Geldautomat in Fürth gesprengt: Was wurde bisher ermittelt?
Bei der Sprengung entstand ein hoher Sachschaden - nicht nur am Automaten selbst, sondern auch am Vorraum der Bank.
„Die Ermittlungen zu der Geldautomatensprengung in Fürth am 25. Oktober dauern an.“ Das schreibt Pressesprecher Nils Lund auf Anfrage der Redaktion. Er vertritt die Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt, bei der die Fäden in Fällen wie diesem zusammenlaufen.
Es gibt eine Eingreifreserve der Behörde, die mit dem Hessischen Landeskriminalamt zusammenarbeitet und derzeit versucht, Tatverdächtige zu identifizieren. Handelt es sich um marokkanische, aus den Niederlanden operierende Banden, die schon anderweitig in Erscheinung traten?
Die Antwort auf diese Frage fällt wenig aussagekräftig aus, schreibt Lund doch lediglich: „Ich bitte um Verständnis, dass Einzelheiten aus ermittlungstaktischen Gründen nicht mitgeteilt werden können.“ Dafür gibt es Informationen zur Beute: „Die Täter erbeuteten Bargeld in Höhe von circa 130 000 Euro.“ Das ist aber nicht der einzige Verlust: Was die Beschädigungen am Bankgebäude angeht, wird derzeit nur vermutet, dass sie im sechsstelligen Bereich liegen: denn nicht nur der Geldautomat, sondern auch der Vorraum der Filiale, die Holzfassade und die Fenster wurden „erheblich“ in Mitleidenschaft gezogen.
Ob die Täter mit der Beute viel anfangen können, steht in den Sternen, denn der Automat verfügte über ein Färbesystem, das die Scheine unbrauchbar macht. Was das Fluchtfahrzeug angeht, so schreiben die Ermittler, dass es sich um einen schwarzen VW Golf 8 gehandelt haben soll.