S3L plant eine vorzeitige Bescherung für die Fans
Der Drittligist will sich mit einem Sieg im letzten Heimspiel des Jahres gegen Korschenbroich für die Unterstützung bedanken. Ein Spieler der Gäste freut sich auf die Rückkehr in die Heimat.
Thorsten Schmid, Trainer von Handball-Drittligist S3L, hofft vor der Partie des Tabellenvierten gegen den TV Korschenbroich (Samstag, 7. Dezember, 19.30 Uhr) auf ein kleines Weihnachtsgeschenk – nicht nur für sich und die Mannschaft, sondern vor allem auch für die Zuschauer. „Wir wollen dieses Spiel gewinnen und den Anschluss nach oben halten“, gibt sich der Coach vor dem letzten Heimspiel des Jahres 2024 kämpferisch.
Mit einem Heimsieg könne sich die Mannschaft jetzt selbst belohnen, nach einer bisher vom Verletzungspech geprägten, eher schwierigen Hinrunde.
Nach wie vor gibt es für den Trainer wenig Möglichkeiten, während eines Spiels zu wechseln. Zu viele Spieler sind weiter verletzt oder krank. „Wir müssen uns eben durchwurschteln“, sagt Schmid, aber bisher habe sein Team das „ganz gut“ hinbekommen.
Wiedersehen mit Fritz Bitzel
- Für Korschenbroichs Fritz Bitzel ist die exakt 276 Kilometer lange Fahrt nach Hirschberg zugleich eine Reise in die alte Heimat. Der 1,96 Meter große und 108 Kilogramm schwere Kreisläufer wurde am 2003 in Heidelberg geboren.
- Seine handballerische Karriere begann der 21-Jährige beim TVG Großsachsen, einem der vier Vereine, die sich zur Saison 2024/25 zur Spielgemeinschaft „Saase³Leutershausen Handball“ zusammengeschlossen haben.
- Über die HSG Weinheim/Oberflockenbach kam Bitzel zum Nachwuchs der Rhein-Neckar Löwen, mit der A-Jugend der Löwen feierte er 2022 den Gewinn der deutschen Meisterschaft.
- Im Sommer 2022 wechselte der Student zur HSG Krefeld Niederrhein in die 3. Liga, seit Juli 2024 steht er nun beim benachbarten TV Korschenbroich unter Vertrag.
Besonders stark präsentierten sich die gebeutelten Bergsträßer vor Wochenfrist in Mittelhessen. Bei ihrem furiosen 32:19-Auswärtssieg gegen die HSG Dutenhofen-Münchholzhausen II hat die Mannschaft eindrucksvoll unter Beweis gestellt, dass sie auch mit schwierigen Situationen gut umgehen kann.
TVK kämpft um den Klassenerhalt
Der kommende Gegner, TV Korschenbroich aus Nordrhein-Westfalen, wird derweil alles in die Waagschale werfen, um etwas Zählbares mit nach Hause zu nehmen. Die Mannschaft von Trainer Frank Berblinger liegt aktuell auf dem 15. Tabellenplatz (4:22) und kämpft entsprechend engagiert um den Klassenerhalt. Allerdings haben auch die Mannen vom Niederrhein mit Personalproblemen zu kämpfen.
„Die Situation ist weiterhin angespannt. Aber wir werden in Leutershausen das Bestmögliche versuchen, um unseren Negativtrend zu stoppen“, wird Berblinger auf der TVK-Homepage zitiert. An der Bergstraße erwarte das Team aus der Heimatstadt des Fußball-Weltmeisters von 1974 und früheren Bundestrainers Berti Vogts „ein starker Gegner, der ein hohes Tempo spielt, und über einen wurfgewaltigen Rückraum sowie eine gute 6:0-Deckung verfügt.“
Wichtig sind "schnelle und frühe Tore"
Auch die Bergsträßer haben den Gegner im Vorfeld genauestens analysiert. „Korschenbroich spielt mit einer aggressiven und sehr robusten Abwehr“, weiß S3L-Trainer Thorsten Schmid – und betont: „Wichtig ist, dass wir schnelle und frühe Tore werfen“.
