Aktion zur Bundestagswahl

Content Creator Ceneli aus Rimbach: Warum Fußball und Politik den gleichen Nenner haben

Mit ihrer Kampagne #DemokraTEAM setzt sich die DFL-Stiftung für demokratische Werte ein. Der Odenwälder Content Creator Okan Ceneli erzählt, warum Fußball und Demokratie näher zusammenliegen als gedacht.

Als Teil der Kampagne #DemokraTEAM macht sich Okan Ceneli für die Demokratie stark und ruft zur Bundestagswahl am Sonntag (23. Feburar) auf. Foto: Okan Ceneli
Als Teil der Kampagne #DemokraTEAM macht sich Okan Ceneli für die Demokratie stark und ruft zur Bundestagswahl am Sonntag (23. Feburar) auf.

Rimbach. „#DemokraTEAM – Alles andere ist Abseits.“ So lautet der Slogan einer Kampagne der DFL Stiftung zur Bundestagswahl am Sonntag, 23. Februar. Zusätzlich zum zentralen Wahlaufruf der DFL positioniert sich der deutsche Profifußball vor der Wahl auf diese Weise klar für demokratische Werte. Kompromisse, Meinungsverschiedenheiten und Diskussionen gehören demnach zum Fußballer-Alltag. Gleiches gelte für eine Demokratie. Neben kurzen Clips im Internet findet die Aktion der Deutschen Fußball-Liga (DFL) unter anderem durch Sondertrikots auch ihren Weg auf die Spielfelder der deutschen Profiligen. Okan Ceneli nimmt als Content Creator selbst an der Kampagne teil. Im Interview mit dieser Redaktion erklärt der Rimbacher, dass Fußball und Politik in vielerlei Hinsicht den gleichen Nenner haben.

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Okan, wofür steht #DemokraTEAM?

Okan Ceneli: Das Wortspiel ist, denke ich, leicht zu erkennen – eine Mischung aus „Demokratie“ und „Team“. Die Kampagne setzt sich dafür ein, dass Fußballer, Schiedsrichter und andere Akteure im Fußball, so wie ich als Content Creator, in den sozialen Medien für demokratische Werte eintreten. Ziel ist es, vor allem junge Menschen für Demokratie zu sensibilisieren und ihnen diese Werte näherzubringen.

Was hat das 7:1 damals gegen Brasilien mit Demokratie zu tun?

Ceneli: Generell ist es im Fußball so, dass man nur zum Erfolg kommt, wenn man füreinander einsteht. Das 7:1 im WM-Halbfinale 2014 war ein perfektes Beispiel dafür – ein Spiel, das uns als Nation sicherlich näher zusammengebracht hat. Eine Demokratie funktioniert auch nur zusammen. Wenn jeder nur für sich handelt, klappt es nicht. Sondern sie kann nur bestehen, wenn alle Verantwortung übernehmen und sich für ein gemeinsames Ziel einsetzen.

Viele Fans lehnen politische Botschaften im Stadion ab. Was entgegnest du denen, die sagen: „Fußball soll unpolitisch bleiben“?

Ceneli: Auf dem Platz selbst sollte es auch unpolitisch bleiben. Dennoch kann man die Parallelen zwischen Fußball und Politik nutzen, um auf das Wichtigste in unserer Gesellschaft aufmerksam zu machen.

Gab es in deinem Umfeld Momente, in denen du gemerkt hast, wie wichtig demokratische Werte sind?

Ceneli: Na klar, mehr als genug. Sei es, wenn ich mit Freunden unterwegs bin, beim Kicken mit meiner Mannschaft oder auch in der Influencer-Welt. Überall begegnen uns Situationen, die ohne Demokratie so nicht denkbar wären.

Bist du selbst politisch aktiv? Hast du schon einmal demonstriert?

Ceneli: Nein, abgesehen von dem Projekt mit der DFL Stiftung bin ich öffentlich noch nicht politisch aktiv gewesen und habe auch noch nicht demonstriert.

Die Nationalspieler Jamal Musiala und Florian Wirtz durften beide mit 17 Jahren in der Bundesliga spielen, aber noch nicht wählen. Was ist deine Meinung zum Wahlrecht ab 16?

Ceneli: Ich finde, die junge Generation ist deutlich weiter als vor vielen Jahren. 16-Jährige sind von Entscheidungen mindestens genauso betroffen, wie Ältere und sollten daher über ihre Zukunft mitbestimmen dürfen. Viele sind in so einem Alter schon in der Ausbildung oder machen Abitur – andere spielen in der Bundesliga. Wenn sie so etwas hinkriegen, dann das Wählen ja wohl erst recht.

Wenn du eine Kampagne zur Wahlbeteiligung für Fußballfans planen dürftest – was würdest du machen, um möglichst viele Leute zu erreichen?

Ceneli: Dafür würde ich die Stimmen der Bundesliga-Stars nutzen. Personen des öffentlichen Lebens fungieren seit Beginn von Social Media immer mehr als Meinungsmacher, also auch Fußballer. Ich denke, auf seine Vorbilder hört man eher als auf jemand anderen.

Kommen in der Zukunft noch mehr Projekte in Zusammenarbeit mit der DFL und dem DFB?

Ceneli: Definitiv! Da ich Creator der DFL bin, sind noch viele Sachen in der Zukunft geplant. Auch darüber hinaus ist noch einiges geplant Man darf gespannt bleiben!