Durchsuchungen wegen Verdachts auf rechte Straftaten
Die Polizei durchsucht mehrere Wohnungen in Hessen. Acht überwiegend junge Männer stehen unter Verdacht, es geht unter anderem um Volksverhetzung und Sachbeschädigung.
Wiesbaden (dpa/lhe) - Mit Durchsuchungen ist die Polizei gegen acht Männer vorgegangen, die rechte Straftaten begangen haben sollen. Es seien Wohnungen in den Landkreisen Main-Kinzig und Darmstadt-Dieburg durchsucht worden, teilt das Landeskriminalamt mit.
Beschuldigt würden acht männliche Tatverdächtige im Alter zwischen 15 und 42 Jahren. Ihnen werde das Verwenden von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen, Volksverhetzung und Sachbeschädigung vorgeworfen. Bei den Durchsuchungen seien Mobiltelefone, Messer, ein Schlagring aus einem 3D-Drucker sowie eine Sturmhaube und Sprühfarbe sichergestellt worden.
Gewalt, Bedrohungen und menschenfeindliche Straftaten gefährdeten sowohl das friedliche Zusammenleben als auch die freiheitlich demokratische Grundordnung und würden konsequent verfolgt, betonte der Präsident des Landeskriminalamts, Daniel Muth. Gemeinsam mit den Polizeipräsidien werde die Ermittlungsarbeit beharrlich fortgeführt.
Innenminister Roman Poseck (CDU) sagte, sechs der acht Beschuldigten seien zwischen 15 und 17 Jahre alt. «Es ist äußerst besorgniserregend, dass sich bereits junge Menschen radikalisieren. Dazu tragen vor allem soziale Medien bei», sagte Poseck. In Hessen sei das Verfassungsschutzgesetz geändert worden, so dass im Einzelfall personenbezogene Daten junger Menschen länger gespeichert werden könnten.