Rettungseinsatz

Unglück in Lederfabrik: Was wir wissen und was nicht

In einer Fabrik im Ort Runkel in Mittelhessen kommen mehrere Menschen ums Leben, weitere werden verletzt. Was bislang bekannt ist.

Einsatzkräfte kümmern sich um die Verletzten. Foto: Sascha Ditscher/dpa
Einsatzkräfte kümmern sich um die Verletzten.

Runkel (dpa) - Drei Tote, zwei Menschen in Lebensgefahr: In einer Fabrik in Mittelhessen hat es ein schweres Unglück gegeben. 

Was wir wissen: 

  • Nach Angaben des hessischen Innenministeriums kam es am Nachmittag zu einem «nicht abschließend geklärten Schadensereignis» in der Lederfabrik und Pelzgeberei im Ort Runkel im mittelhessischen Landkreis Limburg-Weilburg.
  • Nach derzeitigem Stand starben drei Menschen, zwei weitere wurden schwer verletzt und mit Rettungshubschraubern in Krankenhäuser gebracht. Wie der Pressesprecher der Gefahrenabwehr im Landkreis sagte, schweben sie in Lebensgefahr. 
  • Seinen Angaben zufolge passierte das Unglück in einer Klärgrube der Gerberei. Das Innenministerium hatte zuvor mitgeteilt, dass die betroffenen Personen möglicherweise nacheinander in eine Grube gestiegen und dort verunglückt seien. 
  • Welche der Chemikalien in der Grube die schweren Verletzungen verursachten, ist nach Angaben der Gefahrenabwehr unklar. Laut Innenministerium wird als mögliche Ursache derzeit unter anderem Kohlenstoffdioxid (CO2) in Betracht gezogen.
  • Wegen der Chemikalien im Betrieb würden aktuell die Einsatzkräfte, die unmittelbar mit den verletzten Personen in Kontakt standen, dekontaminiert und vorsorglich einem Arzt vorgestellt, teilte das Ministerium mit. Betroffen seien 45 bis 50 Einsatzkräfte. 
  • Insgesamt sind laut Sprecher der Gefahrenabwehr 150 Rettungskräfte vor Ort. 
  • Gefahr für die Bevölkerung besteht demnach nicht. 
  • Hessens Innenminister Roman Poseck wollte um 21.00 Uhr vor Ort über die Einsatzlage informieren.

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Impressum

Was wir nicht wissen:

  • Die tatsächliche Ursache und der Ablauf sind noch vollkommen unklar.
  • Ebenfalls unklar ist, wer das Unglück bemerkte.