Handball

S3L will bei der Party nach dem Spiel richtig feiern

Saase3Leutershausen empfängt die TSG Haßloch und will die Schlappe beim Drittliga-Spitzenreiter vergessen machen. Das Regionalligateam hofft

Tim Burkard (links) wird Handball-Drittligist S3L wegen eines in Krefelds erlittenen Muskelbündelrisses für mehrere Wochen fehlen. Die Personallage bleibt angespannt. Foto: Gian-Luca Heiser
Tim Burkard (links) wird Handball-Drittligist S3L wegen eines in Krefelds erlittenen Muskelbündelrisses für mehrere Wochen fehlen. Die Personallage bleibt angespannt.

Der Coach ist energiegeladen und entschlossen: „Wir werden alles geben, um dieses Heimspiel zu gewinnen.“ Thorsten Schmid, Trainer des Handball-Drittligisten Saase3Leutershausen, hat Lust auf das Derby am Samstag. Um 19.30 Uhr gastiert die TSG Haßloch in der Leutershausener Heinrich-Beck-Halle.

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Und ab da will die S3L die Erinnerungen an das vergangene Wochenende löschen. Die Mannschaft müsse jetzt ein deutliches Zeichen setzen, um die hohe Niederlage in Krefeld wieder etwas wettzumachen. „Wir brauchen deutlich bessere Leistungen in der Abwehr und im Tor.“ Mit hohem Tempo habe man dann eine gute Chance, Gegner Haßloch unter Druck zu setzen.

Götz und Burkard fehlen

Zum ohnehin schon hohen Krankheitsstand hat sich nun aber auch noch Tim Burkard gesellt. Wie befürchtet erlitt er beim Auswärtsspiel gegen Krefeld einen Muskelfaserriss im Oberschenkel und wird mindestens sechs Wochen fehlen. Auch Tim Götz wird bei diesem Heimspiel noch nicht mit auf der Platte sein. Der 27-Jährige erholt sich von einer Stammzellenspende. Wie bereits berichtet war der Handballer ein „Match“ für einen krebskranken Menschen. Nach mehreren Vorbehandlungen erfolgte die Stammzellenentnahme in den vergangenen Tagen. „Ich habe alles gut überstanden“, berichtet Tim Götz.

Er wird sich noch einige Tage erholen müssen und kann nach einer weiteren Untersuchung möglicherweise beim Heimspiel am 2. November gegen Rodgau Nieder-Roden wieder mitspielen. „Wir sind alle sehr stolz auf Tim, dass er das gemacht hat“, betont der Trainer. Es gebe keinen besseren Grund, eine Weile auf Handball zu verzichten als möglicherweise das Leben eines Menschen zu retten.

Die Bären aus Haßloch werden es der S3L jedenfalls nicht leicht machen. „Das ist eine sehr spielstarke Mannschaft“, weiß Thorsten Schmid. Mit Marco Bitz hätten die Pfälzer einen sehr guten Torhüter und mit Yannik Muth einen sehr guten Spieler, den man ja in Leutershausen kenne. Dennoch ist der Coach optimistisch, dass bei diesem Derby nichts schief gehen wird.

„Ballübergreifende“ Party

Nach dem Spiel wird in der Heinrich-Beck Halle in jedem Fall kräftig gefeiert. Die Handballer haben die Fußballer eingeladen. Auf Augenhöhe von Ball zu Ball werden etwa 50 Mitglieder der befreundeten Vereine FV Leutershausen, SG Hohensachsen und SG Lützelsachsen die Jungs richtig anfeuern. Zur gemeinsamen Sause nach dem Spiel gibt es eine Sekt- und Aperol Bar mit Glitzereffekt. Das Startup „Glikör“ präsentiert glitzernde Liköre mit magischem Touch. Der junge Unternehmer Johannes Seiter aus Brühl ist ein Sponsor der vierten S3L-Herrenmannschaft. Anwurf ist am Samstag, um 19.30 Uhr.

Richtungsweisend für S3L II

Nah dran am ersten Sieg waren die Regionalliga-Handballer der S3L II an Samstag im Heimspiel gegen den TV Plochingen. Ganz gereicht hat es am Ende nicht, auch wenn man den ersten Punkt der Saison einfuhr, fühlte es sich erst einmal wie eine Niederlage an. Trotzdem: Die Kurve des Teams von Timo Baumann zeigt weiterhin klar nach oben. Von Spiel zu Spiel hat man sich gesteigert und so war der erste kleine Erfolg nur eine Frage der Zeit. Vielleicht gerade rechtzeitig vor dem nächsten wichtigen Spiel.

Am Sonntag steht die S3L in Ulm vor einer ganz wichtigen Partie. Denn Gastgeber TSG Söflingen geht es ähnlich. Fünf Saisonspiele, fünf Niederlagen – die TSG hat bisher noch nichts Zählbares erspielen können. Auch das Team aus Ulm wurde vor der Saison neu zusammengestellt. Kaum ein Spieler aus der letztjährigen Mannschaft spielt noch in Söflingen, die Mannschaft musste komplett neu aufgebaut werden. So ist das Ziel, wie bei S3L II, auch ganz klar Klassenerhalt. Zu Beginn der Saison gab es zwei deutliche Heimpleiten gegen Heiningen und Ostfildern. Was folgte, waren zwei knappe Ergebnisse in Blaustein und Albstadt, bevor man gegen den Tabellenführer aus Schwäbisch Gmünd auf dem Kuhberg keine Chance hatte. Die TSG hatte dann eine Woche Zeit, um sich auf die Partie gegen S3L Handball vorzubereiten.

Es geht um viel in diesem Spiel. Sicherlich kann man so früh in der Saison noch nicht von keiner Vorentscheidung sprechen, aber den Anschluss möchte keiner so schnell verlieren. Mit Weinsberg, Schutterwald und Wangen haben drei Teams zwei Punkte auf der Habenseite, zu denen könnte man aufschließen beziehungsweise sie überholen, bei einer Niederlage rutscht man ans Tabellenende.

S3L-Trainer Timo Baumann gibt sich angriffslustig: „Wir wollen die starke Leistung vom vergangenen Samstag konservieren. Im Idealfall reduziert jeder Einzelne seine persönliche Liste um ein, zwei Fehler. Nach dem ersten Punkt zuhause wollen wir nun auch auswärts unsere Leistung abrufen und punkten. Uns erwartet eine sehr offensive 3:2:1-Abwehr, gegen die wir Lösungen finden müssen. Ich erwarte eine schwierige und enge Partie.“ feh/hm