Freuen dürfte das dann, wie von Schmid eingangs betont, nicht nur Trainer und Mannschaft, sondern auch die Zuschauer. Und natürlich wird auch die Jugend der S3L-Familie über viele Tore der eigenen Mannschaft begeistert sein – vor allem, weil es für sie noch eine ganz besondere Wichtelaktion gibt. Mitwichteln dürfen von den Superminis bis zur D-Jugend alle kleinen Handballer. Was fast genauso gut ist: Alle, die ihren Zettel mit Namen in die Box am Halleneingang werfen, um dann eine Woche später ein Geschenk zu bekommen, haben am Samstagabend in der Heinrich-Beck Halle gemeinsam mit ihren Eltern freien Eintritt.
Spendenübergabe in der Pause
Vielleicht treffen Sie dann im Foyer auch die Bärenfamilie mit Maskottchen. Mehrere Spieler der S3L hatten die Kinder-Intensivpflege in Heppenheim unlängst besucht und waren von der engagierten Arbeit dort so begeistert, dass sie die Bärenfamilie weiter unterstützen werden. In der Halbzeitpause des Spiels gegen Korschenbroich will die Mannschaft der Bärenfamilie einen Spendenscheck überreichen. feh/fran
S3L II hofft auf den dritten Sieg
Auch nach der jüngsten Partie gegen den HC Neuenbürg gab es wieder nur lange Gesichter in der Sachsenhalle. Die zweite Mannschaft der S3L war nahe dran am ersten doppelten Punktgewinn in heimischen Gefilden, gab den Sieg aber in den letzten Minuten noch aus der Hand. So ist die Lage für die Mannen von Trainer Timo Baumann nicht einfacher geworden. Mit nur fünf Punkten aus zwölf Spielen belegt die „kleine“ S3L momentan den drittletzten Tabellenplatz in der Handball-Regionalliga Baden-Württemberg und würde nach jetzigem Stand in die Oberliga absteigen.
Am kommenden Sonntag, 8. Dezember, gibt es bei der HSG Ostfildern aber bereits eine neue Chance für die Baumann-Sieben.
Die Handballspielgemeinschaft, die aus dem TB Ruit und TSV Scharnhausen gebildet wurde, hat eine ruhmreiche Vergangenheit. Scharnhausen war in den 90er-Jahren zweimal im Oberhaus vertreten, bevor es wieder nach unten ging. Bekanntestes Gesicht des Vereins war sicherlich der viel zu früh verstorbene Dr. Rolf Brack.
In der zweiten Saison nach dem Aufstieg in die Regionalliga hat die HSG Ostfildern nun bereits fünf Siege eingefahren, mit 10:14 Punkten rangiert das Team im Mittelfeld der Tabelle. Das Besondere daran, ist sicherlich, dass vier der fünf Siege auswärts eingefahren wurden. „Nur“ gegen Blaustein landete man einen Heimsieg. Teil der Wahrheit ist aber auch, dass Ostfildern an bisher zwölf Spieltagen bereits acht Mal auswärts antreten musste. Gleichwohl möchte Ostfildern seine Heimbilanz gegen die S3L sicherlich aufbessern und sich selbst in der Tabelle weiter Luft nach unten verschaffen.
Die S3L II muss nun allerdings die verlorenen Punkte vom vergangenen Wochenende woanders holen, und benötigt dringend zwei Punkte. Egal, ob auswärts oder zu Hause.
Favorit sind am Sonntag sicherlich die Gastgeber, aber vielleicht gelingt dem Team von der Bergstraße ja eine Überraschung. Für Zuversicht sorgt dabei, dass sich die Baumann-Schützlinge auswärts bislang meist leichter getan haben, als in der heimischen Sachsenhalle. Und so hofft man an der Bergstraße, dass in Scharnhausen tatsächlich Saisonsieg Nummer drei eingefahren wird.
Trainer Timo Baumann betont: „Ostfildern hat ein Team mit einer guten Mischung aus erfahrenen und jungen, hungrigen Spielern. Wir schauen aber momentan mehr auf uns, besonders auf unser Verhalten in der Crunch-Time. Da müssen wir unsere Fehler reduzieren und die Chancen besser verwerten. Wir haben gegen Neuenbürg ein gutes Spiel gemacht, aber genau dort dann die Partie verloren. Wir wollen, bei noch drei ausstehenden Spielen, bis zur Winterpause noch vier Punkte holen. Das wird schwierig, aber nicht unmöglich. Wir werden alles geben, egal mit welchem Team wir auflaufen.“ hm