Hochschulservicezentrum BW

Cyberangriff auf Hochschulen: Noten und Stundenpläne offline

Der Cyberangriff auf das Hochschulservicezentrum Baden-Württemberg hat weitreichende Folgen: Viele wichtige Systeme sind weiter offline, auch Lehrkräfte bekommen ihr Geld nicht überwiesen.

Die Systeme sind noch offline. (Symbolbild) Foto: Nicolas Armer/dpa
Die Systeme sind noch offline. (Symbolbild)

Reutlingen (dpa/lsw) - Der Cyberangriff auf das Hochschulservicezentrum Baden-Württemberg (HSZ) hat erhebliche Auswirkungen für Studierende und Lehrkräfte. Noten- und Bewerbungssysteme sowie Raum- und Stundenpläne seien weiterhin offline, teilte der Sprecher des HSZ der Deutschen Presse-Agentur mit. Auch Lehrkräfte könnten nicht bezahlt werden. Die Situation sei für die Hochschulen «verheerend».

Derzeit sei nicht absehbar, wann die Hochschulinformationssysteme wieder verfügbar seien. «Die Systeme gehen erst wieder in Betrieb, wenn zu 100 Prozent sichergestellt werden kann, dass keine Gefahr mehr von ihnen ausgeht», sagte der Sprecher. Betroffen sind Hochschulen, Kunst- und Musikhochschulen sowie manche Landeseinrichtungen. Wie stark die jeweiligen Einrichtungen betroffen sind, hängt demnach davon ab, welches Servicepaket sie beim HSZ beziehen. Zuvor hatte der «SWR» berichtet.

Täter weiterhin unbekannt

In der vergangenen Woche am Mittwochabend hatte die IT-Abteilung des Hochschulservicezentrums den Cyberangriff festgestellt und Maßnahmen getroffen, um die Folgen des Angriffs einzudämmen. Ein Krisenstab des HSZ-BW wurde eingerichtet. Die Ermittlungen wurden vom Polizeipräsidium Reutlingen in Zusammenarbeit mit der Generalstaatsanwaltschaft Karlsruhe, Abteilung Cybercrime, übernommen.

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Impressum

Wer hinter dem Angriff steckt, ist noch unklar. Es werde ermittelt, wie die Angreifer in die Systeme gekommen seien, sagte der Sprecher des HSZ. Zu der Frage, ob es eine Forderung gab, äußerte sich der Sprecher nicht. Der Täter habe sich Zugriff verschafft und eine Schadsoftware installiert. 

Hochschulen informieren über Auswirkungen

Bei der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt in Nürtingen-Geislingen komme es nach dem Cyberangriff zu Zahlungsverzögerungen, teilte ein Sprecher der Hochschule mit. Die Hochschule plane derzeit alternative Möglichkeiten, bis die Systeme wieder online seien. 

Auch die Hochschule Pforzheim informierte darüber, dass sie elektronische Rechnungen derzeit nicht verarbeiten kann. Rechnungen sollen demnach per E-Mail eingereicht werden. An der Hochschule für Musik in Karlsruhe wurde wegen des Angriffs das Bewerbungsverfahren geändert und die Bewerbungsfrist verlängert, wie die Hochschule auf ihrer Internetseite mitteilte.