte sich der TSV Birkenau beim 31:28 (12:10)-Auswärtssieg in Rintheim zwei wichtige Punkte im Rennen um die vorderen Plätze in der Handball-Verbandsliga.

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Rintheim erwischte den etwas besseren Start und setzte sich mit drei Toren in Folge bei eigener Überzahl leicht auf 4:2 (6.) ab. Die beiden Abwehrreihen und Torhüter prägten fortan das Spiel. Die TSV-Defensive mit Torhüter Patrik Samardzic dominierte dabei und verwehrte den Rintheimern ganze elf Minuten lang einen Treffer. Marian Kleis, dessen Nervenstärke auch an diesem Abend wieder eine große Stärke war, verwandelte beim 4:6 (18.) sicher seinen bis dato dritten Strafwurf.

Auszeit bringt die Wende

Die Gastgeber drehten nun auf, erzielten vier Treffer in Folge und gingen ihrerseits wieder mit 8:6 (23.) in Front. „Uns ging in dieser Phase ein bisschen der Faden verloren. Wir haben uns dann in der Auszeit einfach wieder darauf besonnen, unsere Stärken auszuspielen“, schilderte TSV-Trainer Stefan Pohl den Inhalt seiner kurzen Ansprache.

Die Spieler setzten in der Folge diese Vorgaben diszipliniert um und spielten immer wieder Tobias May auf der Linksaußenposition frei, der in dieser Phase vier Tore markierte. So erzielte er in der 27. Spielminute nicht nur den 10:10-Ausgleich, sondern sorgte auch beim 10:12 (30.) für den Pausenstand. „Die Jungs waren heute in der Lage, Rückschläge wegzustecken und nicht zu überdrehen. Das ist vor allem auswärts extrem wichtig, um erfolgreich zu sein“, sah Pohl eine gute erste Hälfte.

Auf die Defensive ist Verlass

Der TSV Rintheim reagierte, stellte Regisseur David Denny Hirsch mit einer Manndeckung kalt. Die größeren Räume nutzen nun vor allem Marvin Brock und Jakub Majirsky für ihre Treffer. Birkenau erkämpfte sich beim 12:15 (35.) erstmals eine Drei-Tore-Führung. Diese hatte bis zum 17:20 (42.) durch Brock Bestand, bis eben jener im Anschluss eine Zeitstrafe verbüßen musste. Aber Birkenau konnte sich an diesem Abend auf Abwehr und Torhüter verlassen, verteidigte mit Hingabe und baute die Führung beim 18:22 (47.) sogar erstmals auf vier Tore aus.

„Wir haben sogar die Chance, noch weiter zu erhöhen, doch Rintheim stemmt sich dann noch mal stark dagegen“, zollte der TSV-Trainer auch dem Gegner Respekt. In der Tat kam Rintheim beim 21:23 (50.) noch einmal in Schlagdistanz, doch der eingewechselte Leon Back parierte in dieser Phase einen wichtigen Strafwurf.

Rintheim lässt nicht locker

Als kurze Zeit später der Rintheimer Alexander Böhme wegen einer unglücklichen Abwehraktion im Gegenstoß disqualifiziert wurde, blieb Marian Kleis schadlos von der Linie und verwandelte den fälligen Strafwurf zum 22:26 (52.). Doch Rintheim kämpfte weiter, zwang die Falken beim 24:27 (56.) noch einmal zu einer Auszeit und verkürzte sogar weiter auf zwei Tore 26:28 (57.).

Die Falken behielten aber gegen die nun offene Deckung einen kühlen Kopf und machten spätestens beim 27:31 (60.) den Deckel drauf. Der Ehrentreffer ging dann im Jubel der „Bäigema Jungs“ unter.

„Das war heute ein Kampf um jeden Zentimeter. Die Jungs waren sehr diszipliniert, haben überragend verteidigt. 28 Gegentore klingen zwar erst mal viel, doch in Halbzeit zwei war das Spieltempo bedingt durch die Manndeckung deutlich höher“, lobte Pohl vor allem sein Abwehrbollwerk und die Torhüter. sp

TSV Birkenau: Back, Samardzic; Böhm (2), Brock (4), Fickel, Hirsch, Jöst (2), Kleis (6), Lather, Majirsky (4), May (5), Schmitt (2), Sedlaczek (1), Unger (5).