Rechtsextremismus

Munitionslager eines mutmaßlichen Rechtsextremisten entdeckt

Einem Mann wird vor dem Frankfurter Landgericht vorgeworfen, einen Anschlag vorbereitet zu haben. In einem Wald bei Bad Vilbel findet die Polizei nun versteckte Munition.

Ein Absperrband der Polizei ist vor einem Streifenwagen aufgespannt. Foto: David Inderlied/dpa
Ein Absperrband der Polizei ist vor einem Streifenwagen aufgespannt.

Frankfurt/Main (dpa/lhe) - Im Zusammenhang mit einem Gerichtsverfahren gegen einen mutmaßlichen Rechtsextremisten ist in einem Wald versteckte Munition entdeckt worden. Sie wurde Dienstag kontrolliert gesprengt, wie das Frankfurter Landgericht am Freitag auf Anfrage mitteilte. Der Bereich bei Bad Vilbel (Wetteraukreis) sei dazu abgesperrt worden, erklärte das Polizeipräsidium Mittelhessen. Der laute Knall der insgesamt zwei Sprengungen habe zu mehreren Nachfragen geführt. Zuvor hatte Hit Radio FFH darüber berichtet. 

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Der Mann gab demnach während der Verhandlung zu, er habe mehrere Munitionslager angelegt, unter anderem im Wald bei Bad Vilbel. Dem mutmaßlichen Rechtsextremisten wird die Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat zur Last gelegt. Er habe «ihm unliebsame Personengruppen» töten wollen, insbesondere Muslime, Juden, Grünen-Politiker sowie Angehörige der LGBTQ-Bewegung zählte, erklärte das Landgericht. Dazu soll er aus stillgelegten Munitionslagern illegal teils funktionsfähige Sprengkörper und Schusswaffen beschafft und Munitionslager an verschiedenen Orten angelegt haben. Der Prozess begann am 14. Mai.