Zeugen gesucht

Fürth: Giftköder sorgt für Aufregung 

Hundehalter aufgepasst! In Fürth, in der Gegend Galgenhohl, wurden mehrere verdächtige Fleischstücke auf und am Rande des Fußweges gefunden.

Hundehalter werden um Vorsicht gebeten (Symbolbild). Foto: Marco Schilling
Hundehalter werden um Vorsicht gebeten (Symbolbild).

Fürth. Es sind kleine „Schnitzel“ mit blauen Körnern, die jetzt für Aufregung und Bestürzung sorgen. Die Polizei teilt mit, dass es sich bei den Stücken, „die eine fleischartige Konsistenz aufweisen“, um Giftköder handeln könnte.

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Ein Spaziergänger, der am Wochenende bei Kröckelbach im Bereich „Galgenhohl“ unterwegs war, entdeckte die Brocken, und im Rathaus vermutet man, dass es sich bei den blauen Bestandteilen um Schneckenkorn handelt (siehe weiteren Bericht). „Wir haben geraten, den Vorfall anzuzeigen“, sagt Ordnungsamtsleiter Simon Mager. Das hat der Hundehalter getan, und Polizei-Pressesprecher Bernd Hochstädter fährt fort: Die Gegenstände seien „ungefähr ein bis zwei Zentimeter groß“ gewesen. Er rät Hundebesitzern, beim Ausführen ihrer Tiere aufmerksam zu sein, auch wenn bislang keine weiteren Köder gefunden wurden.

Bauhof kontrolliert Feldwege

Im Rathaus ist man ebenfalls weiter hellhörig. Mager erklärt, dass die Bauhof-Mitarbeiter bei ihrer „Mülltour“ auf den Feldwegen rund um den Kernort und die Ortsteile besonders wachsam sind. Neu sind diese Anschläge auf Vierbeiner leider nicht, bedauert Mager: „Wir haben das mehrmals im Jahr an verschiedenen Orten.“ Immer handle es sich dabei um vergiftete Fleischstücke; Wurst mit spitzen Gegenständen oder anderes sei noch nicht gefunden worden. Die Gemeinde könne selbst wenig tun, außer die gefährlichen Brocken zu entsorgen, die Verbindungswege, „Gassirouten“ oder den Kunstwanderweg regelmäßig abzufahren und die Einwohner zu warnen.

Vorfälle anzeigen

Das ist auch jetzt geschehen; über den Facebook-Auftritt wird mitgeteilt, dass bereits „entsprechende Maßnahmen eingeleitet“ wurden. Die Menschen werden gebeten, verdächtige Vorfälle umgehend anzuzeigen: „Die Gesundheit und das Wohlergehen Ihrer Haustiere stehen für uns an erster Stelle.“

Mager weiß um die Mischung aus Wut und Hilflosigkeit, die solche Nachrichten regelmäßig nach sich ziehen. Er ist aber auch sicher, dass die Tierbesitzer dankbar sind, wenn sie informiert werden: „Seit einigen Jahren, eigentlich seit der Coronazeit, geben wir solche Warnungen heraus.“ Und diese würden sich erfahrungsgemäß schnell herumsprechen. Soweit es den Kröckelbacher Hund angeht, dessen Besitzer den Köder gefunden hat, steht zu vermuten, dass er wohlauf ist – er und auch seine Artgenossen.

Denn Hochstädter schreibt: „Bei uns ist nichts darüber bekannt, dass irgendein Hund von dem Köder gefressen hätte. Wie bereits erwähnt, die Köder wurden bemerkt und an die Polizei weitergemeldet.“

Die Polizei Heppenheim (Kommissariat 41) bittet im Fall der gefundenen Giftköder um Hinweise. Wer verdächtige Beobachtungen gemacht hat, wird gebeten, sich unter der Telefonnummer 06252/7060 bei den Beamten zu melden.

Nicht immer geht es für Hunde und ihre Besitzer so glimpflich aus wie in diesem Fall. Wir haben hier und hier und hier berichtet.