Handball

S3L-Aufgabe: die Fans versöhnen

Der Drittligist will die letzte Heimniederlage vergessen machen. Und das Regionalligateam hofft auf eine Überraschung

Timo Baumann, Trainer von Handball-Regionalligist S3L II, und sein spielender Co-Trainer Tobias Schetters (rechts) haben bislang keinen Grund für gute Laune. Foto: Philipp Reimer Fotografie
Timo Baumann, Trainer von Handball-Regionalligist S3L II, und sein spielender Co-Trainer Tobias Schetters (rechts) haben bislang keinen Grund für gute Laune.

Die Drittliga-Handballer der Spielgemeinschaft S3L gehen nach dem Sieg in Köln gestärkt ins Heimspiel gegen den TuS 1882 Opladen. „Wir haben was gut zu machen für die Fans“, sagt Trainer Thorsten Schmid noch im Hinblick auf die jüngste Heimniederlage. „Wir spielen auf Sieg.“

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Schmid hofft, dass die Jungs nach dem letzten desaströsen Heimspiel noch einmal die gleiche Reaktion abrufen können, wie beim Sieg gegen den Longericher SC Köln (34:25). Einfach wird das allerdings nicht, denn die S3L ist wieder von Verletzungspech gebeutelt. Nikola Sorda muss erneut operiert werden und fällt die kommenden drei Monate aus, Yessine Meddeb ist weiterhin krank und hinter dem Einsatz von Niklas Krämer, der sich in Köln am Unterschenkel verletzte, steht noch ein großes Fragezeichen.

Mit Opladen kommt eine spielstarke Mannschaft in die Heinrich-Beck Halle, die den gleichen Punktestand wie die S3L vorweist. „Das wird auch aufgrund unseres erneuten personellen Engpasses eine schwierige Aufgabe“, weiß der Coach. Zumal die gegnerischen Spieler im Angriff sehr variabel seien.

Dennoch sei die Stimmung in der Mannschaft optimistisch und geprägt von positiver Energie. „Eine solche Niederlage wie gegen Saarlouis ist natürlich sehr schmerzhaft“, sagt Schmid, doch die Mannschaft sei geschlossen und stabil und gehe reflektiert auch mit Rückschlägen um. „In der Trainingswoche haben bisher alle Spieler wirklich alles gegeben“, betont der Coach. Diese Power mache die Mannschaft aus, ergänzt er. Es sei bemerkenswert, dass nach dem großen Umbruch die neue Mannschaft so schnell zusammengefunden habe. „Wenn wir wieder in Bestform antreten können, wird alles möglich“, ist sich Thorsten Schmid sicher.

Die TuS 1882 Opladen setzte sich zuletzt mit 32:24 erfolgreich gegen Friesenheim durch und liegt auf dem sechsten Tabellenplatz. Punktgleich (8:4) mit der S3L als Vierter. Anwurf in der Heinrich-Beck Halle in Leutershausen ist am Samstag um 19.30 Uhr.

Nächster dicker Brocken für S3L II

Nach zehntägiger Spielpause geht es für S3L Handball II am Sonntag um 17 Uhr mit dem Heimspiel gegen den VfL Waiblingen in der Regionalliga weiter. Für das Team von Timo Baumann stehen bislang keine Punkte auf der Habenseite. In der letzten Partie am Tag der Deutschen Einheit beim TSV Weinsberg war eine klare Steigerung zu erkennen, aber zu Zählbarem reichte es nicht. Nach einem völlig verschlafenen Beginn verließ man als Verlierer den Platz und steht mit 0:8 Punkten am Tabellenende. Am Sonntag kommt mit dem VfL Waiblingen eines der Teams in die Sachsenhalle, die am Ende der Saison vorne erwartet werden. Der Absteiger aus der 3. Liga ist mit einer überraschenden Heimniederlage gegen den TSB Schwäbisch Gmünd in die Saison gestartet, hatte danach aber in Blaustein, in Weinsberg und zuhause gegen Neuenbürg nur noch deutliche Siege zu verzeichnen. Es scheint, als wäre Waiblingen in der Saison angekommen. S3L Handball ist auch in diesem Spiel der klare Außenseiter.

„Waiblingen ist ein sehr erfahrenes Team, da müssen wir von Anfang an da sein. Wir wollen an die Leistung vom vergangenen Donnerstag anknüpfen und diese weiter ausbauen“, sagt S3L-Trainer Timo Baumann. Der VfL-Rückraum ist sehr beweglich und die Defensive packt ordentlich zu, die Aufgabe für das junge S3L-Team könnte kaum schwieriger sein. Es gilt den Aufwärtstrend weiter fortzusetzen und sich nach und nach aus der Krise zu spielen, dann werden sich auch bald Erfolgserlebnisse einstellen. feh/hm