Das Testspiel-Derby geht an die TSG 1862/09 Weinheim
Der badische Verbandsligist lässt Hessenliga-Aufsteiger SV Unter-Flockenbach beim 3:1-Erfolg kaum eine Chance. SVU-Trainer Hammann findet deutliche Worte.
Die Gemütslage der beiden Trainer hätte nach dem Testspiel-Derby zwischen der TSG 1862/09 Weinheim und dem SV Unter-Flockenbach am Samstagnachmittag unterschiedlicher kaum sein können: Auf der einen Seite strahlte Weinheims neuer Coach Lukas Cambeis bis über beide Ohren, sein Flockenbacher Gegenüber, Nico Hammann, war hingegen restlos bedient.
Vorangegangen war ein 90-minütiger Vorbereitungskick, den der Vizemeister der badischen Verbandsliga völlig verdient mit 3:1 (2:1) gegen den Hessenliga-Aufsteiger gewonnen hatte. „Eigentlich müssen wir noch ein paar Tore mehr schießen“, sagte Cambeis und verwies dabei unter anderem auf eine Großchance des eingewechselten Selim Jungmann, der aus kurzer Entfernung an SVU-Keeper Paul Lawall scheiterte (71.). Ebenso freistehend hatte TSG-Neuzugang Danny Kadioglu den Ball in der 51. Minute neben das Tor gesetzt.
Pfeilschnelle TSG-Angreifer
Doch auch so war es eine beeindruckende Leistung, die die TSG 62/09 gut eineinhalb Wochen nach Beginn der Vorbereitung zeigte. „Defensiv standen wir mit der Dreierkette im Vergleich zur 0:1-Niederlage gegen Herxheim am Mittwoch deutlich kompakter, mit dem Ball war es auch sehr ordentlich. Hinzu kamen noch richtig gute Umschaltmomente“, so Cambeis.
Stark präsentierten sich vor allem die pfeilschnellen Neuzugänge Danny Kadioglu, Noah Hannawald und Sebastian Beikert, die die SVU-Abwehr gemeinsam mit Marlon Ludwig gehörig durcheinanderwirbelten.
"Das war jetzt unser drittes Spiel in nur vier Tagen. Klar, dass sich das dann auch in der Leistung niederschlägt." (Nico Hammann, Spielertrainer des SV Unter-Flockenbach)
Bei den „Flockies“, die bereits am 27. Juli in die neue Saison starten und somit schon deutlich mehr Trainings- und Testspieleinheiten in den Knochen haben, war am Samstag dagegen reichlich Sand im Getriebe. „Ich bin überhaupt nicht zufrieden“, gab Hammann zu Protokoll. „Weinheim hatte mehr Ballbesitz, die besseren Chancen und war heute einfach auch die bessere Mannschaft.“
Zwar merkte er auch an: „Das war jetzt unser drittes Spiel in nur vier Tagen. Klar, dass sich das dann auch in der Leistung niederschlägt.“ Er kritisierte aber weiter: „Wenn es läuferisch nicht geht, muss man eben über den Ballbesitz ins Spiel finden. Das ist uns nicht gelungen.“
Hannawald markiert die Führung
Zum Spielverlauf: Hannawald brachte die Gastgeber mit einem satten Drehschuss früh in Führung (14.). Dem zwischenzeitlichen Ausgleich durch Müslim Arikan (31.) ließ Gaetano Giordano kurz vor dem Pausenpfiff per Foulelfmeter das 2:1 folgen – Max Heckhoff hatte TSG-Kapitän Yannick Schneider von den Beinen geholt.
Den dritten Weinheimer Treffer markierte Marlon Ludwig nach einer knappen Stunde: Nach einer Flockenbacher Ecke spielten die Weinheimer schnell nach vorne, Kadioglu schickte Ludwig auf die Reise und der Angreifer ließ Lawall keine Chance.