Ende der Winterpause in der Fußball-Hessenliga

Warum der SV Unter-Flockenbach auch Hessen Kassel die Daumen drückt

Der Abstiegskampf ist bereits zum Re-Start der Fußball-Hessenliga in vollem Gange. Wie viele Teams letztlich absteigen, hängt auch von den hessischen Regionalligisten ab.

Für den SV Unter-Flockenbach beginnt bereits am Samstag das Pflichtspielprogramm in der Fußball-Hessenliga. Foto: Fritz Kopetzky
Für den SV Unter-Flockenbach beginnt bereits am Samstag das Pflichtspielprogramm in der Fußball-Hessenliga.

Region. Mit dem Gastspiel beim Tabellenzweiten FC Bayern Alzenau startet der SV Unter-Flockenbach am Samstag, 15. Februar (14.30 Uhr), in die zweite Saisonhälfte der Fußball-Hessenliga – wobei dies streng genommen gar nicht stimmt. Denn vor Beginn des 24. Spieltags können die 19 Teams bereits auf 22 bestrittene Partien zurückblicken. Nahezu zwei Drittel der Saison sind somit absolviert.

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Mit 14 Siegen aus 21 Begegnungen ist Rot-Weiß Walldorf mit 45 Zählern das Nonplusultra der Liga. Die Walldorfer haben nicht nur vier Punkte Vorsprung auf die direkte Konkurrenz aus Alzenau und Fernwald, sondern auch ein zusätzliches Spiel in der Hinterhand. Und zum Wiederanpfiff von Hessens höchster Spielklasse hat RW direkt die Chance, den Vorsprung im Topspiel in Fernwald weiter auszubauen.

Im Hinspiel gegen Bayern Alzenau geriet der SV Unter-Flockenbach böse unter die Räder - 0:7. Foto: Fritz Kopetzky
Im Hinspiel gegen Bayern Alzenau geriet der SV Unter-Flockenbach böse unter die Räder - 0:7.

Dahinter tummelt sich ein kleines Feld an Mitstreitern, die noch Richtung Relegationsplatz schielen. Dazu zählen neben Alzenau und Fernwald (beide 41 Punkte) auch Türk Gücü Friedberg (38), Hünfeld (36) und die U21 des SV Darmstadt 98 (35). Die Junglilien starteten nach einem holprigen Saisonbeginn eine furiose Aufholjagd: Aus den letzten zehn Begegnungen verbuchte das Team mit dem jüngsten Altersdurchschnitt der Liga (19,8) ganze acht Erfolge und gilt somit als Geheimfavorit für den Aufstieg.

Bange Blicke in die Regionalliga

Die Anzahl der Absteiger hängt unterdessen auch davon ab, wie viele hessische Teams aus der Regionalliga Südwest in die Hessenliga absteigen. Insgesamt sieben Vertreter zählt das Bundesland Hessen in der vierthöchsten deutschen Spielklasse. Während die Offenbacher Kickers (2.) und der FSV Frankfurt (3.) den Blick Richtung Drittliga-Rückkehr richten und der TSV Steinbach Haiger (7.) sowie die SG Barockstadt Fulda-Lehnerz (8.) sich im stabilen Mittelfeld eingependelt haben, ist die Lage für die anderen Kontrahenten FC Gießen (15.), Eintracht Frankfurt II (16.) und Hessen Kassel (17.) um den Weinheimer Ex-Profi Lukas Rupp deutlich angespannter.

Im schlechtesten Fall könnten demnach drei Teams von oben Startplätze für die kommende Hessenliga-Saison 2025/26 beanspruchen. Und das ist vor allem für die Teams aus dem unteren Tabellendrittel keine gute Nachricht: Fünf direkte Abstiegsplätze und ein weiterer Abstiegsrelegationsplatz wären laut Mitteilung des Hessischen Fußball-Verbandes (HFV) die bittere Konsequenz.

Beachtliche acht Siege durften die "Flockies" bislang in der Saison 2024/25 bejubeln. Dennoch ist auch der Tabellenzehnte nach wie vor abstiegsgefährdet. Foto: Fritz Kopetzky
Beachtliche acht Siege durften die "Flockies" bislang in der Saison 2024/25 bejubeln. Dennoch ist auch der Tabellenzehnte nach wie vor abstiegsgefährdet.

Akut betroffen sind hiervon nicht nur die bereits abgeschlagenen TuS Hornau (zwölf Punkte und 18. Platz) und Tabellenschlusslicht TSV Steinbach Haiger II (zwölf Punkte und 19.), auch der FSV Wolfhagen, der SV Weidenhausen und die beiden Traditionsvereine 1. Hanauer FC und KSV Baunatal müssten nach jetzigem Stand den Weg in die jeweiligen Verbandsligen beziehungsweise in die Abstiegsrelegation antreten.

Klar also, dass sie alle mit großem Interesse nach Gießen, Frankfurt oder Kassel blicken.

Auch der SVU muss noch bangen

Und nicht nur die. Denn das Feld der „Gefährdeten“ ist deutlich größer: Der SV Steinbach als 13. hat beispielsweise nur einen Zähler mehr auf dem Konto als Weidenhausen, Baunatal und Hanau. Und auch der Aufsteiger aus Gorxheimertal muss weiter bangen: Mit 30 Zählern und einer Tordifferenz von 41:50 rangiert der SV Unter-Flockenbach zwar auf dem respektablen zehnten Platz, das Polster beträgt allerdings gerade einmal fünf Punkte.

Nicht nur aus regionaler Verbundenheit dürften die "Flockies" deshalb auch Lukas Rupp ganz besonders fest die Daumen drücken.

Unabhängig davon, ist für den SVU und alle anderen Teams aus der unteren Tabellenhälfte aber vor allem eine erfolgreiche Rückkehr aus der Winterpause vonnöten, da jeder Punkt über den Klassenerhalt in der Hessenliga entscheidend sein könnte. Kurz gesagt: Der Abstiegskampf ist bereits zum Re-Start der Liga in vollem Gange.