Prozess

Haft für mutmaßliche IS-Sympathisantin gefordert

Ein Mikrofon steht in einem Saal eines Gerichts. Foto: Friso Gentsch/dpa/Symbolbild
Ein Mikrofon steht in einem Saal eines Gerichts.

Frankfurt/Main (dpa/lhe) - Im Prozess gegen eine mutmaßliche Sympathisantin der Terrororganisation Islamischer Staat ist eine Haftstrafe für die 38 Jahre alte Angeklagte gefordert worden. Die Verteidigung plädierte am Mittwoch auf zweieinhalb Jahre Haft und damit auf eine geringere Strafe als die Generalstaatsanwaltschaft gefordert hatte. Die Anklage hatte bereits Mitte Dezember dreieinhalb Jahre Haft beantragt. Das Oberlandesgericht Frankfurt will das Urteil am kommenden Mittwoch (10.00 Uhr) verkünden. (AZ 5 St 1/23)

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Die 38-Jährige hatte sich seit Anfang September wegen Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung sowie Kriegsverbrechen vor dem Staatsschutzsenat verantworten müssen. Sie soll im Sommer 2014 von Deutschland nach Syrien gereist sein, wo sie ihren Ehemann nach islamischem Ritus heiratete und dem IS-Kämpfer den Haushalt führte. In der irakischen Stadt Tal Afar bezog das Paar später ein Haus, dessen rechtmäßige Besitzer geflüchtet waren. Im Oktober 2022 wurde die 38-Jährige schließlich nach mehrjähriger Haft im Irak nach Deutschland ausgeliefert.