Wald-Michelbach

Wünscheerfüller: 137 Päckchen bringen Kinderaugen zum Leuchten

Eine Freundesgruppe aus Wald-Michelbach organisiert seit einigen Jahren eine Weihnachtsaktion - auch in diesem Jahr gab es große Resonanz.

Fleißig haben die Organisatorinnen der Wünscheerfüller-Aktion die Päckchen am vergangenen Mittwoch sortiert. Die Auslieferung läuft. Foto: Fritz Kopetzky
Fleißig haben die Organisatorinnen der Wünscheerfüller-Aktion die Päckchen am vergangenen Mittwoch sortiert. Die Auslieferung läuft.

Über sage und schreibe 137 Päckchen dürfen sich Kinder aus ganz Wald-Michelbach in diesem Jahr freuen. Denn so viele Päckchen kamen im Rahmen der diesjährigen Wünscheerfüller-Aktion zusammen.

Im November riefen Anke Wiegand, Andrea Walter, Bettina Michel, Franziska Bauer und Alina Ulrich mit einem Flyer dazu auf: „Chance nicht verpassen, Kinderaugen leuchten lassen“. Die Gruppe wollte wieder Menschen, die aus ganz verschiedenen Gründen die Weihnachtswünsche der Kinder nicht erfüllen könne, und die, die helfen wollen, zusammenbringen – ganz anonym und vertraulich.

Und die Resonanz auf die Wünscheerfüller-Aktion war auch in diesem Jahr groß – und etwa eineinhalb Stunden war die Freundesgruppe am Mittwoch im Wald-Michelbacher Rathaus damit beschäftigt, die vielen Päckchen mit den Weihnachtswünschen, die die Schenker besorgt haben, dem richtigen Kind zuzuordnen. Jedes Paket wird dann mit dem Namen des Kindes und einer kleinen Botschaft von den Wünscheerfüllern versehen. Gepackt sind sie bereits, das haben die Schenker übernommen, wie Mitorganisatorin Franziska Bauer im Gespräch mit unserer Redaktion erklärt – „und eins ist schöner als das andere.“

Was sich darin verbirgt? Von ganz üblichen Wünschen wie Gesellschaftsspielen, Spielsachen und Buntstiften hin zu ganz einfachen Dingen wie Socken, Winterbekleidung oder einfach nur Süßigkeiten. „Nichts Unvorstellbares“, sagte Bauer.

Eine Weihnachtsüberraschung

„Den ersten Schwung Päckchen haben wir bereits am 20. Dezember ausgefahren“, verrät sie. Der Rest folgt noch pünktlich bis Weihnachten. „Wir können das gar nicht alles an einem Tag ausfahren“, erklärt sie. Auch weil manchmal etwas Taktik dazugehöre, dass sie nicht von den Kindern gesehen wird, sofern das Geschenk eine Überraschung sein soll. Besonders schön sei das Leuchten in den Augen der Kinder, wenn sie ihr Geschenk erhalten. „Genau deshalb machen wir das“, betont Bauer.

Auch im kommenden Jahr soll die Aktion wieder stattfinden. „An Schenker mangelt es uns nie“, sagte sie und auf der Seite der Beschenkten sei die Hemmschwelle allerdings noch groß. Sie ermutigt Menschen, die Hilfe bei Weihnachtsgeschenken brauchen, dazu, sich im kommenden Jahr zu melden – ganz egal ob Eltern, Oma und Opa, Onkel und Tanten, sogar Nachbarn können sich etwas für ein Kind wünschen, dem sie eine Freude machen wollen.