Vier Bergstraßen-Teams stehen im Kreispokal-Achtelfinale
Der SV Schriesheim, FV Leutershausen, TSG Lützelsachsen II und der TSV Sulzbach gewinnen ihre Kreispokalspiele. Jetzt kommt es zum attraktiven Derby
Mit ihren Siegen in der dritten Runde um den Fußball-Kreispokal haben sich Pokalverteidiger FV Leutershausen und A-Klassist TSG 91/09 Lützelsachsen ihr Derby im Pokal-Achtelfinale verdient. „Darauf freuen wir uns natürlich sehr. Die Jungs haben bei ihrem 3:0-Sieg bei der DJK Feudenheim auch nichts anbrennen lassen“, sagt TSG-Pressewart Oliver Kratzer.
Ungetrübt war der Pokalsieg aber nicht. In der 8. Minute blieb Henrik Meister während eines Zweikampfs im Feudenheimer Rasen hängen und verdrehte sich das Knie. Nach dem Abtransport mit dem Krankenwagen kam der Offensivspieler zwar noch vor dem Schlusspfiff auf Krücken wieder zurück auf den Sportplatz, aber erst ein MRT wird Aufschluss darüber geben, wie schwerwiegend die Verletzung des 20-jährigen Eigengewächses ist.
Spielerisch hatten die Gäste gestern alles unter Kontrolle. In der ersten Hälfte überzeugte Lützelsachsen mit traumhafter Chancenverwertung, im zweiten Durchgang verwaltete die TSG 91/09 den 3:0-Pausenvorsprung souverän. Lediglich bei einem Konter musste Torhüter Patrick Reiboldt einmal klären, verlebte ansonsten auch dank einer sehr starken Gäste-Defensive einen ruhigen Nachmittag. Die TSG-Treffer erzielten Colin Schwerdtfeger (25.), Nick Mandel (35.) und Christopher Csög (37.).
FVL-Sieg nie in Gefahr
Der amtierende Kreispokalsieger FV Leutershausen gab sich beim 3:1-Sieg bei der SG Mannheim keine Blöße. „Wir hatten gefühlt 75 Prozent Ballbesitz, nur den letzten Pass hätten wir noch sauberer verwerten müssen, um vielleicht mehr als die drei Tore zu erzielen“, sagt Karlheinz Durath vom Leutershausener Spielausschuss. Das Gegentor resultierte aus einem Konter. „Letztendlich haben wir aber kein weltbewegendes Spiel gezeigt. Der Sieg war dennoch ungefährdet. Die Leutershausener Tore machten zweimal Louis Leistikow (13. und 48.) und der in der 56. Minute eingewechselte Lenny Strohmenger (73.). Das Gegentor fiel zwei Minuten nach dem 3:0 durch Tine Lozar.
Sulzbach ganz souverän
Ebenfalls souverän gestaltete der TSV Sulzbach seinen Pokalauftritt beim TSV Neckarau II. „Wir haben das Spiel von der ersten Minute an dominiert, hatten allerdings gerade in der ersten Hälfte auch wahnsinnigen Chancenwucher“, sagte TSV-Trainer Ümit Erdem. Erst mit dem Pausenpfiff und einem von Fidan Haxhijai verwandelten und an Mentor Tafiljaj begangenen Foulelfmeter gelang die längst verdiente Sulzbacher Pausenführung.
Im zweiten Durchgang stellte erneut Haxhijaj vier Minuten nach Wiederanpfiff auf 0:2, ehe die Sulzbacher defensive selbst einen Elfmeter verschuldete, den Norman Zörner zum 1:2 verwandelte. „Das war aber mit einem Konter in der ersten Hälfte nahezu die einzige Neckarauer Möglichkeit“, sah Erdem kaum Chancen für TSV-Keeper Erik Lickteig sich auszuzeichnen. Yusuf Yildiz (75.), Julian Richter (84.) und erneut Fidan Haxhijaj (90.+5) mit seinem dritten Tor des Tages stellten auf 5:1. Im Achtelfinale wartet nun der TSV Schönau.
Eisenhauers Rumpftruppe sticht
Gerade einmal die Hälfte der Mannschaft steht Michael Eisenhauer, Trainer des SV Schriesheim, aktuell zur Verfügung. Für den Pokalsieg bei der SpVgg Wallstadt II reichte es trotzdem. „Unter den personellen Voraussetzungen war das ein schöner Erfolg. Wir haben auch nicht viel zugelassen, hatten wahrscheinlich 80 Prozent Ballbesitz“, sah Eisenhauer einen überlegenen Gäste-Auftritt auf dem rutschigen Kunstrasen. Die Schriesheimer Treffer markierten Furkan Öztürk (43.) und Simon Plewa mit einer schönen Einzelaktion (75.), dem allerdings nur drei Minuten später das 1:2 von Fabian Soppa aus dem Gewühl heraus folgte. Yusupha Sarr machte in der zweiten Minute der Nachspielzeit den Deckel zum 1:3 drauf.
TSG Weinheim II lässt zu viel liegen
Viele gute Chancen, aber zu wenig daraus gemacht: Erst in der 3. Minute der Nachspielzeit markierte Alikan Aliev den einzigen Treffer der TSG 1862/09 Weinheim II bei der SpVgg nach einem Foulelfmeter. Zuvor hatten die Gastgeber aber durch Dernersch 88.) und Egri (72.) schon auf 2:0 gestellt gehabt. „Wenn man sieht, wie viele Stammkräfte und durch Verletzung, Urlaub oder Arbeit gefehlt haben, dann geht das Spiel sogar in Ordnung“, sagte TSG-Trainer Andreas Dörrlamm, der seinem Team bescheinigte, trotz des frühen Rückstands immer weitergemacht zu haben. Statt Pokal-Achtelfinale gibt es jetzt noch einmal ein Testspiel auf der Vogelstang.
Für Fortuna II war mehr drin
Ebenfalls nicht mehr im Kreispokalwettbewerb vertreten ist der FV Fortuna Heddesheim II. Das 1:2 gegen die TSG Rheinau ist laut Pressewart Wolfgang Geißinger allerdings unter der „Kategorie unnötig“ einzuordnen. Schließlich resultierte das 0:1 aus einem Eigentor von Finn Maier. Das 1:1 markierte aber noch vor der Pause Arbenit Hoti (39.) nach einem Pass von Haun. Ein Elfmeter brachte dann die Gäste wieder in Führung. Rheinaus Keeper Volodymyr Belykh schwächte sein Team dann durch einen Kopfstoß selbst, flog mit Rot vom Platz und verschuldete den Fortuna-Elfmeter. Julian Haun allerdings vergab gegen den TSG-Ersatztorhüter und Lehmanns Schuss (92.) landete nur am Pfosten.