Handball

Birkenau holt den ersten Punkt beim „Heim-Monster“

Jakub Majirsky sorgt für das 29:29 des TSV in Handschuhsheim. Der Spitzenreiter bleibt vorne.

Packendes Finale im Topspiel: Birkenaus erfolgreicher Siebenmeterschütze Jakub Majirsky wird beglückwünscht, Handschuhsheim ist enttäuscht. Foto: Mathias Brock
Packendes Finale im Topspiel: Birkenaus erfolgreicher Siebenmeterschütze Jakub Majirsky wird beglückwünscht, Handschuhsheim ist enttäuscht.

Handschuhsheim. Der TSV Birkenau erkämpfte sich nach einer bärenstarken Schlussphase beim 29:29 (16:13) einen extrem wichtigen Punkt bei Verbandsliga-Spitzenreiter TSV Handschuhsheim. Trotz einer Krankheitswelle und dem Fehlen von Marian Kleis, Robin Rahn und Rion Lather fügten die Falken dem Tabellenführer in dessen Halle den ersten Punktverlust zu.

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Die Falken blieben bis zum 8:7 (15.) dran, doch als Alex Fickel früh seine zweite Zeitstrafe absitzen musste, nutzte der Gastgeber seine Chance und zog auf 11:7 davon. Trainer Stefan Pohl nahm beim 13:9 (23.) die Auszeit. Doch der Rückzug war in den folgenden Minuten nicht auf dem gewohnten Level. Als auch Abwehrchef Ronny Unger beim Stand von 15:11 (26.) bereits zum zweiten Mal eine Zeitstrafe absaß, wurden die Wechseloptionen weiter gemindert. Aber die Falken verteidigten auch gegen sieben Feldspieler mutig. „Wir waren in Halbzeit eins im Angriff zu ungeduldig, haben uns zu oft zu Rückraumwürfen verleiten lassen. Handschuhsheim hat ordentlich aufs Tempo gedrückt. Das wollten wir hintenraus nutzen.“

Vier-Tore-Rückstand aufgeholt

Und das gelang. Als Luca Roll einen Strafwurf entschärfte und Marco Jöst im Gegenzug auf 19:18 (35.) verkürzte, schien das Momentum auf Birkenauer Seite zu sein. Aber die Heidelberger kamen zurück, angepeitscht vom Publikum, stellten sie auf 23:18 (40.). Auch beim 26:22 (50.) und 29:25 (56.) schienen die Bitz-Schützlinge auf der Zielgerade.

Doch Birkenau blieb fokussiert. Vor allem Brock, Jöst und Majirsky übernahmen in der Phase Verantwortung, in der Spielmacher Hirsch durch Manndeckung kaltgestellt wurde. In der Abwehr riskierte der TSV mehr und wurde durch Ballgewinne belohnt. Leon Back parierte in den Schlusssekunden einen freien Wurf vom Kreis. Hirsch nutzte eine Lücke und konnte nur durch ein Foul im Torraum gestoppt werden. Die Spielzeit lief ab und Jakub Majirsky verwandelte den Strafwurf eiskalt zum umjubelten Ausgleich. „Kompliment an die Jungs, wir spielen eine sehr disziplinierte zweite Halbzeit und werden durch eine überragende 4:0-Crunchtime belohnt. Wir sind die erste Mannschaft, die hier was mitnimmt“, lobte Pohl seine nie aufgebenden Falken. sp

TSV Birkenau: Back, Roll, Samardzic; Böhm (6), Brock (6), Fickel, Hirsch (3), Jöst (4), Majirsky (6), May, Schmitt (2), Sedlacek (1), Unger (1).