2. Fußball-Bundesliga

Darmstadt-Frust im Abstiegskampf: «Beschissene Situation»

In der vorigen Saison kämpft Darmstadt um den Aufstieg - nun droht der Absturz in die Drittklassigkeit. Nach dem 0:2 in Nürnberg fallen deutliche Worte. Ein Boss wird auch zum Trainer befragt.

Die Darmstadt-Profis hadern nach dem 0:2 in Nürnberg. Foto: Daniel Löb/dpa
Die Darmstadt-Profis hadern nach dem 0:2 in Nürnberg.

Nürnberg/Darmstadt (dpa) - Die Krise des SV Darmstadt 98 in der 2. Fußball-Bundesliga spitzt sich zu. Das 0:2 (0:0) beim 1. FC Nürnberg war die fünfte Niederlage im fünften Auswärtsspiel, die Hessen rutschten auf den vorletzten Tabellenplatz. «Wir befinden uns in einer beschissenen Situation des Abstiegskampfes», betonte Torhüter Alexander Brunst, der den verletzten Kapitän Marcel Schuhen vertrat. «Die Jungs wissen das auch.»

Trainer Florian Kohfeldt gibt sich zwar optimistisch. «Wir wissen, ich welcher Situation wir sind. Aber wir werden sie bewältigen und werden am Ende der Saison nichts mit dem Abstieg zu tun haben, wenn wir so weitermachen», sagte er. Der frühere Bundesliga-Coach glaube an seine Mannschaft. «Wir sind inhaltlich trotzdem auf dem richtigen Weg. Wir sind vor allem kämpferisch auf dem richtigen Weg. Wir haben alles gegeben, trotz dieser immensen Ausfallflut die wir haben und der Probleme, die wir haben.»

Darmstadt-Boss hält sich zu Kohfeldt bedeckt

Kohfeldt steht vor ungemütlichen Tagen. Darmstadts Sport-Geschäftsführer Paul Fernie vermied in einem Sky-Interview ein klares Bekenntnis zu dem Coach und antwortete nicht auf die Frage, ob der Trainer auch nach der Länderspielpause noch bei den «Lilien» sein werde. Zunächst stehe eine Analyse der Lage an. «Wir müssen unsere Wunden lecken», sagte er.

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Darmstadt war in der vorigen Saison noch nah dran am Aufstieg - nun droht ein Absturz in die Drittklassigkeit. Eine ähnliche Diskrepanz zwischen Anspruch und Realität war 2025/26 etwa Fortuna Düsseldorf zum Verhängnis geworden. Die Hessen wissen um den Ernst der Lage. «Wer sich dieser Situation nicht bewusst ist, der kann zu Hause bleiben», mahnte Torwart Brunst.

Hoffen auf Länderspielpause

Aushilfskapitän Raoul Petretta hofft nun auf die anstehende Länderspielpause. «Ich glaube, wir haben jetzt Zeit, ein bisschen an uns zu arbeiten, auch die Köpfe ein bisschen freizubekommen», sagte der Abwehrspieler.