Tischtennis

Krimi mit ernüchterndem Ausgang für den TTC 46

Weinheim muss nach dem Remis gegen das Schlusslicht um einen der beiden ersten Plätze bangen

Das war nicht geplant. Sowohl Mateja Jeger (rechts) als auch Ece Harac blieben in ihren beiden Einzeln sieglos. Weil ansonsten nur Yuan Wan überzeugte, sprang für den TTC 46 Weinheim nur ein Remis gegen Schlusslicht TTG Bingen/Münster-Sarmsheim heraus. Foto: Thomas Rittelmann
Das war nicht geplant. Sowohl Mateja Jeger (rechts) als auch Ece Harac blieben in ihren beiden Einzeln sieglos. Weil ansonsten nur Yuan Wan überzeugte, sprang für den TTC 46 Weinheim nur ein Remis gegen Schlusslicht TTG Bingen/Münster-Sarmsheim heraus.

Das war nicht eingeplant. Die Damen des TTC 46 Weinheim konnten einen 4:0-Führung gegen das Schlusslicht der 1. Tischtennis-Bundesliga, die TTG Bingen/Münster-Sarmsheim nicht nutzen. Am Ende reichte es nur zu einem enttäuschenden 5:5 vor heimischem Publikum. „Wenn im hinteren Paarkreuz nichts kommt, kann man kein Spiel gewinnen“, so die nüchterne Analyse von Trainer Rainer Schmidt nach dem enttäuschenden Ergebnis.

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Dabei ging alles so gut los. Das Doppel Hsien-Tzu Cheng/Yuan Wan musste nicht viel kämpfen, um sich gegen Rakovac/Mvnarova klar durchzusetzen. Und nebenan waren Ece Harac/Mateja Jeger schließlich auch erfolgreich, als sie im Entscheidungssatz Qi Shi/Kuzmina noch bezwangen.

Hsien-Tzu Cheng konnte auch endlich mal wieder triumphieren, als sie Katerina Tomanovska in drei glatt gewonnenen Sätzen in die Schranken wies. Über die volle Distanz ging das Match zwischen Yuan Wan und Lea Rakovac. Die Weinheimer Spitzenspielerin sicherte sich die beiden ersten Durchgänge mit jeweils 12:10, musste die nächsten aber knapp abgeben, bevor sie den Entscheidungssatz mit 11:4 beherrschte.

Bei diesem Zwischenstand von 4:0 herrschte am Sieg des Tabellenführers gegen den Tabellenletzten kein Zweifel – aber es kam doch anders. Zwischen Ece Harac und Elena Kuzmina entwickelte sich das erste hochspannende Match. Harac führte schon mit 2:1 Sätzen, holte im vierten ein 6:9 noch zum 9:9 auf, verlor dann aber den Satz und unterlag auch im Entscheidungsdurchgang Kuzmina, die beim 13:11 in der Verlängerung für ihre Farben jubeln durfte.

Bei Mateja Jeger lief im Spiel gegen Qi Shi nicht viel zusammen, nur im zweiten Durchgang war sie nah dran. Hsien-Tzu Cheng lieferte eine hervorragende Leistung ab, lag schon mit 0:2 Sätzen zurück, glich kämpferisch und präzise auch und musste sich gegen Lea Rakovac dann schließlich doch im fünften Durchgang knapp beugen. Den fünften Zähler tütete endlich Yuan Wan ein, als sie gegen die in der Rückrunde noch nie erfolgreiche Katerina Tomanovska mit 3:1 siegreich blieb.

Das 5:3 reichte aber nicht zum Sieg. Sowohl Ece Harac als auch Mateja Jeger unterlagen jeweils im fünften Satz. Ece konnte gegen Qi Shi zweimal den Satzausgleich herstellen, führte im Schlusssatz 4:2, kassierte danach aber neun Punkte in Folge zum 4:11. Und auch Mateja war erst im Entscheidungssatz gegen Elena Kuzmina unterlegen, sodass am Ende ein nicht erwartetes Remis auf der Anzeigetafel stand. Eigentlich wollte der TTC Wiedergutmachung betreiben.

Damit rückt der TSV Langstadt mit einem Verlustpunkt weniger an die Spitze, und die weiteren Spiele gegen Kolbermoor (23. Februar), in Langstadt (1. März) und in Berlin (22. März) sind nicht gerade leicht, sodass einer der beiden ersten Plätze für die direkte Qualifikation für die Halbfinals der Play-Offs in Gefahr gerät. Auch wenn der Tabellendritte Dachau auch noch extrem schwere Spiele vor der Brust hat, wollte Weinheim diesem Risiko eigentlich entgehen. hol