Weltkriegsbombe auf Friesenheimer Insel gefunden
Bei Bauarbeiten in der Friesenheimer Straße in Mannheim ist eine Weltkriegsbombe entdeckt worden. Die Bombe wurde kontrolliert gesprengt.
Wie die Polizei berichtet, wurde am Mittwoch bei Bauarbeiten im Bereich der Friesenheimer Straße in Mannheim eine Weltkriegsbombe gefunden, die teilweise in Beton eingeschlossen war.
Sie wurde erfolgreich in der Nähe von Kirschgartshausen gesprengt. Der dazu eingerichtete Sicherheitsradius von 700 Metern um die Sprengstelle wurde inzwischen wieder aufgehoben, schreibt die Polizei in einer Pressemitteilung.
Oberbürgermeister Christian Specht hat sich den ganzen Tag über die Entwicklungen informieren lassen. "Dieser Einsatz war sehr komplex, weil die Bombe einbetoniert und damit nicht frei zugänglich war. Ich danke allen Beteiligten - darunter die Feuerwehr, der städtische Ordnungsdienst, die Kolleginnen und Kollegen vom Bürgertelefon, die Polizei, der Kampfmittelbeseitigungsdienst, die MVV sowie die Fachberater Sanitäter - die heute den ganzen Tag über alles dafür gegeben haben, eine sichere Sprengung zu organisieren und durchzuführen", so der Oberbürgermeister. Rückfragen kann man am Infotelefon stellen unter der Rufnummer 0621 / 293-6370.
Der Kampfmittelbeseitigungsdienst ordnete an, die Bombe außerhalb bebauter Fläche verbracht und dort gesprengt werden. Zum Abtransport wird ein Sicherheitsradius von 150 Metern rund um die Fundstelle erforderlich. Die Gebäude in diesem Bereich dürfen ab sofort nicht verlassen werden. Eine Evakuierung ist nicht notwendig.
Betroffen sind Gebäude in folgenden Straßen:
- Friesenheimer Straße 1 bis 6
- Inselstraße 11 und 16
- Teile des Werksgeländes der Firma Bunge
Nach ausführlicher Abwägung aller Sicherheitsrisiken hat man sich in diesem komplexen Fall dazu entschieden, die Bombe in einen unbebauten Bereich in der Nähe von Kirschgartshausen zu verbringen und dort kontrolliert zu sprengen. "Eine eventuell notwendige Sprengung vor Ort hätte für die umliegenden Störfallbetriebe weitreichende Sicherheitsrisiken bedeutet. An einem Ort außerhalb besteht das geringste Risiko für alle Beteiligten, weshalb wir uns in diesem Fall für diesen Weg entschieden haben", so Sicherheitsdezernent Dr. Volker Proffen. Während der Sprengung wird ein Sicherheitsradius von 700 Metern eingerichtet. Von dieser Maßnahme betroffene Bürgerinnen und Bürger werden vor Ort informiert.
Wie lange die Maßnahmen andauern, ist derzeit nicht abzuschätzen. Es wird umgehend informiert, sobald alle Bereiche wieder freigegeben sind. Auf dieser Seite werden fortlaufend aktuelle Informationen eingestellt.