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Kirchendach-Einsturz: Bistum prüft Gebäude-Untersuchungen

Kassel/Fulda (dpa/lhe) - Nach dem Einsturz eines Kirchendachs in Kassel vor gut zwei Monaten nimmt das Bistum Fulda mögliche weitere zu überprüfende Gebäude in den Blick. «Aus einer Gesamtanzahl von etwa 400 Objekten werden dabei die Gebäude nach bestimmten Kriterien ermittelt», teilte die Pressestelle des Bistums am Montag auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit. Dazu gehörten eine verleimte Holzkonstruktionen und eine Spannweite des Tragwerks von mehr als zwölf Metern sowie eine Lage der Konstruktion im Kaltbereich, die zu einer besonders hohen Luftfeuchtigkeit führen könne.

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«Dort, wo diese Faktoren zutreffen, werden weitere statische Prüfungen vorgenommen, insbesondere hinsichtlich der Tragkraft der verwendeten Leime.» Um größtmögliche Sicherheit zu gewährleisten, würden die genannten Prüfkriterien auf den gesamten Gebäudebestand angewendet, um den Bedarf weiterer Untersuchungen zu ermitteln, hieß es. «Das Verfahren wird derzeit auch zwischen den Bistümern abgestimmt.»

Am 6. November vergangenen Jahres war das Dach der katholischen Elisabethkirche in Kassel auf voller Länge eingestürzt. Die Ursache des Unglücks ist weiterhin unklar. Ein dazu in Auftrag gegebenes Gutachten wird der Pressestelle des Bistums zufolge frühestens im April vorliegen. Die Kirche hat zwischenzeitlich ein Notdach erhalten. Die Bergung des eingestürzten Daches steht noch aus. «Die Bergungsarbeiten sind anspruchsvoll und müssen Schritt für Schritt durchgeführt werden: Erst wird das auf der Empore aufliegende Dach geborgen, dann die restliche Dachkonstruktion, die im Kirchenschiff liegt», erläuterte die Pressestelle. Diese Arbeiten würden voraussichtlich bis in den Mai andauern. Die Schadensbegutachtung steht den Angaben zufolge noch aus.