Schlange

Katze spürt vermisste Schlange auf – Happy End in Brachttal

Nach wochenlanger Suche ist Python «Buddy» wieder da. Gefunden wurde der Ausreißer nur wenige Meter von seinem Zuhause entfernt. Wie geht es der Schlange und seiner Halterin jetzt?

Wieder vereint: Königspython «Buddy» und seine Halterin. Foto: Ayleen Schmitt
Wieder vereint: Königspython «Buddy» und seine Halterin.

Brachttal (dpa/lhe) - Happy End für Python «Buddy»: Die ausgebüxte Schlange aus Brachttal (Main-Kinzig-Kreis) ist wieder dort, wo sie hingehört - im Terrarium ihrer Halterin. Ausgerechnet eine Katze führte zu dem Ausreißer.

Mitten in der Nacht entdeckte die Nachbarskatze den ungiftigen Python - nur wenige Meter vom Haus seiner Halterin Ayleen Schmitt entfernt. Das Tier habe die Schlange aufmerksam beobachtet, berichtete die Polizei. Anwohner seien auf die ungewöhnliche Begegnung aufmerksam geworden und hätten die Feuerwehr alarmiert.

«Lebt er noch?»

«Nachbarn haben bei mir geklingelt und gesagt: "Buddy" ist wieder da», erzählt Schmitt. Als die Feuerwehr ihr den Ausreißer zeigte, habe sie zunächst nur einen Gedanken gehabt: «Lebt er noch?»

Newsletter

Holen Sie sich den WNOZ-Newsletter und verpassen Sie keine Nachrichten aus Ihrer Region und aller Welt.

Mit Ihrer Registrierung nehmen Sie die Datenschutzerklärung zur Kenntnis.

Die Sorge war unbegründet. «Buddy» hat seinen Ausflug augenscheinlich gut überstanden. Weder die Begegnung mit der Katze noch die Zeit in Freiheit hätten sichtbare Spuren hinterlassen, sagt Schmitt. «Buddy» wirke wohlgenährt.

«Mir ist ein Stein vom Herzen gefallen»

«Er hat das ganze Theater gut überstanden», sagt sie glücklich. «Mir ist ein Stein vom Herzen gefallen.» Vorsorglich will sie mit «Buddy» noch einmal bei einem Tierarzt vorbeischauen und ihn durchchecken lassen.

Daheim ist es doch am sichersten: Python «Buddy» ist wieder im Terrarium. Foto: Ayleen Schmitt
Daheim ist es doch am sichersten: Python «Buddy» ist wieder im Terrarium.

Nicht nur die Feuerwehr, auch die Polizei sei inzwischen bei ihr gewesen und habe überprüft, dass «Buddy» wieder da sei, wo er hingehöre: im Terrarium, berichtet Schmitt. Sie will das Terrarium künftig mit einem Schloss sichern, falls es dem Python bei seinem Verschwinden vor wenigen Wochen tatsächlich gelungen sei, den Deckel hochzudrücken und auf diese Weise auszubüxen.

Denn wie die Schlange überhaupt daraus entweichen und möglicherweise an ihren Katzen vorbei durch ein gekipptes Badezimmerfenster aus der Erdgeschosswohnung ins Freie gelangen konnte, ist Schmitt nach wie vor ein Rätsel.

Nachbarn hatten auf ihrem Grundstück eine Schlangenhaut gefunden. (Archivbild) Foto: Daniel Löb/dpa
Nachbarn hatten auf ihrem Grundstück eine Schlangenhaut gefunden. (Archivbild)

«Buddy» hatte vor rund zwei Wochen für gehörige Aufregung gesorgt. Auf einem Holzstapel ihres Grundstücks hatten Nachbarn eine Schlangenhaut gefunden, die nach Einschätzung der Polizei wegen ihrer Größe und auffälligen Musterung nicht von einer einheimischen Schlangenart stammen konnte. Kurz darauf stellte sich heraus, dass aus dem Haus nebenan ein Python entwichen war.

Die Nachbarn, die die Haut entdeckt hatten, machten sich Sorgen um Hühner, Kaninchen und andere kleine Haustiere in der Umgebung. Mit einer Wärmebildkamera versuchten sie, dem Python auf die Spur zu kommen. Was der digitalen Technik nicht gelang, schaffte nun eine Katze. Und die Polizei kann den Fall mit gutem Ausgang zu den Akten legen.