Birkenauer Bürgermeister zu neuer Kita, Bundestagswahl und Straßensanierung
Beim Neujahrsempfang ruft Bürgermeister Milan Mapplassary die Birkenauer dazu auf, sich zu engagieren. In welchen Punkten sich die Redner einig waren und was die Gemeinde in Zukunft erwartet.
Die Redner beim gestrigen Neujahrsempfang der Gemeinde Birkenau im Rathaus setzten in ihren Ansprachen unterschiedliche Akzente. In zwei Punkten waren sie aber alle einig: der Sehnsucht nach Frieden und dem Wunsch nach mehr Zusammenhalt innerhalb der Gesellschaft, auch zum Schutz der Demokratie.
„Auch wenn wir nicht genau wissen, was dieses Jahr für uns bereithält, lassen sich dennoch neue gesellschaftliche Entwicklungen und damit auch veränderte Bedingungen erahnen“, sagte Bürgermeister Milan Mapplassary in seiner Ansprache. „2025 habe sich schon im vergangenen Jahr als ein Jahr angekündigt, das global und in einer vernetzten Welt unmittelbar auch lokal große Herausforderungen mit sich bringen werde.“ In den USA beginne die zweite Amtszeit von Donald Trump, der auf globaler Bühne einen sehr fragwürdigen Politikstil anwende, der bisher Autokratien vorbehalten gewesen sei. „Es ist eine Art von politischem Verständnis, die sich niemals mit unseren demokratischen und europäisch-kulturellen Leitwerten vereinbaren lässt und sich eher als pure Machtausübung versteht“, sagte Mapplassary.
Auf Birkenau konzentrieren
Trotz dieser globalen Herausforderungen, Krisen und Kriege, solle man sich auf das konzentrieren, was vor Ort in Birkenau erreicht werden könne. „Lassen Sie uns gemeinsam daran arbeiten, unsere Gemeinde weiterzuentwickeln und unsere Werte zu bewahren“, sagte der Rathauschef im gut gefüllten Sitzungssaal des Rathauses. Er sei überzeugt, dass sich mit Zusammenhalt und Engagement auch in diesem Jahr viel bewegen lassen könne.
Auf nationaler Ebene stehe im kommenden Monat eine wegweisende Bundestagswahl an. Wegweisend deswegen, weil Deutschland im Herzen Europas und als wichtiger Motor des Kontinents entscheiden wird, wie es sich künftig aufstelle. Mit der Stimme zur Bundestagswahl übe der Wähler eine immense Macht in der Demokratie aus. Doch diese Macht bringe auch eine große Verantwortung mit sich. „Es ist unsere Pflicht, uns umfassend zu informieren und bewusst zu entscheiden, für welche Werte und Ziele wir einstehen wollen.“
Hand in Hand arbeiten
In den vergangenen Jahren habe man sehen können, „wie viel Kraft in unserem Zusammenhalt steckt“. Viele Birkenauer haben ihre Zeit und Energie investiert, um anderen zu helfen – sei es in die Unterstützung für Bedürftigen, in die Organisation von Veranstaltungen, in die Förderung der Kultur oder in eine einfache Geste des Respekts füreinander: „Ihr Engagement hat gezeigt, was wir erreichen können, wenn wir Hand in Hand arbeiten“, erklärte der Rathauschef.
Der Zusammenhalt in der Gemeinde sei Birkenaus größtes immaterielles Kapital. Er bilde das Fundament, auf dem die Gemeinde ihre Zukunft bauen könne. Nur gemeinsam könnten die künftigen Herausforderungen gemeistert werden. „Ich appelliere an jeden Einzelnen von Ihnen: Engagieren Sie sich, ob im Ehrenamt, in Vereinen oder einfach im nachbarschaftlichen Miteinander – Ihr Einsatz zählt“, rief Mapplassary den Besuchern zu.
Hauptstraße und neue Kita
In den kommenden Monaten stünden in Birkenau einige wichtige Projekte an. Besonders hob der Bürgermeister die Sanierung der Hauptstraße hervor, die von Hessen Mobil in den Spätsommer verschoben worden sei. Diese Maßnahme sei nicht nur notwendig, um die Verkehrssicherheit zu erhöhen, sondern sie werde auch dazu beitragen, die begleitende Infrastruktur und das Erscheinungsbild der Gemeinde zu verbessern. „Wir sind gut vorbereitet und werden alles daransetzen, dass die Arbeiten reibungslos verlaufen.“ Eine gut ausgebaute Infrastruktur sei entscheidend für die Lebensqualität in Birkenau. Ein weiteres zentrales Thema sei die bevorstehende Verwaltungsreform. Hier geht es um die Optimierung der Organisationsstruktur sowie um eine Verbesserung der Kommunikationswege und des Dienstleistungsangebots für den Bürger. Ziel sei es, komplexe Sachverhalte transparent darzustellen und den Birkenauern durch verschiedene Informationsangebote auf der gemeindlichen Website, über soziale Medien und durch „Birkenau live“ einen besseren Zugang zu wichtigen Informationen zu ermöglichen.
Ein weiteres bedeutendes Projekt sei der Neubau der Kindertagesstätte. In diesem Jahr würden erste Beschlüsse gefasst, um dieses wichtige Gebäude zu realisieren. Das Grundstück sei bereits erworben. „Ein Kindergarten ist nicht nur ein Ort der Betreuung, sondern auch ein Ort der Prägung“, sagte Mapplassary, selbst Vater zweier kleiner Töchter. Dort würden die Grundlagen für die Entwicklung der Kinder gelegt. Der Neubau sei auch ein wichtiger Schritt für die Zukunft der Gemeinde.
Indem Birkenau in die Bildung und Betreuung der Jüngsten investiere, lege es den Grundstein für eine starke und zukunftsfähige Gemeinschaft. Mapplassary: „Unsere Kinder sind die Zukunft von Birkenau, und es ist unsere Verantwortung, ihnen die bestmöglichen Voraussetzungen zu bieten.“