Wie die Sanierung der Ortsdurchfahrt in Fürth ablaufen soll
Die Arbeiten an der L 3099 in Fürth sollen am 22. Juli starten und drei Monate andauern. Hessen Mobil hat die Anwohner jetzt über den Ablauf der Arbeiten informiert.
Die Gemeinde Fürth hat am Dienstagabend die Bevölkerung über die Baumaßnahme der L 3099 – Ortsdurchfahrt Fürth bis Ortseingang Ellenbach – informiert. Projektingenieur Maik Nguyen von Hessen Mobil präsentierte die Maßnahmen am Bildschirm und gab anschließend Antworten auf Fragen aus der Bevölkerung. Gut 70 Interessierte kamen ins große Sitzungszimmer des Rathauses. Auch Bürgermeister Volker Oehlenschläger stand für Fragen bereit. Der appellierte erst einmal an die Vernunft der Verkehrsteilnehmer und hofft auf gegenseitige Rücksichtnahme während der Arbeiten. Geht alles glatt, wird die Sanierung am 22. Juli beginnen und bis 30. Oktober andauern. Im Folgenden geben wir Antworten auf die wichtigsten Fragen.
Wer ist an dem Straßensanierungsprojekt beteiligt?
Hessen Mobil ist als Obere Straßenbaubehörde des Landes für die Erhaltung und Unterhaltung des überörtlichen hessischen Straßennetzes verantwortlich. Neben Hessen Mobil beteiligt sich auch die Gemeinde Fürth und der Abwasserverband Oberes Weschnitztal an den Sanierungsarbeiten.
Welche Arbeiten stehen im Rahmen der Sanierung an?
Auf einer Länge von 1,7 Kilometern werden die beiden oberen Schichten der Asphaltdecke erneuert. Außerdem erfolgt eine Schadstellensanierung, wofür möglicherweise mehr Asphalt benötigt wird. Die Rinnenanlage zur Entwässerung und die Anschlussleitungen der Straßenabläufe werden ebenso saniert. Die punktuelle Sanierung des Gehweges erfolgt mit Asphalt oder Pflastersteinen.
Wer übernimmt welche Kosten der Sanierung?
Das Land Hessen bezahlt Träger der Straßenbaulast rund 700 000 Euro, die Gemeinde Fürth steuert für ihre Arbeiten etwa 40 000 Euro bei und der Abwasserverband wird mit rund 12 000 Euro zur Kasse gebeten.
Die Gemeinde Fürth und Hessen Mobil wollen die Maßnahme in drei Monaten abgeschlossen haben. Wie gliedern sich die Bauabschnitte auf?
Um möglichst wenig Beeinträchtigungen für die Anwohner und Betriebe zu haben, wird es insgesamt sechs Bauabschnitte geben, die allesamt unterschiedliche Sperrungen zur Folge haben. Bauabschnitt 1 (von der B38 bis zur Volksbank Weschnitztal) erfolgt voraussichtlich vom 22. Juli bis 3. August. Bauabschnitt 2 (von Volksbank Weschnitztal bis Querung Kolpingstraße) soll ebenfalls zwei Wochen bis zum 17. August dauern. Die längste Sanierungsdauer – vier bis fünf Wochen – ist für den Bauabschnitt 3 (von der Kolpingstraße bis zum Gasthaus „Zum Schleenhof“) angedacht. Der Grund: Die Arbeiten an der Straßenentwässerung stellen sich hier besonders kompliziert dar. Für den Bauabschnitt 4 (vorbei am Regenrückhaltebecken) werden etwa drei Wochen veranschlagt. Der Bauabschnitt 5 (bis zum Gasthaus Eselsmühle) soll dann noch mal drei Wochen dauern, ehe beim Bauabschnitt 6 an einem verlängerten Wochenende eine Zufahrt im Bereich Mühlstraße/Ellenbacher die Sanierung beendet.
Wie gestaltet sich die Umleitungsstrecke?
Für die gesamte Zeit wird eine übergeordnete und ausgeschilderte Umleitungsstrecke über die B38, Lindenfels von Norden her kommen, eingerichtet.
Wie sieht es mit dem Schulbusverkehr in diesen drei Monaten aus?
Für die Busse 666 und 696 hat die Straßenverkehrsbehörde einen Pendelverkehr eingerichtet. Kleinere Verspätungen müssen hier in Kauf genommen werden.
Wo können sich betroffene Anwohner über die Fortschritte der Bauabschnitte aktuell informieren?
Hessen Mobil wird auf der Homepage eine Seite einrichten, auf der der Fortgang der einzelnen Bauabschnitte zu sehen ist.