Frauenfußball

Popp und Hrubesch schwelgen in Olympia-Erinnerungen

Alexandra Popp gehörte zum Gold-Team von Rio 2016, Hrubesch holte damals mit den Männern Silber. Für die beiden steht Olympia über allem - und sie wollen unbedingt noch einmal ins Athletendorf.

Alexandra Popp schwelgt vor dem entscheidenden Qualifikationsspiel der Fußballerinnen für Paris in Olympia-Erinnerungen. Foto: Soeren Stache/dpa
Alexandra Popp schwelgt vor dem entscheidenden Qualifikationsspiel der Fußballerinnen für Paris in Olympia-Erinnerungen.

Heerenveen (dpa) - Horst Hrubesch und Alexandra Popp haben vor dem entscheidenden Qualifikationsspiel der Fußballerinnen für Paris in Olympia-Erinnerungen geschwelgt. Das DFB-Team trifft heute (20.45 Uhr/ZDF) in Heerenveen im Spiel um Platz drei der Nations League auf die Niederlande.

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Der Interims-Bundestrainer erzählte bei der Pressekonferenz in Heerenveen von einem gemeinsamen Abend mit der deutschen Männer- und Frauen-Auswahl vor den Spielen 2016 in Rio de Janeiro und den Erlebnissen im Olympischen Dorf. «Die Mädels haben uns vor dem Finale perfekt unterstützt. Der Austausch war genial. Das war vielleicht meine Geburtsstunde, was den Frauenfußball angeht», sagte de 72-Jährige. 

Hrubesch: «Das war sensationell gut»

Während das Team um Popp damals Gold gewann, unterlagen die DFB-Männer im Finale im Elfmeterschießen Gastgeber Brasilien mit Superstar Neymar. Schon vor dem Abflug gab es eine Zusammenkunft bei einem Treffen in Frankfurt/Main. «Das war sensationell gut. Die Mädels haben uns damals eigentlich erklärt, was olympischer Fußball heißt. Das hat uns im Nachhinein auch in Rio geholfen», sagte Hrubesch.

Seine Spielerinnen müssen heute die Partie gegen die Niederlande im Spiel um Platz drei der Nations League gewinnen, um bei den Olympischen Spielen im Sommer dabei zu sein. Die deutschen U21-Männer haben die Teilnahme für Paris bereits verpasst.  

Atmosphäre im Olympischen Dorf

Hrubesch schwärmte zuletzt auch regelmäßig von der Atmosphäre im Olympischen Dorf. Um das noch einmal zu erleben, müssten die DFB-Frauen jedoch das Finale in Paris erreichen, da vorher in anderen Städten gespielt wird. Popp erinnerte in einem Sky-Interview an einen Auflauf von Sportlern in der Athletenunterkunft von Rio, als alle Sprintstar Usain Bolt bewunderten.             

«Ich glaube, vor dem Abflug ist da etwas zwischen uns entstanden, das sich durch das ganze Turnier gezogen hat», berichtete die 32 Jahre alte Wolfsburgerin von den beiden deutschen Mannschaften. Sie stellte die Sommerspiele noch über Europa- und Weltmeisterschaften: «Olympia ist das größte Turnier, das du als Sportlerin haben kannst.» Die DFB-Frauen feierten in Rio im Deutschen Haus auch zusammen mit den Männern: «Das war der perfekte Abschluss.»