Parteien

AfD Hessen bestimmt Bewerber für Bundestagswahl

Nach ihren Erfolgen bei den Landtagswahlen in Thüringen und Sachsen stellt die AfD in Hessen ihre Landesliste für die Bundestagswahl 2025 auf. In Hofheim am Taunus werden zugleich Proteste erwartet.

Der AfD-EU-Parlamentarier René Aust hat ein Grußwort beim Treffen seiner Partei in Hessen angekündigt. (Archivbild) Foto: Britta Pedersen/dpa
Der AfD-EU-Parlamentarier René Aust hat ein Grußwort beim Treffen seiner Partei in Hessen angekündigt. (Archivbild)

Hofheim am Taunus (dpa/lhe) - Begleitet von Protestankündigungen mit Tausenden Demonstranten will die hessische AfD an diesem Wochenende in Hofheim am Taunus ihre Kandidaten für die Bundestagswahl 2025 bestimmen. Nach einem vorbereitenden Landesparteitag am Freitag steht heute und am Sonntag (jeweils 10.00 Uhr) mit mehr als 300 erwarteten Delegierten die Vorstellung von Bewerbern für die AfD-Landesliste für die Bundestagswahl 2025 auf der Tagesordnung. 

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Derzeit sitzen laut AfD vier ihrer Mitglieder aus Hessen im Bundestag: Jan Nolte, Mariana Harder-Kühnel, Uwe Schulz und Albrecht Glaser. Bei der nächsten Bundestagswahl am 28. September 2025 könnten noch mehr hessische AfD-Politiker zum Zuge kommen, heißt es in der erstarkten Partei, die im Wiesbadener Landtag inzwischen die größte Oppositionsfraktion bildet. Zugleich soll der Bundestag allerdings nach einer Wahlrechtsreform kleiner werden. 

Zahlreiche Proteste angekündigt

Zu Beginn der Aufstellungsversammlung in der Stadthalle von Hofheim steht heute unter anderem ein Grußwort des EU-AfD-Parlamentariers René Aust auf der Tagesordnung. 
In Hofheim sind über das gesamte Wochenende zahlreiche Proteste angekündigt. Erwartet werden nach Angaben der Kommune insgesamt 3.000 bis 4.000 Menschen bei mehreren Demos.

Die Polizei ist nach eigenen Angaben mit einem Aufgebot «im niedrigen vierstelligen Bereich» im Einsatz – auch mit Hubschrauber, Drohnen, Hunden, Reiterstaffel und einem Wasserwerfer. Die Behörden gehen aber von einem friedlichen Verlauf aus, es
lägen vorerst keine Hinweise auf geplante Gewalttaten oder Störungen vor.