TV Wünschmichelbach wahrt seine Aufstiegschance
Die Weinheimer gewinnen das Spitzenspiel der 2. Bundesliga West gegen Dieburg mit 3:1 und können damit am Samstag in die Entscheidungsspiele einziehen.
Einen Spieltag vor Rundenende ist die 2. Faustball-Bundesliga West an Spannung kaum zu überbieten. Gleich vier Mannschaften dürfen weiter auf einen der beiden begehrten Spitzenplätze hoffen, die wiederum zur Teilnahme an den Entscheidungsspielen um den Aufstieg in die 1. Bundesliga berechtigen. Mittendrin im Kampf um den Aufstieg: der drittplatzierte TV Wünschmichelbach.
Noch vor einer Woche schien es, als würde der Zug in Richtung Relegationsrunde ohne die Weinheimer abfahren. Grund dafür war die ebenso überraschende wie überflüssige 1:3-Niederlage bei der ESG Karlsruhe.
Zwei Siege mussten her
Vor dem letzten Heimspieltag der regulären Saison am Samstag waren die Voraussetzungen entsprechend klar: Gegen den Tabellenzweiten TV Dieburg war ein Sieg Pflicht, um zumindest nach Punkten wieder mit den Südhessen gleichzuziehen. Und gegen Schlusslicht FG Griesheim mussten anschließend zwei weitere Zähler eingefahren werden, um die Aufstiegschancen vor dem Saisonfinale in Rendel am kommenden Samstag, 29. Juni, zu wahren.
Gesagt, getan: Der TVW übersprang auf dem nassen und dadurch schwer bespielbaren Rasenplatz am Bärsbacher Weg beide Hürden mit Bravour und rangiert nun – punktgleich mit Dieburg – auf dem dritten Platz
Gleich zu Beginn des Doppelspieltages stand das Spitzenspiel auf dem Programm – und dem TVW um Mannschaftskapitän und Weltmeister Jonas Schröter war die Nervosität in den ersten Minuten durchaus anzumerken.
Steigerung nach schwachem Start
Dieburg hingegen startete stark und lag schnell 4:0 in Front. Dann aber fingen sich die Weinheimer. In der Abwehr überzeugten Brian Croseck und Alexander Scheuermann, im Angriff donnerten Schröter und der Zwei-Meter-Hüne Tim Lutz den Dieburgern den Ball um die Ohren. Im ersten Spielabschnitt kamen die Gäste dadurch nur noch auf vier weitere Zähler, der TVW behielt mit 11:8 die Oberhand.
Im zweiten Satz kehrte dann allerdings der Schlendrian ein, gleich mehrere Nachlässigkeiten aufseiten der Wünschmichelbacher ließen den TV Dieburg zum 11:9 und somit auch zum Satzausgleich kommen.
Der Kapitän geht voran
Nun war es der Weltmeister, der in den folgenden Sätzen voranging und sein Team zurück in die Erfolgsspur führte. An fast allen TVW-Punkten war Jonas Schröter beteiligt – entweder als Passgeber oder als Vollstrecker. Und auch die Mitspieler fanden wieder zu ihrem Spiel aus dem ersten Satz zurück. Logische Folge: Beide Sätze gingen mit 11:7 und 11:8 an die Gastgeber, der Sieg war eingetütet.
„Mit dieser Leistung können wir zufrieden sein“, sagte Schröter. Mit den Worten „schnell und souverän“ kommentierte der Weltmeister dann das abschließende Spiel gegen Griesheim.
Der TVW gönnte dem Gegner beim 3:0 gerade einmal zehn Punkte und hat nach Einschätzung des Kapitäns somit „auf jeden Fall gute Chancen“, am Samstag in Rendel die Aufstiegsrunde am 13. Juli klarzumachen. Dafür muss jedoch neben einem Erfolg gegen die Gastgeber auch ein Sieg gegen Spitzenreiter Tiefenthal her.
U14 feiert Achtungserfolg
Einen Achtungserfolg verbuchte am Wochenende auch die U14 des TVW bei den Badischen Meisterschaften in Öschelbronn. Nach einer Niederlage gegen Bretten (0:2) und einem Sieg gegen Käfertal II (2:0) in der Vorrunde zog das Team ins Viertelfinale ein, wo allerdings gegen die Gastgeber Endstation war (0:2). Durch ein 2:0 gegen Käfertal II sicherte sich der TVW im Platzierungsspiel zumindest noch den fünften Rang.
Die weibliche U18 hatte hingegen bei ihrem Spieltag gegen Bretten und die Damen-Teams aus Schluttenbach und Karlsruhe kaum eine Chance. Hier stand allerdings die Spielpraxis im Vordergrund.