Heddesheim würde den "Best Case" annehmen
Sowohl die Herren, als auch die Frauen der SG stehen aktuell an der Oberliga-Spitze. Den Weg eines Doppel-Aufstiegs würde der Verein mitgehen.
Heddesheim. Spitzenspiel und Derby: Die Heddesheimer Handballfans wollen den Sonntag in der Nordbadenhalle zum Feiertag machen. Zunächst empfangen die Oberliga-Frauen der SG Heddesheim als Tabellenführer Verfolger HSG Walzbachtal. Um 17.30 Uhr wollen die SGH-Löwen dann ihren Platz an der Sonne gegen die HSG Weschnitztal verteidigen. Im besten Fall stehen beide Heddesheimer Teams auch am Saisonende noch an der Tabellenspitze und würden damit als badische Meister in die Regionalliga Baden-Württemberg aufsteigen. Kann Heddesheim das überhaupt?
Schmid: "Wer will, darf"
„Natürlich machen wir uns darüber Gedanken, zumal die Lage mit gleich zwei Teams an der Spitze sehr besonders ist. Aber wir von der Abteilungsleitung sind uns da einig: Wer Erster ist, soll und darf natürlich aufsteigen. Das hat man sich dann ja auch verdient“, sagt Thomas Schmid aus der Sportlichen Leitung. Es wäre nicht nur ein doppelter Aufstieg aus Vereinssicht. Denn schon allein, wer sich in der Saison 2025/26 für die dann baden-württembergische Oberliga qualifiziert, wird es als badischer Verein gegen die starke württembergische Konkurrenz nicht leicht haben. Als Aufsteiger in die Regionalliga Baden-Württemberg würden die Heddesheimer quasi dann sportlich sogar zwei Klassen höher spielen als bislang. Ein ambitioniertes Unterfangen.
„Sollten wir den Regionalliga-Aufstieg schaffen, ist uns klar, dass wir von Anfang an gegen den Abstieg spielen würden. Eigentlich bräuchte man für die neue Klasse auch drei neue Spieler, aber solche Zugänge wie Gianluca Pauli oder Philipp Ulrich gibts natürlich nicht jedes Jahr“, sagt Schmid, der sich in dieser Saison über den breiten Kader freut. Und über die Rückkehr von Marlon Lierz, der bei den Löwen mittrainierte und nach personellem Engpass in dieser Runde aushilft. Wie es generell personell für die Saison 2025/26 aussieht, das klären Schmid&Co. gerade ab. „Wir werden aus privaten oder beruflichen Gründen Abgänge, aber auch Zugänge haben“, sagt Schmid. Klar ist, dass der Verein mit Trainer Frank Schmitt weitermachen wird und das Gros zusammenbleibt. Egal, in welcher Liga.
Frauen suchen Verstärkung
Ganz ähnlich sieht es dahingehend bei den Heddesheimer Frauen aus. Hinter zwei Spielerinnen steht noch ein Fragezeichen, Aylin Gedik (studienbedingt nach Köln), Kathrin Scheiner (nur noch standby) und Torfrau Carlotta Münch werden den aktuellen Spitzenreiter verlassen, Zwei Zugänge stehen bereits fest, aber Trainer Branko Dojcak sucht noch nach Verstärkung im Rückraum. „Maike Korn wird uns wegen ihres Kreuzbandrisses lange fehlen.“ Die Tore von einer der Haupttorschützinnen sollen nun besser im Team verteilt werden. Beim Arbeitssieg bei Schlusslicht Nußloch gelang das leidlich. Am Sonntag um 15.30 Uhr muss da eine klare Steigerung her, will Heddesheim seine Tabellenführung vor dem zweitplatzierten Gast verteidigen. „Wir müssen kämpfen bis zum Schluss. Aber das ist auch unsere DNA“, sagt Dojcak, der auch mit der Entwicklung der jungen Spielerinnen zufrieden ist.
Vom Aufstieg zu reden ist dem erfahrenen Coach allerdings viel zu früh. Nicht zuletzt, weil Walzbachtal mit der 30:13-Klatsche gegen Weinheim aufhorchen ließ und die Heddesheimerinnen in dieser Trainingswoche grippegeschwächt waren. „Wir haben noch viele schwere Spiele in Birkenau, in Rintheim, in Wiesloch. Da kann noch viel passieren.“