Der Weinheimer Fußball-Profi Lukas Rupp spielt jetzt für Hessen Kassel
Nach einer über sechsmonatigen Spielpause startet der 33-Jährige in der Regionalliga ein neues Kapitel. Dort soll er Führungsspieler werden
Er ist wieder da: Lukas Rupp spielt in Deutschland. Am Montagabend wurde offiziell, dass der 33-jährige Weinheimer für Fußball-Regionalligist KSV Hessen Kassel auflaufen wird. Nach seinem glücklosen Engagement bei Aris Thessaloniki hat er sich den Nordhessen bis zum Saisonende angeschlossen, will dort als Führungsspieler vorangehen. „Das individuelle Fithalten ging mir auf die Nerven. Also habe ich mir das Angebot des Vereins angehört und nach einem wertschätzenden Gespräch mit dem Trainer beschlossen, dass das für mich passt“, sagt der Mittelfeldakteur, der der teilweise sehr jungen Mannschaft mit seiner Erfahrung weiterhelfen soll.
Zuletzt hatte Rupp den Wunsch geäußert, einfach nur bei einem gut geführten Verein, am liebsten in Deutschland, spielen zu können. Sein letztes Pflichtspiel mit Thessaloniki hatte er am 3. März bestritten, seither durfte er in Griechenland nicht mehr ran. Kassels Sportchef Sportchef Sören Gonther hatte zusammen mit „Ruppinho“ in Paderborn gespielt. Seine 137 Bundesligapartien bestritt der Mann, der bei der TSG 1862/09 seine ersten Fußballschritte machte, für Mönchengladbach, den VfB Stuttgart und die TSG 1899 Hoffenheim, ehe er 2020 zu Norwich City in die Premier League wechselte.
Dann folgten anderthalb zehrende Spielzeiten in Thessaloniki. „Wieder spielen zu dürfen, war mir jetzt wichtiger, als auf ein Angebot, womöglich wieder im Ausland, zu warten.“ Außerdem freue er sich auf die vielen Besuche in seiner Heimat: Walldorf, Hoffenheim, der Stuttgarter Raum. „Und natürlich das Spiel in zwei Wochen in Offenbach. Da können endlich mal wieder meine Freunde und Familie zu schauen.“
„Verantwortung übernehmen“
Dass Rupp bis dahin dem Team schon helfen kann, hofft er natürlich. „Ich habe individuell gut gearbeitet, hatte gestern meine erste Einheit mit der Mannschaft, wo ich super aufgenommen wurde. Wahrscheinlich werde ich noch ein wenig brauchen, um auf mein Level zu kommen. Aber dann will ich Verantwortung übernehmen und dem Kasseler Spiel den Stempel aufdrücken.“
In Weinheim fitgehalten
Fit gehalten hat sich Lukas Rupp auch in Weinheim, unter anderem mit seinem Trainer im Sepp-Herberger-Stadion. „Lukas Cambeis, mein ehemaliger Mitspieler beim KSC und jetziger Weinheimer Cheftrainer, hatte mir angeboten, am Teamtraining teilzunehmen. Da war mir das Risiko, dass was passiert, dann aber zu groß.“
Für Kassel könnte Rupp am Samstag (14 Uhr) im Hessenderby gegen Steinbach-Haiger zum ersten Mal im heimischen Auestadion auflaufen. Die Löwen haben in acht Spielen bislang erst zehn Punkte gesammelt. Von Rupp erhoffen sich die Verantwortlichen mehr Stabilität und Sicherheit im Mittelfeld. In der Fußball-Regionalliga Südwest könnte es am 12. Oktober übrigens auch zu einem Weinheimer Duell kommen: Der 19-jährige Freddy Rahn, seit dieser Saison Verteidiger bei der SGV Freiberg, stammt ebenfalls aus der Zweiburgenstadt.