Weltcup in Sigulda

Deutscher Dreifach-Sieg im Zweierbob

Die Entscheidung um den Zweierbob-Gesamtweltcup ist vertagt. Weltmeister Lochner hält Olympiasieger Friedrich noch auf Distanz. Im Monobob der Frauen siegt die derzeit beste Pilotin der Welt.

Johannes Lochner und Georg Fleischhauer siegten im Zweierbob. Foto: Oksana Dzadan/AP/dpa
Johannes Lochner und Georg Fleischhauer siegten im Zweierbob.

Sigulda (dpa) - Die deutschen Bob-Piloten haben am ersten Tag des Zweierbob-Weltcup-Finals im lettischen Sigulda für einen Dreifach-Erfolg gesorgt.

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Das Weltmeister-Duo Johannes Lochner/Georg Fleischhauer siegte mit zwei Laufbestzeiten in 1:40,37 Minuten vor Olympiasieger Francesco Friedrich mit Alexander Schüller. Das Team hatte 0,36 Sekunden Rückstand auf die im Gesamtweltcup nun mit 71 Punkten Vorsprung führenden Sieger. Die Entscheidung über den Gesamtsieg fällt beim letzten Saisonrennen am Sonntag. Überraschend auf Rang drei in Sigulda fuhren Maximilian Illmann/Joshua Tasche, die 0,38 Sekunden Rückstand auf den Lochner-Bob hatten.

Auf der schwierigen Bahn von Sigulda erwischte Lochner einen starken ersten Lauf, mit dem er sich bereits deutlich in Front schob. Im zweiten Durchgang patzte die Konkurrenz. Friedrich baute ebenso Fehler ein wie der zuvor drittplatzierte Brite Brad Hall, der auf Rang fünf zurückfiel. Die Chance nutzte Nachwuchsfahrer Maximilian Illmann. Mit Laufbestzeit schob er sich noch auf den Podiumsplatz nach vorn.

Laura Nolte nur Sechste im Monobob

Zuvor hatte Monobob-Weltmeisterin Laura Nolte den Gewinn des Gesamtweltcups verpasst. Die Winterbergerin musste sich mit Platz sechs begnügen, womit der geplante Angriff auf die vor dem Rennen mit 73 Punkten führende Kaillie Humphries entfiel. Die Amerikanerin gewann das Rennen mit zwei Laufbestzeiten.

Beim ersten Auftritt der deutschen Monobob-Pilotinnen in Sigulda konnte nur Kim Kalicki überzeugen. Die Zweierbob-Weltmeisterin fuhr mit einem beherzten zweiten Lauf noch von Rang sechs auf Platz zwei nach vorn. Auf Humphries hatte sie einen Rückstand von 0,44 Sekunden. Auf Rang drei schaffte es zum ersten Mal mit Qing Ying eine Chinesin, die sich diesen Platz mit der zeitgleichen Kanadierin Cynthia Appiah teilte. Beide hatten 0,58 Sekunden Rückstand auf die Siegerin.