Schiffahrt

Mainschleuse bei Mühlheim wieder frei gegeben

Mühlheim/Main (dpa/lhe) - Die Mainschleuse, die seit Donnerstag von einem havarierten Schiff blockiert wurde, ist wieder für den Schiffsverkehr freigegeben worden. Das sagte eine Polizeisprecherin der Deutschen Presse-Agentur. Der Ankerpfahl eines Schiffes hatte am Donnerstag dazu geführt, dass das Schiff in der Mainschleuse bei Mühlheim stecken blieb. Nachdem es aus der Schleuse transportiert worden war, wurde der Ankerpfahl am Freitagnachmittag geborgen und die Schleuse wieder eröffnet. Nach Angaben der Polizeisprecherin hatte sich zuvor ein Stau von etwa 30 Schiffen gebildet, die auf beiden Seiten der Schleuse auf die Weiterfahrt warteten. Sie würden nun sukzessive durchgeschleust.

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Wie der Fachgebietsleiter Schifffahrt des Wasser- und Schifffahrtsamtes (WSA) Main, Martin Brem, am Freitag mitteilte, gestalteten sich die Arbeiten aufgrund der niedrigen Wassertemperatur sowie des Hochwassers schwierig. Der hohe Wasserpegel habe zu einer starken Eintrübung geführt, so dass Taucher unter Wasser eine Sichtweite von weniger als drei Zentimetern gehabt hätten. Am gestrigen Abend konnten die Taucher die Naht am Ankerpfahl des Schiffes abtrennen. Am Freitagmorgen sei das Schiff dann hin und her bewegt worden, so dass der Pfahl abgebrochen sei.

Das havarierte Schiff soll nun mit einer Sondergenehmigung nach Aschaffenburg transportiert werden, sagte die Polizeisprecherin. Es sei mit Eisenerz beladen und könne in Aschaffenburg einfacher entladen werden, als etwa im näheren Hanau. Zudem liege auch die Werft des Schiffes in Aschaffenburg, wo dann Reparaturen vorgenommen werden sollten. Während des Transportes werde das Wasser kontinuierlich aus dem Schiff abgepumpt, damit es nicht untergeht.